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Schrittmacher-Therapie für Patienten mit Schlafstörungen

PD Dr. Henrik Fox, Kardiologe am HDZ NRW, Bad Oeynhausen  (Foto: Armin Kühn).
PD Dr. Henrik Fox, Kardiologe am HDZ NRW, Bad Oeynhausen (Foto: Armin Kühn).
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PD Dr. Henrik Fox, Kardiologe am HDZ NRW, Bad Oeynhausen  (Foto: Armin Kühn).
PD Dr. Henrik Fox, Kardiologe am HDZ NRW, Bad Oeynhausen (Foto: Armin Kühn).

Eine aktuelle Langzeit-Studie belegt nun nachhaltige Behandlungsvorteile
bei zentraler Schlafapnoe
Die zentrale Schlafapnoe ist eine schwerwiegende Erkrankung, welche
vornehmlich als nächtliche Atmungsstörung in Erscheinung tritt und das
normale Atmungsmuster während des Schlafs stört, aber dabei auch
Herzfunktion und Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen kann. Hier kann
ein neuartiger Schrittmacher helfen, der Stimulationsimpulse an den
Zwerchfellnerv abgibt und so das Auftreten der Aussetzer der
Atemmuskulatur überbrücken kann. Das belegt nun eine weltweit
durchgeführte Patientenstudie, in der die Langzeittherapieergebnisse über
36 Monate mit dieser neuartigen Behandlungsmethode des derzeit einzigen
implantierbaren Geräts zur Behandlung von zentralen Atmungsstörungen (Typ
Remedé, Hersteller Respicardia, USA), unter federführender Mitwirkung der
Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie unter
der Leitung von Prof. Dr. Volker Rudolph am Herz- und Diabeteszentrum NRW
(HDZ NRW), Bad Oeynhausen, in der Fachzeitschrift SLEEP veröffentlicht
wurde. Am HDZ NRW besteht mit dieser Technologie bereits eine jahrelange
Erfahrung und zählt weltweit zu den Einrichtungen mit den meisten
durchgeführten Implantationen.

„Bei 500 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer zentraler Schlafapnoe
konnte in der Studie eine anhaltende Verbesserung der Schlafmetriken
nachgewiesen werden“, erläutert Oberarzt PD Dr. Henrik Fox als Autor der
erschienenen wissenschaftlichen Publikation. Die Ergebnisse zeigen
insbesondere eine Langzeitsicherheit in der Anwendung der
Stimulationstherapie auf das Zwerchfell, die nach 36-monatiger Therapie
nun nachhaltig bestätigt werden konnte.

Das Remedē-System hatte im Oktober 2017 die Zulassung der US-
amerikanischen Behörden erhalten. Für Europa besteht die CE
Zertifizierung. Bereits vier Jahre zuvor hatte eine erste internationale
multizentrische Pilot-Studie, an der ebenfalls die Bad Oeynhausener
Kardiologen maßgeblich beteiligt waren, auf das bahnbrechende
implantierbare System aufmerksam gemacht, das die schädlichen Auswirkungen
der zentralen Schlafapnoe durch Wiederherstellung eines normaleren
Atmungsmusters während des Schlafs behandelt.

„Sehr häufig sind hierbei Patienten betroffen, die unter einer
Herzschwäche leiden“, betont PD Dr. Fox. „Aus medizinischer Sicht kann
eine solche Behandlung empfohlen werden, wenn eine klassische
Maskentherapie nicht zum erwünschten Ziel führt, da die permanenten
Unterbrechungen des Tiefschlafs durch Atempausen ein Absinken des
Sauerstoffgehalts im Blut verursachen. Das kann die Herzfunktion und die
Lebensqualität von Herzpatienten beeinträchtigen.“

Eine weitere große klinische Beobachtungsstudie, in der 500 Patienten in
Europa und den USA untersucht werden sollen, soll nun auch Verbesserungen
der typischen Symptome einer Schlafapnoe, wie Tagesmüdigkeit,
Konzentrationsschwäche und Einschlafneigung, aber auch Auswirkungen auf
die Lebensqualität und auf Herzinsuffizienz-Parameter erfassen.

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und
Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-
Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen mit 35.000 Patienten pro Jahr, davon
14.000 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren
seiner Art in Europa.

Die Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie des
HDZ NRW unter der Leitung von Prof. Dr. med. Volker Rudolph ist
spezialisiert auf die Behandlung der Koronaren Herzkrankheit,
Herzklappenfehler, Herzmuskelerkrankungen und entzündliche
Herzerkrankungen. In der Klinik werden jährlich mehr als 5.000
kathetergestützte Verfahren durchgeführt. Modernste diagnostische und
bildgebende Verfahren, ein Schlaflabor sowie alle modernen
Kathetertechniken sichern die bestmögliche und schonende medizinische
Versorgung der Patienten. Die Klinik ist Europäisches und Nationales
Exzellenz-Zentrum zur Bluthochdruckbehandlung, anerkanntes
Brustschmerzzentrum (CPU – Chest Pain Unit) sowie als überregionales
Zentrum zur Versorgung Erwachsener mit angeborenem Herzfehler (EMAH)
zertifiziert.