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Corona-Pandemie stellt enorme Anforderungen an Leitungs- und Führungskräfte im Gesundheitsmanagement

Prof. Dr. Wolfgang Becker, HFH  Foto: Thomas Graf / HFH
Prof. Dr. Wolfgang Becker, HFH Foto: Thomas Graf / HFH
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Prof. Dr. Wolfgang Becker, HFH  Foto: Thomas Graf / HFH
Prof. Dr. Wolfgang Becker, HFH Foto: Thomas Graf / HFH

Die Ausstattung von Gesundheitseinrichtung mit kurzfristig und teils
massenhaft benötigten Ressourcen wie Schutzkleidung und medizinischer
Ausrüstung stellt hohe Anforderungen an die Managementfähigkeiten der
Leitungs- und Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
Für Prof. Dr. Wolfgang Becker von der HFH · Hamburger Fern-Hochschule
unterstreicht dies die Bedeutung einer ganzheitlichen akademischen
Ausbildung, die sowohl die Patienten- und Personalperspektive als auch
betriebswirtschaftliche und qualitätsbezogene Aspekte umfasst.

Die  Bewältigung der Corona-Pandemie stellt das Gesundheitswesen vor
bislang ungekannte Herausforderungen. Zusätzlich zur Behandlung und Pflege
von teils schwer erkrankten Patienten steht vor allem der Schutz des
medizinischen und pflegerischen Personals im Fokus.

Die Beschaffung der hierfür kurzfristig und teils massenhaft benötigten
Ressourcen – etwa Schutzkleidung, Atemmasken, Hygienemittel und
medizinisch komplexe Ausrüstung wie Beatmungsgeräte – konfrontiert
Leitungs- und Führungskräfte in Gesundheitseinrichtungen mit  schwierigen
organisatorischen Aufgaben.

Organisation benötigter Ressourcen erfordert Managementkompetenzen

„Während einer akuten Pandemie schwer verfügbare Ausrüstungen organisieren
zu müssen, stellt enorme Anforderungen an die Managementfähigkeiten der
leitenden Beschäftigten im Gesundheitswesen“, sagt Prof. Dr. Wolfgang
Becker von der HFH · Hamburger Fern-Hochschule.

Hinzu komme, dass deren Einsatz sehr eng mit den medizinisch-fachlichen
Anforderungen abgestimmt werden muss, beispielsweise durch Schulungen des
nicht-spezialisierten Personals. Wohl noch nie zuvor hätten die Strukturen
und Prozesse in der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung unter
solch kurzfristigem Anpassungsdruck gestanden, so der Professor.

Akademische Ausbildung ermöglicht ganzheitliches Management

Das für derartig komplexe Herausforderungen benötigte Know-how in
Organisation, Management und Führung wird vor allem in der akademischen
Ausbildungen vermittelt. Insbesondere berufsbegleitende Fernstudiengänge
können sich in der besonderen aktuellen Situation als äußerst effektiv
erweisen, ist der Studiengangsleiter des berufsbegleitenden
Masterstudiengangs Management im Gesundheitswesen der HFH überzeugt.

Hier werde neben theoretischem Wissen für die Praxis gezielt methodische,
wirtschaftliche und soziale Kompetenz vermittelt. „Auf diese Weise können
Beschäftigte Wissen und Fähigkeiten erwerben, die nicht nur kurzfristig,
sondern auch für die mittel- und langfristige Bewältigung der Folgen von
Erkrankung mit COVID-19 von großer Bedeutung sind“, betont Prof. Becker.

„Wirtschafts-, Sozial- und Methodenkompetenzen zusammenhängend betrachten“

Grundsätzlich sei es wichtig, Gesundheitseinrichtungen ganzheitlich zu
betrachten und zu analysieren, um sie nachhaltig weiterzuentwickeln. Das
bedeute, sowohl die Patienten- und Personalperspektive als auch
betriebswirtschaftliche und qualitätsbezogene Aspekte im Blick zu
behalten.

„Um Versorgungs- und Ausstattungsproblemen, wie wir sie derzeit sehen,
gezielter und effektiver begegnen zu können, kann etwa eine
Professionalisierung im Umgang mit betriebswirtschaftlichen Kennziffern
und managementbezogenen Entscheidungstechniken Prozesse beschleunigen.“
Methoden- und  Sozialkompetenzen wiederum seien notwendig, um notwendige
Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten und mit möglicherweise
auftretenden Widerständen konstruktiv umzugehen.

„In der akademischen Ausbildung von Masterabsolventen legen wir deshalb
großen Wert darauf, dass diese verschiedenen Kompetenzstränge
zusammenhängend betrachtet und gelehrt werden“, so der Professor.