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Pflegewissenschaft wird zum Markenzeichen

Von links: Prof. Heike Spaderna, Minister Prof. Konrad Wolf, Prof. Michael Jäckel, Studierende, Prof. Margit Haas und Prof. Dr. Peter Mudra.  Universität Trier
Von links: Prof. Heike Spaderna, Minister Prof. Konrad Wolf, Prof. Michael Jäckel, Studierende, Prof. Margit Haas und Prof. Dr. Peter Mudra. Universität Trier
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Von links: Prof. Heike Spaderna, Minister Prof. Konrad Wolf, Prof. Michael Jäckel, Studierende, Prof. Margit Haas und Prof. Dr. Peter Mudra.  Universität Trier
Von links: Prof. Heike Spaderna, Minister Prof. Konrad Wolf, Prof. Michael Jäckel, Studierende, Prof. Margit Haas und Prof. Dr. Peter Mudra. Universität Trier

An der Universität Trier und an der Hochschule Ludwigshafen wird die
Ausbildung in Gesundheits- und Pflegeberufen gestärkt. An der Universität
Trier werden künftig sechs statt bislang zwei Professorinnen und
Professoren lehren und forschen.

„Wir wollen mit dem Ausbau der Studienangebote weitere,
hochqualifizierende Ausbildungskapazitäten schaffen und dem steigenden
Bedarf an Pflege-Fachkräften Rechnung tragen“, erläuterte der rheinland-
pfälzische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf das Konzept an der
Universität Trier.

„Mit der Universität Trier und der Hochschule für Wirtschaft und
Gesellschaft in Ludwigshafen ermöglichen wir eine gute regionale
Verteilung der Studienangebote im Bereich Pflege. Hinzu kommen noch die
Pflege-Studiengänge an der Katholischen Hochschule in Mainz. Mit diesen
Studiengängen in verschiedenen Regionen des Landes werden Fachkräfte vor
Ort ausgebildet. Die Hochschulen können regionale Bedarfe aufnehmen und
Kooperationen mit Partnern der Region pflegen. Der starke Aufbau im
Bereich der Pflege- und Gesundheitsberufe unserer Hochschulen ist ein
Meilenstein bei der Sicherstellung der Pflegeversorgung in unserem Land.“

Mit der Schaffung der zwei Gesundheits-Schwerpunkte an der Universität in
Trier und an der Hochschule in Ludwigshafen setzt die Landesregierung die
bundesweit vereinbarte Teilakademisierung der Pflegefachberufe um und
folgt damit auch den Empfehlungen des Wissenschaftsrates. Durch den Ausbau
der Pflege-Ausbildung an den Hochschulen in Trier und Ludwigshafen werden
die bestehenden dualen Bachelor-Studiengänge an die neuen rechtlichen
Bestimmungen auf Bundesebene angepasst, zwei weitere Master-Studiengänge
eingerichtet und Promotionsangebote ermöglicht.

"Fünf neue Professuren für die Universität erhält man nicht jeden Tag.
Daher sind wir stolz, dieses Paket heute präsentieren zu können", sagte
der Trierer Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel. Die bislang
von der Nikolaus Koch Stiftung finanzierte Stifungsprofessur wird durch
eine der fünf neuen, vom Land finanzierten Professuren abgelöst.

Jäckel bezeichnete die Einrichtung der Professuren als Chance und
Herausforderung zugleich. Zum einen biete die Infrastruktur von dann
insgesamt sechs Professuren gute Vorausssetzungen, die Pflegestudiengänge
auszubauen und sich zu einem führenden Standort in der akademischen
Pflege-Ausbildung zu entwickeln. Andererseits zieht die neue rechtliche
Grundlage der Pflege eine Umstellung auf eine primärqualifizierende
Ausbildung nach sich. Die bislang praktizierte Form des dualen Studiums
der Pflegewissenschaft kann nicht fortgeführt werden. Somit müssen auch
neue Kooperationsformen zwischen Hochschulen und Pflegeeinrichtungen
entwickelt werden, um den weiterhin vorgesehenen hohen Praxisanteil des
Studiums, der höher ist als der für Theorie, realisieren zu können.

Ergänzend zu den fünf neuen Professuren in Trier wird eine weitere Stelle
für die Koordination der Praxisanteile eingerichtet. Die Schwerpunkte der
fünf Professuren werden thematisch so konzipiert, dass pflegerische
Aspekte für die gesamte menschliche Lebensspanne - vom Kleinkind bis zum
Lebensabend - abgebildet sind.

Aktuell wird an der Universität Trier ab dem Wintersemester 2019/20 ein
neues Master-Angebot „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ mit den
beiden Schwerpunkten „Klinische Pflege“ und „Gesundheitsförderung“
angeboten. Im optimalen Fall könnte ein Jahr später zum Wintersemester
2020/21 das erste Studienangebot in der neuen Konstellation starten.

„Damit wird Pflegewissenschaft in Trier zu einem Markenzeichen, das über
die Grenzen der Region hinaus Aufmerksamkeit erzielen wird. Für Trier und
seine Universität ist dies ein wichtiger Pfeiler. Der Gesundheitsstandort
wird dadurch wissenschaftlich und praktisch in eine gute Richtung bewegt“,
ergänzte Michael Jäckel.

In Ludwigshafen sollen die bestehenden Bachelorstudiengänge „Pflege“ und
„Hebammenwesen“ um ein Master-Angebot „Innovative Versorgungspraxis in der
Pflege und im Hebammenwesen“ erweitert werden. Hierzu erhält die
Hochschule zwei zusätzliche Professuren und eine Koordinationsstelle für
Praktika.

„Mit der Teilakademisierung der Pflegefachberufe geht unsere Hochschule
einen für Rheinland-Pfalz und seine Zukunftsfähigkeit wichtigen Weg. Durch
die enge Zusammenarbeit zwischen unserer Hochschule und der Universität
Trier im Bereich der Promotionen, werden wir auch bundesweit einen
bemerkenswerten Akzent setzen“, führte Prof. Dr. Peter Mudra, Präsident
der HWG Ludwigshafen, aus.