Bewegungspädagogik trifft Sportkommunikation
Bewegung spielt im Lebensstil vieler Menschen eine große Rolle. Damit
Absolventinnen und Absolventen aus dem Sportbereich Bewegungsangebote
besser kommunizieren können, hat die Uni Würzburg eine neue
Lehrkooperation vereinbart.
Mehr Bewegung und Aktivität spielt für viele Menschen eine immer
wichtigere Rolle in ihrem Lebens-stil. Die Themen boomen daher nicht nur
im Gesundheitssport, sondern auch in den Bereichen Thera-pie und
Prävention. Für Studierende der Sportwissenschaft bietet sich in diesen
Feldern daher mittler-weile ein attraktives Angebot am Arbeitsmarkt. Eine
zentrale Herausforderung für Absolventinnen und Absolventen: Um
Gesundheits-, Therapie- und Präventionsangebote richtig zu kommunizieren,
braucht es fundierte Kenntnisse in der Sportkommunikation. Dafür hat die
Sportwissenschaft der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg nun
eine Lehrkooperation vereinbart.
Am Institut für Sportwissenschaft der JMU wurde bereits 2011 der Bachelor-
Studiengang „Bewegungs-pädagogik und Gesundheit“ eingerichtet. Studierende
bilden hier ein humanwissenschaftliches Profil mit pädagogischem
Schwerpunkt aus und qualifizieren sich für spannende Berufe in den Feldern
Prä-vention und Therapie, aber auch in der Organisation und dem Management
von Sport- und Gesund-heitsthemen. Zum Wintersemester 2021/2022 wurde am
Lehrstuhl für Sportwissenschaft eine neue Lehrkooperation mit der
Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart begonnen: Während die Würzbur-ger
Studierenden Expertise im Aufbau von Fachwissen zu den wichtigsten
Gesundheitssportarten auf-gebaut haben, entwickeln die Masterstudierenden
des Studiengangs „Crossmedia Publishing & Ma-nagement“ bei Professor
Christof Seeger an der HdM dafür passende Kommunikationsstrategien und
arbeiten an deren crossmedialer Umsetzung.
„Wir haben im laufenden Wintersemester beide Seminare miteinander
verbunden und arbeiten in gemischten Kleingruppen an der
adressatenorientierten Übersetzung unseres Fachwissens“, erklärt Professor
Harald Lange von der JMU. Neben einer eigens für dieses
Kooperationsprojekt erstellten Homepage (www.gesundheitundbewegung.org
erarbeiten die Studierenden Strategien für die Social-Media-Kommunikation
ihrer bewegungspädagogischen Themen.
Vermittlung von bewegungs- und gesundheitspädagogischen Themen
„Wir treffen uns mit den Studierenden der HdM regelmäßig über Zoom und
bauen unsere Themen in vielen überschaubaren Schritten gemeinsam auf“,
sagt Rebecca Lienert, eine der Beteiligten aus dem Würzburger Studiengang
Bewegungspädagogik. „Diese Teamarbeit ist manchmal zeitaufwendig, aber wir
lernen dabei viel über die Möglichkeiten der modernen Sportkommunikation.
Außerdem können wir uns mit der Hilfe unserer Dozenten auch in der Rolle
von Experten ausprobieren, das ist super mo-tivierend“, meint Alexander
Senft, ebenfalls Student der Bewegungspädagogik.
Professor Lange ist sich sicher, dass diese Zusammenarbeit mit den
Kolleginnen und Kollegen aus Stutt-gart Zukunft hat: „An der Schnittstelle
zwischen Sport und Medien werden auch in Zukunft tausende neuer
Arbeitsplätze entstehen, weshalb gerade die crossmedial ausgerichtete
Vermittlungsperspektive bewegungs- und gesundheitspädagogischer Themen vor
ganz neue Herausforderungen gestellt wird.“ Professor Seeger ergänzt: „Wir
haben erst vor einem Jahr die Studienrichtung Sportkommunikation an der
HdM etabliert und es freut mich sehr, dass wir derartige
Kooperationsprojekte umsetzen können, denn im Zuge der Digitalisierung
unseres Lebens wird die Schnittstelle zwischen Sport und Kommunika-tion
immer wichtiger.“
Neben der Lehre werden aber auch Themen aus der Forschung des Instituts
für Sportwissenschaft für diese Kooperation mit der HdM relevant: „Wir
hatten gleich zu Beginn der Coronapandemie neue Formate für das
Homefitness entwickelt und arbeiten aktuell an der Optimierung der
Wirksamkeit selbst-gesteuerter Bewegungs- und Trainingsprogramme für
Gesundheitssportler aller Altersklassen“, erklärt Lange die Impulse der
ersten Forschungsergebnisse in diesem neuen Themenfeld.
