Dresdner Uniklinikum richtet Infektions-Fachambulanz ein

Gemeinsam mit der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping eröffnet
der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus
Dresden, Prof. Michael Albrecht, die innerhalb weniger Tage neu
eingerichtete Infektions-Ambulanz. Auf Infektiologie spezialisierte
Ärztinnen untersuchen fortan Patienten, bei denen ein begründetes Risiko
einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19) besteht. Zudem unterstützt
der Zentralbereich Klinische Infektiologie des Dresdner Uniklinikums
niedergelassene Ärzte bei Fragen der Versorgung und des Infektionsschutzes
mit einer Hotline.
Im aktuellen sächsischen Krankenhausplan ist das Dresdner Uniklinikum als
Zentrum für Infektiologie und Krankenhaushygiene ausgewiesen. Im Rahmen
dieses Versorgungsauftrages hat sich der Klinikumsvorstand dafür
entschieden, eine eigene Infektions-Fachambulanz einzurichten. Die über
mehrere Warte- und Isolationsbereiche sowie zwei Untersuchungsräume
verfügende Ambulanz befindet sich in einem Gebäude, in dem keine weiteren
Patienten versorgt werden. Zudem verfügt die Einrichtung über einen
ausschließlich von Patienten und Mitarbeitern der Infektions-Ambulanz
genutzten Zugang.
„Wir hoffen, dass wir mit dieser Ambulanz einen Beitrag dafür leisten, das
Infektionsrisiko für das medizinische Personal des Uniklinikums und damit
auch der hier behandelten Patienten deutlich zu senken. Die Bündelung der
Ressourcen an einem zentralen Anlaufpunkt hat zudem den Effekt,
medizinische Schutzausrüstung so gezielt wie möglich einsetzen zu können
und damit die Versorgungslage zu entspannen“, sagt Prof. Michael Albrecht,
Medizinischer Vorstand des Uniklinikums. Niedergelassene Ärzte haben zudem
die Möglichkeit, bei Fragen zu Patienten, die sich mit oder ohne die
spezifischen Symptome des Corona-Virus bei ihnen vorstellen, direkt die
Infektionsambulanz des Uniklinikums zu konsultieren.
„Ich danke allen Beteiligten des Dresdner Uniklinikums, dass sich mit der
Infektionsambulanz so schnell eine Institution gefunden hat, die Corona-
Patienten gut und abgesondert von anderen Patienten des Klinikums
behandelt. Dies Lösung wird der ernsten Situation gerecht, die wir
mittlerweile auch in Sachsen haben“, sagt Gesundheitsministerin Petra
Köpping bei der Eröffnung der Infektions-Fachambulanz.
Von der Infektions-Fachambulanz des Uniklinikums untersuchte
Verdachtsfälle werden in der Regel mit entsprechenden Handlungs- und
Verhaltensempfehlungen nach Hause geschickt. Ergibt der Test den Nachweis
des Virus, informiert die Ambulanz den betroffenen Patienten sowie das
Gesundheitsamt, das in diesem Fall auch über das weitere Vorgehen
entscheidet.
