Mal eben zum Facharzt? Eine Frage der Terminfindung KKH-Umfrage: Vor allem Jüngere dringen seit Corona schwerer zum Experten vor
Um mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, sind auch in Corona-Zeiten Untersuchungen beim Facharzt wichtig. Doch einen Termin zu bekommen, ist auch während der Pandemie nicht immer leicht: Laut einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse haben vor allem Jüngere Probleme: Gut ein Drittel der 18- bis 29-Jährigen sagt, dass es seit der Corona-Krise sogar schwerer sei als zuvor, einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Unter den 30- bis 49-Jährigen gibt dies hingegen nur jeder Achte an, unter den 50- bis 70-Jährigen nur jeder Sechste.
Beim Geschlechtervergleich zeigt sich, dass für Männer seit Corona die Terminvereinbarung beim Experten etwas schwerer ist als für Frauen (21 zu 16 Prozent). Laut Umfrage haben sechs von zehn Deutschen seit Beginn der Pandemie mindestens einmal einen Termin beim Facharzt vereinbart – Frauen etwas häufiger als Männer. Die am häufigsten aufgesuchten Spezialisten sind laut einer früheren Datenerhebung der KKH Orthopäden (rund 28 Prozent), gefolgt von Augenärzten (rund 23 Prozent) und Internisten (rund 22 Prozent).
Wer unabhängig von Vorsorgeuntersuchungen gesundheitliche Probleme hat, kann sich auch zuerst an seinen Hausarzt wenden. Dieser kann bei Bedarf an einen entsprechenden Facharzt überweisen. Wird ein Termin beim Spezialisten besonders schnell benötigt, fügt der Hausarzt der Überweisung einen sogenannten Dringlichkeitsvermerk hinzu. Gesetzlich versicherte Patienten wenden sich mit diesem an die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in ihrem jeweiligen Bundesland und sollten innerhalb von vier Wochen einen Termin bekommen. Allerdings ist es nicht möglich, einen Wunscharzt anzugeben. Es wird aber ein qualifizierter Arzt in Wohnortnähe vermittelt.
