„Informationskarte Verfügungen“ – Neues Angebot von BZgA und Deutschem Hausärzteverband zur Patientenverfügung
Zum zweiten Mal erscheint das Patientenmagazin „entscheiden. DAS MAGAZIN
ZUR ORGAN- UND GEWEBESPENDE“, das die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Hausärzteverband e.V. gemeinsam
herausgeben. Einen Schwerpunkt der neuen Ausgabe, die ab Ende Dezember in
vielen Wartezimmern von Hausarztpraxen bereit liegt, stellt das Thema
„Organspende und Patientenverfügung“ dar.
Beim Thema Organspende und Patientenverfügung herrscht häufig
Unsicherheit. Wer seine Vorstellungen in einer Patientenverfügung
dokumentiert, sichert die Umsetzung des eigenen Willens nach dem Tod,
entlastet seine Nächsten und gibt dem Klinikpersonal deutliche
Orientierung. Oft sind Patientenverfügungen aber unkonkret formuliert. Wer
eine Patientenverfügung erstellen möchte, sollte zum Beispiel über seine
Organspendebereitschaft nachdenken und seine Entscheidung auch darin
dokumentieren.
Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende kann in einer
Patientenverfügung bekundet werden. Das neue Patientenmagazin
„entscheiden. DAS MAGAZIN ZUR ORGAN- UND GEWEBESPENDE“ gibt Anregungen für
die Verfügung und Tipps für Formulierungen – denn, je klarer eine
Patientenverfügung formuliert ist, desto einfacher wird deren Umsetzung im
Falle des Falles.
Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Laut unseren
aktuellen Studiendaten geben 25 Prozent der Befragten an, eine
Patientenverfügung zu besitzen. Leider äußert sich etwa die Hälfte davon
nicht zur Organ- und Gewebespende. In diesem Fall muss der Patientenwille
dann gemeinsam von Angehörigen und Ärzteschaft im Krankenhaus ermittelt
werden. Das ist eine für alle Beteiligten große Belastung. Mit der zweiten
Ausgabe des Wartezimmermagazins wollen wir deshalb die Menschen bei ihrer
Entscheidungsfindung zur Organspende unterstützen. Das neue Angebot der
‚Informationskarte Verfügungen‘ unterstützt dabei, dass im Ernstfall
Patientenverfügung und Organspendeausweis schnell gefunden werden können.
Dadurch wird der Patientenwunsch für alle Beteiligten transparent und kann
zweifelsfrei umgesetzt werden.“
Die „Informationskarte Verfügungen“ ist ein neues Angebot von BZgA und
Deutschem Hausärzteverband. Auf der handlichen, in der Geldbörse
aufzubewahrenden Informationskarte können Bürgerinnen und Bürger
ankreuzen, ob sie eine Vorsorgevollmacht, eine Patientenverfügung oder
auch einen Organspendeausweis besitzen, damit es nicht zu Unklarheiten
oder Widersprüchen bezüglich des Patientenwillens kommt. Außerdem kann
neben den Kontaktdaten der Hausarztpraxis auch Name und Anschrift der
Person festgehalten werden, die Zugriff auf diese Dokumente hat. Somit ist
im Notfall gesichert, dass alle Dokumente gefunden und der entsprechende
Wille auch umgesetzt werden kann. Ein kurzer Spot erklärt, wie die
Informationskarte Verfügungen ausgefüllt wird und wo sie kostenfrei
bestellt werden kann (www.organspende-info.de/hausa
verfuegungen.html).
Hausärztinnen und Hausärzte genießen bei ihren Patientinnen und Patienten
ein hohes Vertrauen und sind rund um das Thema Organ- und Gewebespende
wichtige Ansprechpersonen für fachliche Informationen. Mit persönlichen
Gesprächen und Informationen wie dem Wartezimmermagazin sowie der
Herausgabe der „Informationskarte Verfügungen“ leisten sie einen wichtigen
Beitrag zur Entscheidungsfindung und zur Sicherung des Patientenwillens.
Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes e.V.,
sagt: „Hausärztinnen und Hausärzte haben in der täglichen Praxis mit sehr
vielen verschiedenen Themen zu tun. Zu allererst mit medizinischen
Fragestellungen rund um die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten,
darüber hinaus aber auch mit deren Lebensgeschichten oder ihrem familiären
und sozialen Umfeld. Deswegen sind sie bei einem so wichtigen Thema wie
der Organspende wichtige Ansprechpartner. Das enge Vertrauensverhältnis
zwischen Ärzten und Patienten kann dabei helfen, Ängste und Sorgen
sensibel zu besprechen und persönliche Vorstellungen umzusetzen.“
Hausärztinnen und Hausärzte finden unter www.organspende-info.de/hausar
umfassende Informationen zur Organ- und Gewebespende. Hier können
Materialien für Hausarztpraxen kostenfrei bestellt werden. Ein Kurzfilm
informiert, welche Materialien erhältlich sind und wie diese bestellt
werden können (www.organspende-info.de/hausa
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die kostenfreien Materialien
ab sofort bestellen unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online: www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail:
Weitere Informationen zur Organ- und Gewebespende erhalten Sie unter:
www.organspende-info.de
Kostenfreies Infotelefon Organspende unter
Rufnummer 0800/90 40 400 – Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
