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Künstliche Intelligenz in der Medizin? – Die Mehrheit sagt ja!

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Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung befürwortet den Einsatz von
Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin. Über 50 Prozent der
Bürgerinnen und Bürger würden KI-gestützten Diagnosen in etwa gleich oder
mehr vertrauen als rein ärztlichen Diagnosen – das ergab eine
repräsentative Umfrage des aktuellen Wissenschaftsjahres.

Berlin, 10. Juli 2019 – 67 Prozent der deutschen Bevölkerung befürworten
den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin, beispielsweise im
Bereich der Diagnostik. Das ergab eine repräsentative Umfrage des
Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Wissenschaftsjahres 2019
– Künstliche Intelligenz. „Die Bürgerinnen und Bürger sehen die Chancen
von KI in der Medizin. Das bestärkt uns darin, KI im Gesundheitsbereich
gezielt zu fördern und ihre Entwicklung damit weiter voranzutreiben“, sagt
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Trotz der hohen Befürwortung von KI in der Medizin sehen die Bürgerinnen
und Bürger in Deutschland die Frage nach dem Vertrauen in KI-gestützte
Diagnosen differenziert. Rund 23 Prozent sagen, dass sie einer ärztlichen
Diagnose „eindeutig mehr“ oder „eher mehr“ vertrauen würden, wenn diese
auf Unterstützung einer KI zurückgreift. 35 Prozent sind der Meinung, dass
ihr Vertrauen nicht beeinflusst wird.

Bei der Bereitstellung von anonymisierten Gesundheitsdaten, die für einen
effektiven KI-Einsatz in der Medizin notwendig sind, zeigen sich die
Deutschen zwiegespalten: So spricht sich zwar eine Mehrheit von 57 Prozent
grundlegend dafür aus, Gesundheitsdaten anonymisiert bereitzustellen, wenn
diese KI-Diagnosen verbessern. Über 30 Prozent verneinen jedoch diese
Bereitschaft. „KI-gestützte Diagnosen eröffnen neue Möglichkeiten. Sie
erfordern jedoch Vertrauen in die Technologie. Das müssen wir stärken.
Aufklärung über intelligente medizinische Systeme und die
gesellschaftliche Diskussion darüber sind wichtige Schritte in diese
Richtung“, so Karliczek. Mit dem Wissenschaftsjahr 2019 will das
Bundesministerium für Bildung und Forschung hier anknüpfen.

Karliczek. Impulse. Wie wir Künstliche Intelligenz nutzen wollen.

Im Rahmen der neuen Diskussionsreihe Karliczek. Impulse. Wie wir
Künstliche Intelligenz nutzen wollen. tauschen sich Expertinnen und
Experten aus Wissenschaft und Praxis mit Bürgerinnen und Bürgern über
Chancen und Herausforderungen aktueller Aspekte der KI-Forschung aus.
Hierbei diskutieren sie die gemeinsame Gestaltungsrolle von Gesellschaft
und Forschung für den künftigen Umgang mit KI.

Zum Start der Veranstaltungsreihe steht das Thema Medizin im Fokus. Unter
den Talkgästen ist unter anderem Dr. Philipp Kellmeyer, Facharzt für
Neurologie am Universitätsklinikum Freiburg, der sich mit den
neuroethischen Herausforderungen des KI-Einsatzes in der Medizin
auseinandersetzt. „Bei der Anwendung Künstlicher Intelligenz in der
Medizin werden zukünftig neue Konstellationen von Mensch-Technik-
Interaktion entstehen. Diese werfen grundlegende Fragen über das
Verhältnis von medizinischem Personal zu Patientinnen und Patienten auf.
Gleiches gilt im Hinblick auf KI-Systeme, die nun in diese Beziehung
eingebracht werden“, stellt Dr. Kellmeyer heraus.

Weitere Informationen: https://www.wissenschaftsjahr.de