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Mitochondriale Medizin: "Seahorse" ermöglicht an der Hochschule Albstadt- Sigmaringen passgenaue Diagnostik

Mit der Anschaffung von „Seahorse“ kann das Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Jörg Bergemann (rechts) seine Forschung im Bereich der mitochondrialen Medizin voranbringen. „Gerade mit Blick  Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Mit der Anschaffung von „Seahorse“ kann das Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Jörg Bergemann (rechts) seine Forschung im Bereich der mitochondrialen Medizin voranbringen. „Gerade mit Blick Hochschule Albstadt-Sigmaringen
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Mit der Anschaffung von „Seahorse“ kann das Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Jörg Bergemann (rechts) seine Forschung im Bereich der mitochondrialen Medizin voranbringen. „Gerade mit Blick  Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Mit der Anschaffung von „Seahorse“ kann das Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Jörg Bergemann (rechts) seine Forschung im Bereich der mitochondrialen Medizin voranbringen. „Gerade mit Blick Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Parkinson, Alzheimer, Krebs: Mithilfe der mitochondrialen Medizin können
solche und andere schwere Krankheiten erkannt sowie die Wirkung
verschiedener Medikamente bei Betroffenen überprüft werden. Die Forschung
in diesem Bereich ist an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen als ein
Schwerpunkt im Masterstudiengang Biomedical Sciences schon lange
etabliert. Nun hebt das Großgerät "Seahorse" sie mit seinen präzisen
Möglichkeiten der Diagnostik auf die nächste Stufe. Die Hochschule plant,
sie verschiedenen Kliniken anzubieten.

Albstadt/Sigmaringen. Dank eines neuen Großgeräts an der Fakultät Life
Sciences der Hochschule Albstadt-Sigmaringen können die Wissenschaftler im
Bereich Biomedical Sciences ihre Forschung in der sogenannten
mitochondrialen Medizin weiter ausbauen und auf die nächste Stufe heben.
Gefördert wurde die Anschaffung von „Seahorse“ durch einen Zuschuss der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die mehr als 110.000 Euro
beigesteuert hat.

Parkinson, Alzheimer und sogar Krebs: Mithilfe der mitochondrialen Medizin
können solche und andere schwere Krankheiten erkannt sowie die Wirkung
verschiedener Medikamente bei Betroffenen überprüft werden. Hintergrund
ist, dass Untersuchungen der Mitochondrien, also der „Kraftwerke“ jeder
einzelnen Körperzelle, Rückschlüsse auf den Zustand der gesamten Zelle
ermöglichen – also auch bei jenen, die gegebenenfalls durch Krankheit oder
Alterung geschädigt sind.

Das Großgerät „Seahorse“ liefert Wissenschaftlern und Studierenden der
Hochschule nun noch bessere und sehr genaue Testergebnisse in Bezug auf
die Funktionen der Mitochondrien. „Dabei handelt es sich um wichtige
Parameter für Gesundheit und Alterungsprozesse“, sagt Prof. Dr. Jörg
Bergemann, Studiendekan des Masterstudiengangs Biomedical Sciences. „Der
Erfolg in einem derart anspruchsvollen Verfahren unterstreicht sowohl die
Qualität unseres Antrages als auch die Qualität der bisher in diesem
Schwerpunkt geleisteten wissenschaftlichen Arbeit.“ Diese wird an der
Hochschule im Rahmen ihres Forschungsschwerpunkts GEB (Gesundheit –
Ernährung – Biomedizin) geleistet.

Die Forschung im Bereich der mitochondrialen Medizin steckt vielerorts
noch in den Kinderschuhen, an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen ist sie
als ein Schwerpunkt im Masterstudiengang Biomedical Sciences schon lange
etabliert. „Mit diesem Großgerät können wir unsere Forschungsanstrengungen
jetzt entscheidend voranbringen“, sagt Prof. Dr. Matthias Premer,
Prorektor Forschung. „Gerade mit Blick auf den InnoCamp in Sigmaringen und
die dort geplanten Forschungskooperationen mit externen Partnern ist diese
Anschaffung für uns von großer Bedeutung.“  Die Hochschule plant zudem,
die durch „Seahorse“ weiter verbesserten Möglichkeiten der Diagnostik
verschiedenen Kliniken anzubieten. „Wir können beispielsweise messen, wie
gut oder schlecht verschiedene Wirkstoffe bei Patienten anschlagen“, sagt
Jörg Bergemann. Dadurch lasse sich ermitteln, ob eine bestimmte Therapie
die richtige ist oder gegebenenfalls nachjustiert werden müsse.

Doch auch die Studierenden der Hochschule profitieren ganz unmittelbar von
der Anschaffung: „Sie werden in verschiedenen Modulen an diesem System
ausgebildet“, sagt Jörg Bergemann. Wesentlichen Anteil an der
Antragstellung hatte Dr. Eva-Maria Ladenburger, Molekularbiologin an der
Fakultät Life Sciences. Sie wird auch Ansprechpartnerin beim Betrieb des
Gerätesystems sein.