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Gemeinsamer Appell: Corona bringt Dresdner Kliniken ans Limit

Anzeigenmotiv der Corona-Kampagne der Dresdner Krankenhäuser  Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Anzeigenmotiv der Corona-Kampagne der Dresdner Krankenhäuser Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
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Anzeigenmotiv der Corona-Kampagne der Dresdner Krankenhäuser  Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Anzeigenmotiv der Corona-Kampagne der Dresdner Krankenhäuser Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

In Zeitungsanzeigen und Posts in den Sozialen Medien bitten das
Krankenhaus St. Joseph-Stift, das Diakonissenkrankenhaus Dresden, das
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und das Städtische Klinikum
Dresden mit Nachdruck darum, die Maßnahmen und Verordnungen zur Reduktion
der Corona-Infektionszahl zu unterstützen. Der Aufruf zu einem
verantwortungsvollen Miteinander ist mit dem Appell verbunden, sich an die
AHA-Regeln zu halten und Kontakte zu reduzieren.

"Pass auf! – Auf Dich, auf Andere, auf uns Alle“ – mit diesem gemeinsamen
Appell richten sich die Dresdner Kliniken an die Menschen ihrer Region, um
auf die sich zuspitzende Lage bei der Versorgung von COVID-19-Patienten
aufmerksam zu machen. Inzwischen hat der massive Anstieg der von schweren
gesundheitlichen Problemen betroffenen Infizierten auch die Dresdner
Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht.

„Corona ist real – jeden Tag erleben wir Patienten, die schwer krank sind;
Patienten, die sterben und Pflegekräfte und Mediziner, die an ihre Grenzen
gehen und Tränen in den Augen haben“, sagt Dr. Mark Frank, Leiter des
Koordinationsteams Corona und Ärztlicher Leiter der Notaufnahme am
Städtischen Klinikum Dresden.

Viele vom Corona-Virus SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankungen verlaufen mild.
Doch bereits deutlich spürbare Symptome wie der Verlust des Riech- und
Schmecksinns oder andere, die körperliche Leistungsfähigkeit
einschränkende Probleme können hartnäckig sein und chronisch werden. Was
den in der ärztlichen und pflegerischen Versorgung der COVID-19-Patienten
eingebundenen Medizinern und Pflegekräften die größten Sorgen bereitet,
sind die sehr schweren Fälle.

Für fast alle in den Kliniken behandelten Betroffenen ist diese Infektion
eine Grenzerfahrung. Genau wie für die Dresdner Kliniken – im Extremfall
können sie nicht mehr für alle Patienten in der gewohnt hohen
Behandlungsqualität da sein. Bereits heute arbeiten Pflegepersonal sowie
Ärztinnen und Ärzte am körperlichen und seelischen Limit. Daher rufen sie
gemeinsam die Menschen in der Region auf, sich an Hygiene- und
Abstandsregeln zu halten sowie Kontakte auf das wirklich Notwendige zu
beschränken.

Die zweite Welle der Corona-Pandemie mit der stetig steigenden Zahl an
schwer Erkrankten macht in den Kliniken immer neue und weitreichendere
Entscheidungen notwendig. Binnen weniger Wochen mussten die Dresdner
Kliniken während dieser Welle eine hohe Anzahl an COVID-19-Patienten
versorgen, Infrastruktur und Personal dafür bereitstellen sowie geplante
Eingriffe verschieben. Neben der sehr aufwendigen Versorgung dieser
Patienten gilt es, die gesamte medizinische Versorgung für die
Landeshauptstadt und die Region abzusichern, um auch weiterhin Notfälle
und lebensbedrohliche Erkrankungen uneingeschränkt behandeln zu können.

„Gegenwärtig profitieren wir in Dresden und Ostsachsen noch von der im
Rahmen der ersten Pandemie-Welle vom Universitätsklinikum aufgebauten
regionalen Koordinierungsstruktur. Mit unserer Krankenhausleitstelle
können wir sowohl die Versorgung von COVID-19-Patienten als auch die
Versorgung der weiteren Patienten steuern und absichern. Bisher haben
diese Strukturen im Sinne aller Patienten hervorragend funktioniert. sagt
Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums
Dresden: „Damit das so bleibt, müssen wir zusammenstehen und die Regeln zu
unserem eigenen Schutz und dem Schutz unserer Mitmenschen beherzigen. Nur
so lassen sich die Zustände wie aus dem Frühjahr in Bergamo, Straßburg
oder New York verhindern!“

Die Situation in den Kliniken ist jedoch sehr ernst. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der Dresdner Krankenhäuser leisten derzeit
Außergewöhnliches, sie gehen an ihre eigenen körperlichen Grenzen.

„Jeder, der die Hygiene- und Abstandsregeln einhält und Kontakte
reduziert, zeigt somit nicht nur Verantwortung für seinen Nächsten. Mit
diesem disziplinierten Verhalten kann jeder zeigen, dass er der Arbeit
unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken aufrichtig
Respekt zollt“, unterstreicht Peter Pfeiffer, Geschäftsführer des
Krankenhauses St. Joseph-Stift.

Die Dauer der Belastung ist für die Kliniken und ihren Belegschaften enorm
– es gibt kaum Zeit zum Durchatmen. Unter diesen Bedingungen lässt sich
nicht mehr ausschließen, dass das Gesundheitssystem kollabiert. Denn auch
kurzfristig sinkende Infektionszahlen, führen nicht unmittelbar zum
Rückgang der zu versorgenden Patienten.

„Die intensivmedizinischen Kapazitäten sind begrenzt. Damit diese
ausreichen und wir weiterhin für alle Menschen da sein können, brauchen
wir Ihre Unterstützung“, appelliert Dr. Thorsten Jacobi, Ärztlicher
Direktor des Diakonissenkrankenhauses Dresden. „Für jeden Einzelnen
bedeuten die aktuellen Regeln Beeinträchtigungen im gesellschaftlichen
Miteinander und Leben. Der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
und unserer Patientinnen und Patienten hat jedoch oberste Priorität. Jeder
trägt eine Verantwortung für sich und andere.“

Originalpublikation:
https://www.tag24.de/dresden/lokales/corona-kampagne-von-dresdner-
kliniken-pass-auf-auf-dich-auf-andere-auf-uns-alle-1754877

https://www.uniklinikum-dresden.de/de/startseite_kollektionen/pass-auf-
auf-dich-auf-andere-auf-uns-alle