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Blutkrebsforschung durch innovative Zellmodelle verbessern

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Wissenschaftler des Leibniz-Instituts DSMZ stellen international 100
Zelllinien für die Leukämie-Lymphom-Forschung zur Verfügung

(Braunschweig – 28. Juni 2019): Wissenschaftler vom Leibniz-Institut DSMZ-
Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen haben ein Sortiment
von 100 herausragend charakterisierten Krebs-Zelllinien, inklusive
T-Zell-, B-Zell- und myeloischer Malignome, zusammengestellt, das die
Entwicklung von gezielten Krebstherapien für die „Personalisierte Medizin“
unterstützt. Wie das Team um den Biologen Dr. Hilmar Quentmeier aus der
von Prof. Dr. med. Hans G. Drexler geleiteten Abteilung für Menschliche
und Tierische Zelllinienkulturen der DSMZ in seiner Publikation in der
renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Scientific Reports
berichtet, umfasst das sogenannte LL-100 Panel insgesamt 22 Tumor-
Entitäten von menschlichen Leukämien und Lymphomen. „Das Besondere am
LL-100 Panel ist, dass alle Krebs-Zelllinien eindeutig authentifiziert und
dem richtigen Gewebe zugeordnet wurden. Hinzu kommt, dass von allen 100
Krebs-Zelllinien neben Sequenzinformationen auch andere Metadaten
vorliegen, die Krebsforschern weltweit frei zugänglich sind“, betont Dr.
Quentmeier die Einzigartigkeit des LL-100 Panels des Leibniz-Instituts
DSMZ.
Seit vielen Jahren werden immortalisierte Zelllinien als Modellsysteme für
die Krebsforschung eingesetzt. Zelllinien-Modelle wurden für die
Grundlagenforschung und Medikamentenentwicklung genutzt, deckten bisher
aber nicht das gesamte Spektrum der Leukämie und der Lymphome ab. Das neue
LL-100 Panel steht Wissenschaftlern über das Leibniz-Institut DSMZ
(www.dsmz.de) zur Verfügung. Der Forschungsschwerpunkt der Abteilung
Menschliche und Tierische Zelllinien an der DSMZ liegt bei der Nutzung von
Zelllinien in der Hämatologie, der Erforschung der Ursachen von
Krebserkrankungen und der Weiterentwicklung der Zellkulturtechnik. Doktor
Hilmar Quentmeier leitet die Arbeitsgruppe Immunologie und forscht seit
vielen Jahren unter anderem an der genetischen Heterogenität von Tumoren.