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Zukunftsaufgabe Gesundheit: Heidelberger Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung eröffnet

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Das Heidelberger Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (HD:ZPG)
der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat am 22. Mai 2019 offiziell
seine Arbeit aufgenommen. Ziel der interdisziplinären Einrichtung ist es,
die in der Hochschule vorhandene Expertise zum Thema Gesundheit nachhaltig
zu strukturieren sowie zielgruppenspezifische Interventionsmaßnahmen zu
entwickeln und diese in Studium und der Gesellschaft zu implementieren.
Das HD:ZPG ist der Fakultät für Natur- und Gesellschaftswissenschaften
zugeordnet und wird von Dr. Jens Bucksch, Professor für Prävention und
Gesundheitsförderung, und Dr. Katja Schneider, Professorin für Ernährung,
Gesundheit und ihre Didaktik, geleitet.

"Prävention und Gesundheitsförderung sind als eine zentrale
gesamtgesellschaftliche Zukunftsaufgabe zu verstehen. Aktuelle
gesellschaftliche Herausforderungen wie der demographische Wandel, die
steigende Stressbelastung durch Verdichtung und Entgrenzung im Berufsleben
und eine sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen
unterstreichen die Notwendigkeit", sagt Professor Dr. Hans-Werner Huneke,
Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. "Eine wichtige
Voraussetzung für Gesundheit ist Bildung. Das Thema Gesundheit ist daher
zu einem der zentralen Konzepte für unsere Hochschule geworden und es
freut mich sehr, dass der Senat die Einrichtung des 'Heidelberger Zentrums
für Prävention und Gesundheitsförderung', dessen offizielle Eröffnung wir
nun begehen, beschlossen hat."

Das HD:ZPG will einerseits das individuelle Verhalten und die soziale
Umwelt in den Blick nehmen, um Krankheit zu verhindern und Gesundheit zu
stärken. Andererseits wird Gesundheit als Bewältigungsprozess verstanden,
in dem Menschen und Organisationen befähigt werden, Anforderungen und
vorhandene Ressourcen in Einklang zu bringen. Da sich beide Perspektiven
ergänzen, kann Prävention und Gesundheitsförderung nur interdisziplinär,
multiprofessionell und intersektoral gelingen. An dem Heidelberger Zentrum
arbeiten daher Hochschullehrende, Forschende und Studierende
unterschiedlicher Fachrichtungen, wie der Gesundheitswissenschaft,
Pädagogik, Sportwissenschaft, Haushalts- und Ernährungswissenschaft sowie
Psychologie, eng zusammen. Sie kooperieren zudem mit verschiedenen
Einrichtungen nicht nur der Metropolregion Rhein-Neckar.

Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung, Planung und Implementierung von
theorie- und evidenzgestützten Interventionsmaßnahmen unter Einbezug
individueller, sozialer und struktureller Rahmenbedingungen spezifischer
Lebenswelten für verschiedene Adressatengruppen. Ein Schwerpunkt liegt
dabei auf der Lehramtsausbildung: "Wir wollen die Prävention und
Gesundheitsförderung als Querschnittsdimension in die Lehramtsausbildung
integrieren. Gelingt es uns, bereits angehende Lehrerinnen und Lehrer von
der Wichtigkeit der Thematik zu überzeugen, kann sich dies positiv auf die
Schülergesundheit auswirken und auf lange Sicht das Wohlergehen unserer
gesamten Gesellschaft fördern", erklärt Schneider. Und Bucksch ergänzt:
"Um Kommunen, Organisationen, Betriebe sowie Individuen bereits heute in
die Lage zu versetzen, ihre gesundheitsförderlichen Ressourcen auszubauen,
planen wir zudem entsprechende Weiterbildungs- und Beratungsangebote
beispielsweise zu den Themen 'Alltag in Bewegung' oder
'Ressourcenorientierung und Empowerment'."

Den offiziellen Startschuss für das Heidelberger Zentrum für Prävention
und Gesundheitsförderung gab ein öffentlicher Vortrag von Bucksch zur
aktuellen Forschung über Jugendgesundheit: Der HD:ZPG-Direktor stellte in
seinen Ausführungen die Ergebnisse der "Health Behaviour in School-aged
Children" (HBSC)-Studie vor, die wichtigste Datenquelle zur
Jugendgesundheit. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist Mitglied in
der nationalen HBSC-Studiengruppe und das HD:ZPG wird zukünftig an der
Datenerhebung und -auswertung der Studie beteiligt sein. Diese wird alle
vier Jahre in mittlerweile rund 50 Ländern durchgeführt.