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Gesundheit 2020: „Minimalismus“ ist auch für die Leber gut

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Das Trendthema „Minimalismus“ hat sich zu einer Lebensart etabliert.
Konsumverzicht, reduziertes Wohnen, kein Auto – weniger soll glücklicher
und freier machen. Das Buch einer japanischen Aufräum-Expertin ist ein
weltweiter Bestseller und auch der erfolgreiche deutsche Kinofilm „100
Dinge“ thematisiert den Verzicht. Wie ein Weniger auch im wichtigen
Lebensbereich Ernährung ein Mehr für 2020 sein kann, erklärt die Deutsche
Leberstiftung und ruft dazu auf, im neuen Jahr bewusster und gesünder zu
essen: „Minimalismus“ bei der Ernährung ist ein wichtiger Beitrag zur
Lebergesundheit.

Nicht nur Wohnungen sind oftmals zu voll, auch viele Körper und speziell
das lebenswichtige Organ Leber sind immer häufiger zu „vollgestopft“.
Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) – verursacht durch ungesunde
Ernährung in Verbindung mit Bewegungsmangel – sind immer öfter die Ursache
für die Entstehung und Manifestation einer nicht-alkoholischen
Fettlebererkrankung (Non-Alcoholic Fatty Liver Disease, NAFLD).

In Deutschland ist jeder vierte Bundesbürger über 40 Jahre bereits davon
betroffen und jedes dritte übergewichtige Kind leidet an dieser Krankheit
– Tendenz steigend: Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2025 etwa 55
Millionen US-Amerikaner und Europäer an einer nicht-alkoholischen
Leberentzündung leiden. „In den meisten Fällen entsteht die nicht-
alkoholische Fettleber als Folge des sogenannten metabolischen Syndroms.
Das metabolische Syndrom, auch Insulin-Resistenz-Syndrom oder metabolisch-
vaskuläres Syndrom genannt, ist gekennzeichnet durch das gemeinsame
Auftreten verschiedener Symptome und Krankheitsbilder“, erklärt Professor
Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung,
und ergänzt: „Dazu gehören Übergewicht, und hierbei ist speziell das
Bauchfett ein besonderer Risikofaktor, ein dauerhaft erhöhter
Blutzuckerspiegel, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck. In der Regel
sind ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel ursächlich für das
metabolische Syndrom. Das Ungleichgewicht von Kalorien-Zufuhr und
-Verbrauch erzeugt die vier gefäßschädigenden Risikofaktoren. Wenn dem
Körper ständig mehr Kalorien zugeführt werden, als er verbrennen kann,
wird die überschüssige Energie in Form von Fett eingelagert – nicht nur im
Fettgewebe, sondern auch in der Leber.“

Bereits Endes des 19. Jahrhunderts formulierte der deutsche Philosoph
Friedrich W. Nietzsche: „Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch
mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes
zugrunde richtet.“ Wie aktuell die Aussage von damals ist, belegen
zahlreiche Studien, die eine Verbindung zwischen Ernährungsgewohnheiten,
Übergewicht und dem Entstehen von Krankheiten bis hin zum Wachstum
bestimmter Tumorarten aufzeigen. „Es ist bewiesen, dass auch bei einigen
Leberzellkrebs-Erkrankungen (Hepatozelluläres Karzinom, HCC) die onkogenen
Risikofaktoren Nikotin- und Alkoholkonsum, Übergewicht, Adipositas und
fehlende Bewegung eine entscheidende Rolle spielen. Alle genannten
Risikofaktoren sind vermeidbar, deswegen appelliert die Deutsche
Leberstiftung zum Start des neuen Jahres an die Verantwortung, die jeder
Mensch für seine Gesundheit übernehmen sollte“, sagt Professor Manns.

Neben den individuellen Möglichkeiten, die jeder Verbraucher bei der
Umsetzung einer Lebensstiländerung im Sinne von „Ernährungsminimalismus“
als Vorsatz für 2020 hat, sind auch gesundheitspolitische und
verhältnispräventive Maßnahmen notwendig, um zukünftige Veränderungen zu
erleichtern. Zusätzlich zu ökonomischen Anreizen wie beispielsweise
Steuern auf gesüßte Getränke und Zucker, könnte auch die Einführung eines
verständlichen Kennzeichnungssystems von Lebensmitteln mit der Ampelskala
NutriScore die Menschen dabei unterstützen, bei der Ernährung mit weniger
Zucker oder weniger Fett mehr für ihre Lebergesundheit zu tun.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu
verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung
die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher
erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet
außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für
Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die
Stiftung sehr erfolgreich.
Weitere Informationen: https://www.deutsche-leberstiftung.de.

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.deutsche-leberstiftung.de – wichtige Basisinformationen, umfangreicher
Service und Presseinformationen/-bilder im neu gestalteten Online-Portal
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978-3-89993-899-9, 16,99 Euro.
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