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DIVI-Intensivregister erfolgreich umgezogen

Prof. Dr. Uwe Janssens (links) und Prof. Dr. Christian Karagiannidis (rechts)  Fotos: Thomas Weiland
Prof. Dr. Uwe Janssens (links) und Prof. Dr. Christian Karagiannidis (rechts) Fotos: Thomas Weiland
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Prof. Dr. Uwe Janssens (links) und Prof. Dr. Christian Karagiannidis (rechts)  Fotos: Thomas Weiland
Prof. Dr. Uwe Janssens (links) und Prof. Dr. Christian Karagiannidis (rechts) Fotos: Thomas Weiland

Das DIVI-Intensivregister ist erfolgreich auf eine neue Datenbank
umgezogen und zeigt erstmals seit diesem Wochenende wieder die Ist-
Situation auf Deutschlands Intensivstationen. Die wichtigste Zahl des
Tages deshalb vorweg: Derzeit sind 6.821 gemeldete Intensivbetten in
Deutschland frei und einsatzbereit. „Wir haben einen wichtigen Meilenstein
in der Entwicklung des Registers erreicht“, so Professor Christian
Karagiannidis, Sprecher der DIVI-Sektion „Lunge – Respiratorisches
Versagen“ sowie Leiter des ECMO-Zentrums der Lungenklinik Köln-Merheim.

Die Vollabdeckung zu erreichen, dass also wirklich alle Intensivstationen
in Deutschland ihre Kapazitäten tagesaktuell an das Register melden, ist
das nächste große Ziel des Projektes. Karagiannidis appelliert deshalb
auch noch einmal an seine Kollegen: „Bitte registrieren und melden. Das
dauert in der Regel drei Minuten – und wird jetzt in der Pandemiesituation
Leben retten!“

Eine wichtige Erweiterung im neuen DIVI-Intensivregister ist ein Prognose-
Modell, das gemeinsam von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für
Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und dem Robert Koch-Institut (RKI)
entwickelt wird. „Die Zahlen der COVID-19-Patienten, die Anzahl der
Intensivbetten, die Entwicklung der Neuerkrankungen und das Wissen, wie
lange die Patienten in etwa auf der Intensivstation behandelt werden,
ermöglicht es uns in den kommenden Tagen, eine erste Vorhersage zur
Entwicklung der Bettenkapazitäten auf den Intensivstationen treffen zu
können“, so Sektionssprecher Karagiannidis und sein Stellvertreter
Professor Steffen Weber-Carstens, Charité Berlin.

DIVI-Präsident Professor Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere
Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in
Eschweiler, misst dieser Entwicklung höchste Bedeutung bei: Dieser Blick
in die Zukunft verschaffe den Intensivmedizinern im Zweifel Zeit,
Patienten in andere Krankenhäuser zu verlegen, um sich auf akute neue
Fälle vorzubereiten. „Die Leistungsfähigkeit der Datenbank wurde wirklich
erheblich erweitert!“

Morgen, am Donnerstag, den 9. April, wird erstmals auch wieder ein
Tagesreport öffentlich abrufbar sein.

Das DIVI-Intensivregister ist teilweise öffentlich einsehbar unter
www.divi.de oder auch www.intensivregister.de