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Palliativversorgung endlich verbindlicher Teil der Grundausbildung von Pflegefachkräften - DGP begrüßt Lehreinheit

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Das Thema Palliativversorgung wird jetzt auch in der Grundausbildung von
Pflegefachkräften verbindlich abgebildet. Dies ist laut Deutscher
Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) „ein wichtiger Schritt auf dem Weg
zu entsprechenden Kompetenzen am Patientenbett“. Die DGP begrüßt, dass die
Einheit „Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten
Lebensphase begleiten“ im Umfang von 250 Stunden in den Rahmenlehrplan
aufgenommen wurde. „Darauf lässt sich sehr gut aufbauen: Eine Vertiefung
dieser Kompetenzen kann durch berufliche Fort- und Weiterbildungen
verstärkt werden.“ so Martina Kern, Sprecherin der AG Bildung der DGP.
Über 1.800 der 6.000 DGP-Mitglieder sind aus der Pflege.

Berlin, 24.09.2019. Das Thema Palliativversorgung wird jetzt auch in der
Grundausbildung von Pflegefachkräften verbindlich abgebildet. Dies ist
laut Deutscher Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) „ein wichtiger
Schritt auf dem Weg zu entsprechenden Kompetenzen am Patientenbett“, wie
DGP-Vorstandsmitglied Katja Goudinoudis hervorhebt. Die DGP begrüßt, dass
die Einheit „Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten
Lebensphase begleiten“ im Umfang von 250 Stunden in den Rahmenlehrplan
aufgenommen wurde. So können angehende Pflegefachfrauen und -männer nun
grundlegende Kompetenzen erwerben, die sie für die allgemeine
Palliativversorgung im Krankenhaus, der stationären Altenhilfe, der
Eingliederungshilfe und der ambulanten Versorgung benötigen.

„Darauf lässt sich sehr gut aufbauen: Eine Vertiefung dieser Kompetenzen
kann durch berufliche Fort- und Weiterbildungen verstärkt werden.“ freut
sich Martina Kern, Sprecherin der AG Bildung in der DGP - über 1.800 der
6.000 Mitglieder der Fachgesellschaft kommen allein aus der Pflege. Die
dringend notwendige Erweiterung der Ausbildung entspricht auch der seit
2017 bestehenden Nationalen Strategie zur Umsetzung der „Charta zur
Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“, welche
von der Bundesärztekammer, dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband und
der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin gemeinsam mit allen
Akteuren des Gesundheitswesens im Konsensusprozess erarbeitet wurde.

In fünf Leitsätzen wurden in der Charta Aufgaben, Ziele und
Handlungsbedarfe formuliert und konsen-tiert, um die Betreuung
schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. So
heißt es in Leitsatz 3 „Anforderungen an die Aus-, Weiter- und
Fortbildung“ für die Professionen im Gesundheitswesen zum Thema
Ausbildung: „Von Vertretern der Gesundheitsberufe wird erwartet, dass sie
schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige ihrer
Profession entsprechend qualifiziert unterstützen können.“

Mit dem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe (PflBG), das im Juli 2017
verkündet wurde, wurde der Grundstein für eine zukunftsfähige Erneuerung
der Pflegeausbildung für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege gelegt.
Das Gesetz tritt stufenweise bis zum 01.01.2020 in Kraft. Die
Fachkommission nach § 53 PflBG veröffentlichte am 01.08.2019 einen
Rahmenlehrplan für den theoretischen und praktischen Unterricht sowie für
die praktische Ausbildung. Der Lehrplan enthält 11 curriculare Einheiten
in 3 Aus-bildungsjahren.

Michaela Hach, Sprecherin der Sektion Pflege betont abschließend:
„Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen dringend Pflegefachkräfte,
die hinsichtlich der Inhalte und Herangehensweisen der Palliativversorgung
gut ausgebildet sind.“

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) steht seit 25
Jahren als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre
und multiprofessionelle Vernetzung. Ihre 6.000 Mitglieder aus Medizin,
Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende
Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen
Beteiligten. Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die bestmögliche
medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und
Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer
Angehörigen. www.palliativmedizin.de