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Künstliche Intelligenz für personalisierte Krebstherapie

Das Jena e-Health-Center for Cancer Therapies, JeCaTh, beteiligt sich am Innovationswettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums.  Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
Das Jena e-Health-Center for Cancer Therapies, JeCaTh, beteiligt sich am Innovationswettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
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Das Jena e-Health-Center for Cancer Therapies, JeCaTh, beteiligt sich am Innovationswettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums.  Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
Das Jena e-Health-Center for Cancer Therapies, JeCaTh, beteiligt sich am Innovationswettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Friedrich-Schiller-Universität Jena und Universitätsklinikum Jena wollen
zusammen mit regionalen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft
Künstliche Intelligenz (KI) für die verbesserte individuelle Versorgung
von Krebspatienten einsetzen. Mit dem Konzept beteiligt sich das Jena e
-Health-Center for Cancer Therapies, JeCaTh, am Innovationswettbewerb des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Therapieempfehlungen vom Rechner, Roboter-geführte Operationen, digitale
Warnsysteme in der Nachsorge – die Vorhaben des JeCaTh-Verbundes klingen
eigentlich nach dem genauen Gegenteil einer medizinischen Versorgung, in
deren Mittelpunkt der Patient mit seiner individuellen Erkrankung und
Lebenssituation steht. Doch genau um individualisierte Therapien soll es
bei einem Projekt aus Jena gehen. „Wir wollen neue Technologien einsetzen
und die daraus gewonnenen Informationen zusammen mit den vorliegenden
Daten effektiv auswerten, um die Behandlung besser an den einzelnen
Patienten anpassen zu können – und das  von der Früherkennung über die
Therapie bis hin zur Nachsorge und Rehabilitation. Das soll letztlich den
Patientennutzen erhöhen“, beschreibt Prof. Orlando Guntinas-Lichius,
Verbundkoordinator und Klinikdirektor Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am
Universitätsklinikum Jena, das Ziel.

Dabei stützt sich der JeCaTh-Verbund auf die Jenaer Stärken in der
Photonik und Sensorik, Medizin- und Automatisierungstechnik, die durch
Hochschulen, Institute, forschungsstarke Unternehmen und Netzwerke als
Partner beteiligt sind. Die zentrale Rolle werden Innovationen im Bereich
Künstliche Intelligenz spielen. „Viele Prozesse sind wegen Art und Umfang
der Daten und der notwendigen Geschwindigkeit nur durch  maschinelle
Lernverfahren und Deep-Learning-Ansätze umsetzbar. Die Ergebnisse dieser
Prozesse so aufzubereiten, dass sie für die Chirurgin im OP, den Pfleger
in der Nachsorge oder die Patientin selbst verwertbar sind, stellt eine
zusätzliche Herausforderung dar“, betont der Lehrstuhlinhaber für Digitale
Bildverarbeitung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Joachim
Denzler.

JeCaTh zählt zu den 36 Verbünden, die für die Endrunde im
Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für
volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie ausgewählt worden sind. Bis zum August muss das
Konzept für das Jena e-Health-Center for Cancer Therapies stehen, das am
Beispiel der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren zeigt, wie Künstliche
Intelligenz in jeder Phase der Therapie zum Nutzen der Patienten
eingesetzt werden kann. Zum Projekt gibt es eine umfassende
interdisziplinäre Begleitforschung. Bei einer positiven Bewertung könnte
im kommenden Jahr die Umsetzung starten.