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Herzklappen-Erkrankungen: Wer ist gefährdet und welche Therapieverfahren gibt es heute?

Der Herzstiftungs-Ratgeber Herzklappenerkrankungen: Verfahren, Symptome, Diagnosen und aktuelle Therapien“  Collage: C. Marx
Der Herzstiftungs-Ratgeber Herzklappenerkrankungen: Verfahren, Symptome, Diagnosen und aktuelle Therapien“ Collage: C. Marx
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Der Herzstiftungs-Ratgeber Herzklappenerkrankungen: Verfahren, Symptome, Diagnosen und aktuelle Therapien“  Collage: C. Marx
Der Herzstiftungs-Ratgeber Herzklappenerkrankungen: Verfahren, Symptome, Diagnosen und aktuelle Therapien“ Collage: C. Marx

Ursachen, Symptome und Therapieverfahren für Herzklappen-Erkrankungen
erläutert neuer Herzstiftungs-Ratgeber
Über 98.000 vollstationäre Aufnahmen wegen Herzklappen-Erkrankungen
verzeichnen Deutschlands Kliniken pro Jahr, über 17.200 Menschen sterben
an Herzklappen-Erkrankungen (Deutscher Herzbericht 2018). Allein 13% der
über 75-Jährigen haben eine mäßige oder schwere Herzklappen-Erkrankung.
„Ein Herzklappenfehler muss rechtzeitig behandelt werden, noch bevor er
einen irreversiblen Schaden des Herzmuskels verursacht. Leistungseinbußen
und Luftnot bis hin zur Herzschwäche oder im schlimmsten Fall plötzlicher
Herztod sind die Folgen“, warnt der Herzspezialist Prof. Dr. med.
Alexander Lauten vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.
Befragungen zeigen, dass die Aufmerksamkeit der Bevölkerung für
Klappenerkrankungen gegenüber anderen Leiden wie Krebs sehr gering ist.
„Umso wichtiger ist die Aufklärung über Klappenerkrankungen und darüber,
mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar machen“, betont der Leitende
Oberarzt der Medizinischen Klinik für Kardiologie an der Charité
Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin. Wichtige Ursachen
für Herzklappenfehler sind insbesondere Altersveränderungen (Verkalkung),
eine Vergrößerung und Erweiterung der Herzkammern oder der Hauptschlagader
sowie angeborene Klappenfehler. Um Betroffene vor der Gefahr einer
unentdeckten Herzklappenerkrankung besser zu schützen, bietet die
Herzstiftung mit dem neuen Experten-Ratgeber „Herzklappenerkrankungen:
Verfahren, Symptome, Diagnosen und aktuelle Therapien“ kostenfrei leicht
verständliche Informationen zu den Warnzeichen von Klappenerkrankungen
sowie zu aktuellen Diagnose- und Therapieverfahren an. Der Band kann per
Tel. unter 069 955128400 oder online unter www.herzstiftung.de
/Herzklappenerkrankung-Sonderband.html bestellt werden.

Operation oder Kathetereingriff?
Die Behandlung von Herzklappen-Erkrankungen hat sich in den letzten Jahren
rasant entwickelt. Herzchirurgische und kathetergestützte Eingriffe stehen
je nach betroffener Herzklappe und Art des Klappendefektes
(Klappenverengung oder -undichtigkeit) zur Verfügung. Allein Defekte an
der Aortenklappe wurden 2017 (isoliert) mit über 19.700 kathetergestützten
Eingriffen und über 9.000 Aortenklappen-Operationen behandelt (Deutscher
Herzbericht 2018). Der Ratgeber liefert verlässliche Informationen zu
Fragen, die Betroffene häufig vor einem Eingriff beschäftigen und die auch
den Herzspezialisten der Sprechstunde der Herzstiftung gestellt werden:
Wie lange dauert der Eingriff? Wann operativ, wann kathetergestützt? Wann
ist ein biologischer, wann ein mechanischer Herzklappenersatz notwendig:
ein nach wie vor aktuelles Thema für Patienten, bei denen eine
Rekonstruktion der Herzklappe nicht infrage kommt. Wie geht es nach dem
Eingriff weiter: wann darf ich wieder Sport machen? Wie lange ist die Reha
nach einem chirurgischen Klappeneingriff, wann darf man nach TAVI- oder
MitraClip-Eingriff das Krankenhaus wieder verlassen?

Herzklappen-Erkrankung: An welchen Symptomen bemerkt man sie?
Herzklappenfehler machen sich je nach Schwere der Herzklappenerkrankung
und Art der betroffenen Klappe unterschiedlich bemerkbar, z. B. als
Klappenstenose infolge von Verengungen an der Klappe oder als
Klappeninsuffizienz durch Undichtigkeiten. „Bei der Aortenklappen-
Verengung ist das Auftreten von Angina pectoris-Beschwerden – Schmerzen
oder ein unangenehmes Engegefühl im Brustkorb –, von Schwindel oder
Ohnmachtsanfällen bis hin zur Bewusstlosigkeit ein Zeichen, dass jetzt
operiert werden muss“, warnt Prof. Lauten. Sind die Klappen des rechten
Herzens erkrankt, kommt es etwa zu Wasseransammlungen in den Beinen
(Ödeme) und Blauwerden z. B. der Lippen (Zyanose). Appetitlosigkeit,
Übelkeit, Gewichtszunahme, aber auch Gewichtsabnahme können ebenfalls
Anzeichen einer Klappenerkrankung im rechten Herzen sein. Erkranken können
im linken Herzen die Mitral- oder Aortenklappe, im rechten Herzen die
Trikuspidal- oder Pulmonalklappe.

Tipp: Den Experten-Ratgeber „Herzklappenerkrankungen: Verfahren, Symptome,
Diagnosen und aktuelle Therapien“ (48 Seiten) der Herzstiftung können
Betroffene unter www.herzstiftung.de/Herzklappenerkrankung-Sonderband oder
per Tel. unter 069 955128400 kostenfrei bestellen.