Deutsche Leberstiftung vergibt Freistellungs-Stipendium für klinisches hepatologisches Projekt
Mit ihrem Freistellungs-Stipendium fördert die
Deutsche Leberstiftung die Initiierung und Planung von klinischen
Projekten oder klinischen Studien im Bereich der Hepatologie. Für 2026
beschloss das Gutachterkomitee die Förderung eines multizentrischen
Registers zur Hepatischen Sarkoidose.
Die Deutsche Leberstiftung engagiert sich stark für eine bessere
Patientenversorgung im Bereich der Lebererkrankungen. Dafür ist
insbesondere die klinische Forschung von großer Relevanz. Daher fördert
die Stiftung mit ihrem Freistellungs-Stipendium klinische Projekte oder
Studien. Das Stipendium kann eingesetzt werden, um eine Freistellung von
Ärzten für die Planung des Projekts zu finanzieren. Es umfasst die
Übernahme von Personalkosten für bis zu drei Monate in Höhe von maximal
25.000,- Euro.
Die Prüfung und Begutachtung der Anträge auf das aktuelle Freistellungs-
Stipendium erfolgte durch ein unabhängiges Gutachterkomitee, dem Prof. Dr.
Marie-Luise Berres, Aachen, Priv. Doz. Dr. Dr. Peter Dietrich, Erlangen
und Prof. Dr. Marino Venerito, Magdeburg, angehörten.
„Für den medizinischen Nachwuchs stellt die Vereinbarkeit von klinischer
Tätigkeit und wissenschaftlicher Arbeit oftmals eine besondere
Herausforderung dar. Eine Freistellung ermöglicht es den Stipendiaten,
sich temporär von der klinischen Versorgung zu lösen und insbesondere
klinisch-translationale Projekte fokussiert anzustoßen und konsequent
voranzutreiben. Auf diese Weise leistet das Freistellungs-Stipendium seit
vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des
wissenschaftlichen Nachwuchses und zur Verbindung von exzellenter
Forschung und universitärer Patientenversorgung“, erläutert Prof. Dr.
Marie-Luise Berres aus dem Gutachterkomitee die Wichtigkeit des
Stipendiums.
Nach gründlicher Prüfung und Diskussion beschlossen die Gutachter
einstimmig, ein multizentrisches Register zur Hepatischen Sarkoidose zu
unterstützen. Das Freistellungs-Stipendium 2026 wird an Priv. Doz. Dr.
Christiana Graf vom LMU-Klinikum München für das Projekt „Multizentrische
nicht-interventionelle Registerstudie zur Charakterisierung der
Hepatischen Sarkoidose (GESAR – German Hepatic Sarcoidosis Registry)“,
vergeben.
Prof. Dr. Marie-Luise Berres beschreibt das geförderte Projekt: „Im Rahmen
des multizentrischen Forschungsprojektes unter der Leitung von Frau Priv.
Doz. Dr. Graf wird erstmalig eine große prospektive Patientenkohorte im
deutschsprachigen Raum zur Hepatischen Sarkoidose entstehen, einer
seltenen und bislang unzureichend erforschten Manifestation der
Sarkoidose. Ziel des Projekts ist es, die Diagnostik zu verbessern und
nicht-invasive Biomarker für Krankheitsverlauf und Therapieansprechen zu
identifizieren. Die Kombination aus klinischer Registerstudie und moderner
Biobank schafft darüber hinaus die Grundlage für evidenzbasierte
Therapieempfehlungen. Insgesamt schätzen wir die Antragstellerin sowie ihr
klinisches und wissenschaftliches Umfeld als äußerst gut geeignet ein,
dieses Projekt zielgerichtet voranzutreiben, und erwarten daraus wichtige
neue Erkenntnisse für die Versorgung der Betroffenen.“
Die mit einer Freistellung geförderte Stipendiatin wurde am 6. Februar
2026 im Rahmen der 42. Jahrestagung der GASL (German Association for the
Study of the Liver) in Freiburg durch den Tagungspräsidenten, Prof. Dr.
Robert Thimme, bekannt gegeben.
