Mini-OPs bei Krebs - Neu an UDE/UK Essen: Andreas Rink
An Magen- oder Darmkrebs erkrankt? Inzwischen kann das oft mit
kleinstmöglichen Eingriffen behandelt werden. Prof. Dr. Andreas Rink vom
Universitätsklinikum Essen (UK Essen) möchte die Verfahren in der Klinik
für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie optimieren. Er hat
die Professur für Minimalinvasive Onkologische Chirurgie an der
Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) angenommen.
Neben Tumoren des Magen-Darm-Trakts widmet sich Professor Rink vor allem
dem Krebs der Speiseröhre, des Dick- und des Enddarms. „Mir geht es
besonders darum, die Funktion der befallenen Organe zu erhalten und
wiederherzustellen. So können wir etwa einen dauerhaften künstlichen
Darmausgang bei einer OP wegen Enddarmkrebs meistens verhindern“, erklärt
der 54-Jährige. Er möchte die minimalinvasiven OP-Verfahren auf komplexe
interdisziplinäre Eingriffe ausweiten. Zudem erforscht er, wie diese
Technik beispielsweise bei Bauchfellkrebs eingesetzt werden kann.
Auch Roboter wird Professor Rink bei den Krebs-OPs als Assistenz
hinzuziehen. „Das bringt die minimalinvasive Präzisionschirurgie weiter
nach vorne. Am UK Essen werden wir zudem evaluieren, wie nützlich sie bei
der Behandlung onkologischer Krankheiten ist.“ Studierenden möchte der
anerkannte Chirurg und Spezialist für chirurgische Tumortherapie die
minimalinvasiven OP-Techniken in Seminaren ebenfalls näherbringen.
Nach sehr gutem Medizinstudium (1986-1993) und ausgezeichneter Promotion
(1994) an der Universität Köln war Andreas Rink mit Unterbrechung bis 2007
Arzt am Klinikum Leverkusen. Dann wechselte er bis 2010 an die Mainzer
Uniklinik, danach bis 2012 ans Evangelische Krankenhaus Köln und 2013 ans
Klinikum Leverkusen. Bevor er an die UDE kam, war er unter anderem seit
2020 außerplanmäßiger Professor an der Uni Mainz und Oberarzt in der
dortigen Universitätsmedizin.
