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Diagnose Fettleberentzündung: die gefährliche Volkskrankheit für Groß und Klein!

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Gemeinsamkeiten bei Groß und Klein sind häufig positiv: Ob
Fußballbegeisterung, die Tochter und Vater teilen oder Freude am Garten,
die der Sohn gemeinsam mit der Mutter erlebt. Es kann schön sein, wenn
zwei Generationen etwas gemeinsam haben, aber nicht, wenn es sich dabei um
eine Erkrankung handelt. Die steigenden Zahlen der Erwachsenen und Kinder
mit der Diagnose nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) sind
alarmierend. Die Ausrichter des 20. Deutschen Lebertages am 20. November
2019 – Deutsche Leberhilfe e. V., Deutsche Leberstiftung und Gastro-Liga
e. V. – weisen auf diese große medizinische Herausforderung unter dem
Motto: „Jeder Tag ist Leber-Tag“ hin.

„In Deutschland hat rund ein Drittel der Erwachsenen eine durch
Fetteinlagerung vergrößerte Leber – und die Zahl nimmt stetig zu. Auch
bereits jedes dritte übergewichtige Kind leidet an diesem Problem“,
erklärt Professor Dr. Christoph Sarrazin, Vorstandsvorsitzender der
Deutschen Leberhilfe e. V., und warnt: „Die nicht-alkoholische Fettleber
macht sich bei Kindern wie auch bei Erwachsenen am Anfang nur in seltenen
Fällen bemerkbar, doch auch ohne Krankheitssymptome ist sie ein großes
Gesundheitsrisiko. Es besteht die Gefahr einer Leberentzündung und die
Gefahr der Entwicklung einer nicht mehr umkehrbaren Vernarbung des
Lebergewebes, einer sogenannten Fibrose, die sich zu einer Leberzirrhose
entwickeln kann. Vor allem bei einer bestehenden Leberzirrhose ist auch
bei Kindern und Jugendlichen das Risiko für einen Leberzellkrebs deutlich
erhöht.“

Eine aktuelle Studie belegt, dass bereits in der frühen Kindheit die
Weichen für die Entwicklung von Übergewicht und Fettleibigkeit
(Adipositas) – beide Faktoren gelten als Ursachen für die Entstehung einer
nicht-alkoholischen Fettleber – gestellt werden. Ein weiteres
Studienergebnis ist, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr zum
Normalgewicht in der Jugend bei kleinen Kindern mit Adipositas bei weniger
als 20 Prozent liegt. Und manchen Kindern wird Übergewicht von ihren
übergewichtigen Müttern „in die Wiege gelegt“, sie haben ein deutlich
höheres Risiko für kindliches Übergewicht als Kinder von normalgewichtigen
Müttern. Diese „Generation Pommes“, wie sie in den Medien betitelt wird,
muss dann mit allen negativen Konsequenzen beispielsweise für die
Entwicklung von gefährlichen Folgeerkrankungen bereits in jungen Jahren
leben.

Der körperliche Zustand von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen steht
seit einiger Zeit im Interesse der Öffentlichkeit und wird massenmedial
präsentiert. Doch offensichtlich wird das Gefahrenpotential, das von
Übergewicht und Adipositas ausgeht, noch nicht ausreichend berücksichtigt
– auch nicht von manchen Ärzten. Bei Menschen jeden Alters mit Übergewicht
oder Adipositas ist es sinnvoll, die Transaminasen (GPT und GOT,
Leberenzyme, die durch einen einfachen Bluttest bestimmt werden können) zu
kontrollieren; denn diese Patientengruppe hat ein hohes Risiko für eine
nicht-alkoholische Fettlebererkrankung. Sind die Transaminasen erhöht, und
bleiben sie sechs Monate hoch, sollte nach der Ursache geforscht und
Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

„Die primären Ursachen für eine nicht-alkoholische Fettleber sind
Bewegungsmangel, der immer mehr Erwachsene und auch Kinder betrifft, sowie
kohlenhydratreiches Essen und Übergewicht. Es gibt derzeit keine
Medikamente, die zur Behandlung der nicht-alkoholischen Fettleber
zugelassen sind. Eine Fettleber und auch eine Fettleberentzündung können
sich zurückbilden, wenn die Betroffenen ihren Lebensstil konsequent
ändern. Neben ausreichender Bewegung und einer verringerten Kalorienzufuhr
sollte der Verzehr von Kohlenhydraten, gesättigten Fetten sowie
Fruchtzucker eingeschränkt werden“, sagt Professor Sarrazin.

Mehr Infos zum 20. Deutschen Lebertag unter: http://www.lebertag.org

Alle Institutionen, die im Rahmen des Deutschen Lebertages mit einer
lokalen Veranstaltung aufklären und informieren möchten, werden von den
Ausrichtern bei der Pressearbeit und mit Veranstaltungsmaterialien
unterstützt. Informationen, Anmeldungen und Downloads unter
http://www.lebertag.org