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Neues Coronavirus SARS-CoV-2: Kein erhöhtes Infektionsrisiko für gesunde Diabetespatienten DDG rät zu einer guten Blutzuckereinstellung und empfohlenen Hygienemaßnahmen

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Weltweit gibt es aktuell mehr als 87.000 bestätigte Infektionen mit dem
neuen Coronavirus SARS-CoV-2 und rund 3.000 Menschen sind an der Krankheit
COVID-19 verstorben.¹ Bislang verlaufen die meisten Erkrankungen mild. Da
es allerdings bei chronischen Grunderkrankungen zu schwereren Verläufen
kommen kann, empfiehlt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Menschen
mit Diabetes eine stabile Blutzuckereinstellung. Dadurch werde das
Infektionsrisiko minimiert. Zudem gilt generell, die Infektionsschutz-
Maßnahmen des Robert-Koch-Instituts (RKI) einzuhalten, wie die Husten-
Nies-Etikette und gründliches Händewaschen.

Patientinnen und Patienten mit diabetischen Begleit- und Folgeerkrankungen
an Organen wie Herz, Nieren oder Leber, sollten hohe Ansteckungsgefahren –
beispielsweise große Menschenansammlungen – verstärkt meiden. Vor
Lieferengpässen von Diabetesmedikamenten brauchen sich Patienten nicht
fürchten.
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Wie Grippeviren kann eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu
Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, in einigen
Fällen sogar zu Durchfall. „Da die Viruserkrankung in den meisten Fällen
mild verläuft, sehen wir bislang auch für Menschen mit Diabetes nicht mehr
Gefahr, als bei einem herkömmlichen Grippevirus“, erklärt DDG Präsidentin
Professor Dr. med. Monika Kellerer. „Auch hier empfehlen wir die
allgemeine vom RKI empfohlene Vorsorge, die auch für die Influenza gilt.“²
Einfache Maßnahmen wie die Husten-Nies-Etikette, gründliches Händewaschen,
Hände möglichst fern vom Gesicht halten und ausreichend Abstand zu anderen
Menschen einhalten, helfen schon, um sich vor Erregern zu schützen.

Bei Diabetes ist für den Krankheitsverlauf bei Infektionen eine gute
Blutzuckereinstellung hilfreich. „Auch im Falle einer Infektion mit dem
bislang noch wenig erforschten Coronavirus SARS-CoV-2 gehen wir – analog
zur Influenza – davon aus, dass man mit einem ausgeglichenen Stoffwechsel
das Risiko für Komplikationen reduzieren kann“, betont DDG Mediensprecher
Professor Dr. med. Baptist Gallwitz.

„Haben Diabetespatienten Begleit- und Folgeerkrankungen wie
Herzkreislaufprobleme oder Organschäden, sollten sie aktuell jedoch
besonders achtsam sein“, warnt Gallwitz, stellvertretender Ärztlicher
Direktor der Medizinischen Klinik, Innere Medizin IV, des
Universitätsklinikums Tübingen. Im Falle einer Ansteckung mit Coronavirus
SARS-CoV-2 haben sie durch ihr geschwächtes Immunsystem und eventuell
bereits bestehende Infektionen ein höheres Risiko für einen schweren
Krankheitsverlauf. Das gilt vor allem für Menschen nach einer
Organtransplantation mit immunsuppressiver Therapie. Sie sollten sich vor
großen Menschenmengen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebieten, in denen
Infektionsfälle bekannt geworden sind, fernhalten.

Lieferengpässe bei Diabetesmedikamenten müssen Patienten nicht befürchten.
„Diabetesmedikamente wie Insulin werden vorwiegend in Deutschland, USA,
Dänemark, Frankreich, Großbritannien – nicht jedoch China – hergestellt“,
berichtet Kellerer. Von einer Medikamentenknappheit für Diabetespatienten
ist auch künftig nicht auszugehen. Die Ärztliche Direktorin des Zentrums
für Innere Medizin I am Marienhospital in Stuttgart rät daher davon ab,
große Vorräte an Medikamenten und Diabetesutensilien, die über die
Versorgung von einem Quartal hinausgehen, für sich selbst zu bevorraten.
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Informationen:

¹ Novel Coronavirus (COVID-19) Situation (WHO)
<https://experience.arcgis.com/experience/685d0ace521648f8a5beeeee1b9125cd>

² RKI: Allgemeine (tagesaktuelle) Informationen zu COVID-19 (Coronavirus
SARS-CoV-2)
<https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html>

RKI: Risikobewertung zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)
<https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html>

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes
<https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-
sicherheitshinweise>
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Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG):
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit mehr als 9.000
Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen
Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und
Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert
Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine
wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der
fast sieben Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zu diesem
Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivitäten.
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