Gemeinsam für Innovationen im Gesundheitswesen: Zusammenarbeit zwischen EIT Health und EIC gestartet
EIT Health öffnet sein Programm
„Bridgehead“ für Start-ups, die vom European Innovation Council (EIC)
unterstützt werden. Mit dieser ersten Aktivität läuten die
Innovationsnetzwerke ihre kürzlich vereinbarte Pilotkooperation ein.
Das einjährige Projekt ‘EIT-EIC CollabPilot’ soll Synergien zwischen den
beiden Organisationen schaffen, um Europas Innovationen und Technologien
im Gesundheitswesen zu fördern. Das Projekt wurde über Horizon 2020 mit
einer Million Euro gefördert und wird von EIT Health koordiniert. Ein
Kernelement der Vereinbarung ist es, den vielversprechendsten Start-ups zu
ermöglichen, ohne Verzögerung zwischen ausgewählten EIT- und EIC-
Programmen zu wechseln. Somit erhalten sie die Aussicht auf die beste
Unterstützung je nach ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten. Im Rahmen der
Zusammenarbeit werden EIC-unterstützten Unternehmen Flaggschiff-Programme
von EIT Health angeboten, darunter „Bridgehead“, Gold Track und Bootcamps.
„Wir freuen uns, dass die Pilotkooperation von EIT und EIC nun ihre Flügel
über drei neue im Rahmen von Horizont 2020 geförderte Projekte ausdehnt,
darunter der von EIT Health koordinierte ‚‘EIT-EIC CollabPilot‘. Die
Zusammenarbeit ermöglicht uns, Synergien zwischen Organisationen und
Programmen zu testen, Ideen auszutauschen, die besten Innovatoren und
Unternehmer zu unterstützen und lokale Innovationsgemeinschaften zu
erreichen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit EIT Health“, sagte
Jean-David Malo, Direktor des European Innovation Council.
Das „Bridgehead“-Programm, das derzeit im vierten Jahr läuft, unterstützt
Start-ups, die die Tauglichkeit ihrer Lösung in einem oder mehreren
Heimatmärkten bewiesen haben, bei der Expansion in neue internationale
Märkte. Hierfür erhalten Start-ups im Rahmen des Programms finanzielle
Unterstützung und Anleitung durch Mitglieder des geprüften europäischen
Netzwerks. So beraten erstklassige Acceleratoren, Inkubatoren oder Cluster
von EIT Health die teilnehmenden Start-ups zur Umsetzbarbarkeit in den
vorgesehenen Märkten und öffnen ihnen die richtigen Türen, um
grenzüberschreitende Geschäfte zu etablieren und auszubauen.
„EIT Health verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Unterstützung von
Start-ups, speziell im Gesundheitswesen sowie über ein großes Netzwerk,
auf das wir zurückgreifen können. Indem wir sowohl die von EIT Health als
auch die vom EIC entdeckten Start-ups unterstützen, können wir
sicherstellen, dass die Besten die Unterstützung erhalten, die sie
brauchen – sei es in Form von Finanzierung, Kompetenzentwicklung, Investor
Relations oder Wissen und Kontakten, um außerhalb ihres Heimatlandes zu
expandieren. Die Partnerschaft zwischen EIT Health und dem EIC wird es
zwei mächtigen Fürsprechern ermöglichen, sich zusammenzuschließen, um
europäische Start-ups mit der vollen Kraft unserer jeweiligen Ressourcen
zu fördern. Wir fangen in der Pilotphase klein an und unterstützen 28
Start-ups über Bridgehead. Später folgen unsere anderen beliebten
Programme wie Gold Track und Bootcamps. Außerdem hoffen wir, dass wir in
Zukunft expandieren können", sagte Kurt Höller, Director of Business
Creation, EIT Health.
Start-ups im Gesundheitssektor stehen vor großen Herausforderungen, wenn
sie ihr Geschäft in einem komplexen und regulierten Umfeld effektiv
international ausweiten wollen. Der Gesundheitsmarkt in Europa ist stark
fragmentiert, was bedeutet, dass Start-ups das, was in einem Markt gut
funktioniert hat, nicht ohne Weiteres auf einen anderen übertragen können,
da sich die lokalen Vorschriften, Kostenträger und Gesundheitssysteme
stark voneinander unterscheiden. Jüngste Daten von McKinsey & Company
zeigen, dass Europa zwar 36 Prozent aller offiziell finanzierten Start-ups
hervorbringt, aber nur 14 Prozent der weltweiten Start-ups mit einer
Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar vor dem Börsengang oder
einem Exit (Einhörner) der Welt.1 Finanzierung, Fachwissen, Ressourcen und
Kontakte sind allesamt entscheidend für den potenziellen Erfolg von Start-
ups im Gesundheitswesen und ihre Fähigkeit, zu skalieren.
Weitere Informationen über die Möglichkeit für vom EIC unterstützte
Unternehmen, an Bridgehead teilzunehmen, finden Sie unter
https://eithealth.eu/bridgehea
Quellen:
[1] McKinsey & Company 2021. “Europe’s start-up ecosystem: Heating up, but
still facing challenges” Online unter: https://www.mckinsey.com/indus
/technology-media-and-telecomm
ecosystem-heating-up-but-still
August 2021]
Diese Pressemitteilung stellt die Ansicht von EIT Health dar. Während das
beschriebene Projekt eine Finanzierung in Höhe von einer Million Euro
durch das H2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen
Kommission unter der Zuschussvereinbarung Nr. 101035792, erhält, sind der
European Innovation Council und die SMEs Executive Agency (EISMEA) nicht
für die Inhalte dieser Pressemitteilung sowie jegliche Verwendung der
enthaltenen Informationen, auch auszugsweise, verantwortlich. Das
Pilotprojekt wurde am 5. Juli 2021 gestartet und wird zum 4. Juli 2022
automatisch auslaufen.
Über EIT Health Germany
Das European Institute of Innovation & Technology (EIT) ist eine
unabhängige Einrichtung der Europäischen Union, die 2008 gegründet wurde,
um Innovation und Unternehmertum in ganz Europa zu fördern. Seit 2014 ist
die Netzwerk-Initiative auch im Bereich Gesundheit in Europa aktiv. EIT
Health arbeitet zurzeit mit rund 150 Mitgliedern aus 14 Ländern in einer
„Public-Private-Partnership“ an den Lösungen der großen Herausforderung im
Gesundheitswesen unserer Zeit. Führende Unternehmen, öffentliche
Institutionen sowie renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen
entwickeln gemeinsam mit Start-ups und KMUs in innovativen Programmen und
Projekten neue Produkte und Dienstleistungen, die eine nachhaltige
Gesundheitsökonomie in Europa fördern. Ziel ist es, die starke Polarität
der verschiedenen Gesundheitssysteme in Europa zu überwinden, um
etablierten und auch jungen digitalen Unternehmen neue Ressourcen zu
eröffnen und ihre Ideen in gemeinsamen Produkten und Dienstleistungen für
den europäischen Markt zu realisieren.
EIT Health Germany ist eines von insgesamt sieben EIT Health-Zentren in
Europa und betreut in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurzeit 35
Mitglieder aus Industrie, Forschung und Lehre, u.a. Roche, AbbVie, das
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Heidelberg,
aber auch Start-ups und KMUs bei der Entwicklung von bahnbrechenden
Innovationen im Gesundheitswesen.
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