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Videosprechstunde der Chirurgie schützt und schont Patienten des Dresdner Uniklinikums

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Ab sofort bietet die Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie
(VTG) des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ihren Patienten
die Möglichkeit einer Videosprechstunde an. Sofern keine Untersuchungen
notwendig sind, können die Arztgespräche auch online geführt werden.
Hierzu ist lediglich ein mit dem Internet verbundenes Gerät – etwa ein
Smartphone, Tablet oder Laptop – nötig. Die für die Videosprechstunde
entwickelte Plattform erfüllt alle Anforderung des Datenschutzes und kann
nicht nur Sprache und Bilder der Beteiligten übermitteln, sondern auch
medizinische Dokumente.

Mit dem Ziel lange Anfahrtswege zu reduzieren sowie Patienten mit einem
geschwächten Immunsystem zu schützen und universitäre Medizin in der
Fläche zu offerieren, bietet die Klinik für Viszeral-, Gefäß- und
Thoraxchirurgie (VTG) ihren Patienten ab sofort die Möglichkeit einer
Videosprechstunde an. Dazu wurde von der Carus Consilium Sachsen (CCS)
GmbH, ein Tochterunternehmen des Dresdner Uniklinikums, eine auf die
Bedürfnisse des Universitäts-klinikums Dresden zugeschnittene Lösung
entwickelt. „Gerade unsere Krebspatienten, die aus ganz Sachsen und über
die Landesgrenzen hinaus zu uns kommen, profitieren davon, wenn sie für
ein Aufklärungsgespräch vor einer Operation, eine Zweitmeinung oder zur
Nachsorge in unsere Ambulanz kommen. Diese Termine sind oft mit
mehrstündigen Fahrten verbunden. Das lässt sich mit unserer
Videosprechstunde nun vermeiden“, sagt Prof. Jürgen Weitz, Direktor der
Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie. „Während der Corona-
Pandemie sorgt das neue Angebot zusätzlich für eine höhere
Patientensicherheit. Denn das Immunsystem vieler unserer Krebspatienten
ist durch eine der OP vorgeschalteten Chemotherapie oder durch die bereits
erfolgte Operation geschwächt. Durch den Wegfall der Anfahrt in
öffentlichen Verkehrsmitteln oder der Aufenthalt in den Wartebereichen
lässt sich das Infektionsrisiko deutlich senken – und das nicht nur in den
Zeiten des Corona-Virus´.“

Das Uniklinikum Dresden arbeitet seit längerem an Konzepten zur
Digitalisierung für den Klinikbetrieb. „Ein Großteil unserer Bemühungen
findet hinter den Kulissen des Krankenhausbetriebs statt und sorgt für
einen reibungsloseren Betrieb und eine höhere Patientensicherheit“, sagt
Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums.
„Nun haben wir als weiteres Element auch die Kommunikation mit den
Patienten in den Fokus genommen und vor gut einem Jahr die jetzt
etablierte Lösung in Auftrag gegeben.“ Mit der Corona-Krise steigt nun
auch bei vielen älteren Patienten die Akzeptanz für diese und weitere
telemedizinischen Angebote. Deshalb stehen weitere Kliniken des Dresdner
Uniklinikums in den Startlöchern, um ihren Patienten Videosprechstunden
anbieten zu können. Dazu zählen beispielsweise die Kopfschmerzambulanz,
der Bereich Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften, die
Medizinische Klinik III, die Klinik für Dermatologie oder die Abteilungen
Allgemeinmedizin, Psychiatrie sowie die ärztliche und psychologische
Psychotherapie des Medizinischen Versorgungszentrums am
Universitätsklinikum Dresden (MVZ). Weitere Fachabteilungen des Zentrums
werden folgen. Geplant ist insbesondere die Ausweitung der
telemedizinischen Betreuung auf Pflegeeinrichtungen.

„Gerade weil mittlerweile viele Haushalte mit Smartphones, Tablet-PCs oder
Laptops ausgestattet sind, können telemedizinische Leistungen sehr gut
dazu beitragen, den Kontakt zu behandelnden Ärzten schneller und
unkomplizierter zu gestalten. Im Gegensatz zu gängigen
Videokonferenzlösungen erfolgt die Verbindung zwischen Arzt und Patient
direkt und verschlüsselt. Auf diese Weise werden die erhöhten
Datenschutzvorgaben im medizinischen Bereich vollumfänglich eingehalten.“,
so Dr. Olaf Müller, Geschäftsführer der Carus Consilium Sachsen GmbH.

Alles, was für eine Videosprechstunde benötigt wird, ist ein Computer
beziehungsweise Laptop, ein Tablet-PC oder ein Smartphone mit aktivem
Bildschirm, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine
Internetverbindung. Außer einer eigenen von dem Gerät abrufbaren E-Mail-
Adresse ist keine zusätzliche Software erforderlich. Die telemedizinische
Sprechstunde läuft über einen der gängigen und auf jedem Gerät
installierten Internet-Browser. Wenn die Patienten den zur
Videosprechstunde formulierten datenschutzrechtlichen Hinweisen zustimmen
und dem Klinikum übersenden, steht dem ersten Online-Kontakt nichts mehr
im Weg. Der Termin für die Online-Sprechstunde wird per E-Mail mit dem
genauen Zeitpunkt, dem Link, dem Einwahlcode sowie einer Kurzanleitung
übermittelt. Der Patient muss nur den Link zum vereinbarten Zeitpunkt
anklicken und wird so direkt mit dem Arzt verbunden.

Kontakt für Patienten
Sprechstundentermine in der Klinik für Viszeral-, Gefäß- und
Thoraxchirurgie können per Telefon über 0351 458 32 00 oder über
http://www.dresdnerchirurgie.de vereinbart werden.