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Informationsdienst Psychische Gesundheit des DZPG geht online

DZPG Informationsdienst Psychische Gesundheit  Copyright: DZPG
DZPG Informationsdienst Psychische Gesundheit Copyright: DZPG
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Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit
(DZPG) hat seinen neuen Informationsdienst Psychische Gesundheit
gestartet. Unter www.info-psyche.org finden Interessierte ab sofort
wissenschaftlich fundierte und allgemeinverständliche Informationen rund
um psychische Gesundheit und Erkrankungen. Das frei zugängliche Angebot
wurde zusammen mit Wissenschaftler:innen des DZPG sowie Betroffenen und
Angehörigen entwickelt und wird kontinuierlich ausgebaut.



Mit dem neuen Informationsdienst schafft das DZPG ein verlässliches
Informationsangebot für die Bevölkerung. Im Mittelpunkt stehen nicht nur
die Fragen, wie psychische Erkrankungen erkannt und behandelt werden,
sondern auch wissenschaftlich gesichertes Wissen darüber, welche Faktoren
die psychische Gesundheit schützen können, wie sich psychische Gesundheit
stärken lässt und wie beginnende Erkrankungen möglichst früh erkannt
werden können.

So bietet www.info-psyche.org zum Beispiel ausführliche Informationen zu
einzelnen psychischen Erkrankungen. Sie informieren über Symptome und
Verlauf, mögliche Ursachen und Risikofaktoren sowie Diagnose und
Behandlung. Weitere Bereiche beschäftigen sich mit dem Leben mit
psychischen Erkrankungen, mit psychischer Gesundheit in Schule,
Ausbildung, Studium und Beruf sowie mit der Frage nach der Offenlegung im
eigenen Umfeld sowie der Suche nach professioneller Hilfe.

DZPG-Sprecherin Prof. Silvia Schneider: „Gerade in unseren Zeiten der
Desinformation ist es wichtig, eine verlässliche, wissenschaftlich
fundierte und verständliche Anlaufstelle für die Bevölkerung zu schaffen
und Prävention stark in den Mittelpunkt zu rücken.“ DZPG-Sprecher Prof.
Peter Falkai ergänzt: „Eine psychische Erkrankung beginnt nicht erst mit
der Diagnose. Wir wollen wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich machen,
damit Menschen Belastungen früh erkennen und passende Hilfe suchen
können.“

Entwickelt mit Wissenschaftler:innen, Betroffenen und Angehörigen

Die Inhalte des Informationsdienstes basieren auf dem aktuellen Stand der
Forschung. Wo wissenschaftliche Erkenntnisse noch unsicher sind oder
unterschiedliche Ergebnisse vorliegen, wird auch das transparent
dargestellt. Gleichzeitig fließt die Perspektive von Menschen ein, die
psychische Erkrankungen aus eigener Erfahrung kennen. Betroffene und
Angehörige aus dem Trialogischen Zentrumsrat (TZR) des DZPG waren an der
Entwicklung des Informationsdienstes und seiner Inhalte beteiligt und
werden an dessen Weiterentwicklung kontinuierlich weiter mitwirken. Ihre
Perspektive trägt dazu bei, Themen auszuwählen, relevante Fragen
aufzugreifen und Informationen so aufzubereiten, dass sie den Bedürfnissen
der Menschen entsprechen, für die sie bestimmt sind.
Eine Sprecherin des TZR betont: „Für die Nutzer:innen des
Informationsdienstes ist es nicht nur wichtig, dass die Inhalte
wissenschaftlich fundiert, sondern auch an ihren Informationsbedarfen
orientiert und verständlich aufbereitet sind. Deshalb bringen Betroffene
und Angehörige ihre Perspektive ein. “

Erster Schwerpunkt zu Social Media und psychischer Gesundheit

Zusätzlich zu seinem wachsenden Informationsangebot greift der
Informationsdienst regelmäßig aktuelle Schwerpunktthemen auf. Zum Start
wird „Internet, Social Media und psychische Gesundheit“ behandelt. Der
Schwerpunkt beleuchtet das Thema aus zwei Perspektiven:
Zum einen geht es darum, wie Social Media und andere digitale Angebote die
psychische Gesundheit beeinflussen können. Beiträge erklären unter
anderem, welche Rolle Nutzungsmuster, soziale Vergleiche, Algorithmen und
Plattformdesign spielen, wann Mediennutzung problematisch werden kann und
welche Erkenntnisse es zu Zusammenhängen mit Schlaf, Stress, Angst oder
Depression gibt. Dabei macht der Informationsdienst auch deutlich, welche
Zusammenhänge wissenschaftlich gut belegt sind und welche Fragen bislang
offenbleiben.

Zum anderen nimmt der Schwerpunkt die Informationen über psychische
Gesundheit in sozialen Medien in den Blick. Denn dort geteilte
Erfahrungsberichte und Informationen können zwar Wissen vermitteln,
Austausch ermöglichen und zur Entstigmatisierung beitragen. Aber
gleichzeitig verbreiten sich dort vereinfachte Darstellungen psychischer
Erkrankungen, zweifelhafte Selbsttests und vermeintlich eindeutige
Diagnosen. Der Informationsdienst gibt Orientierung, wie Nutzer:innen
solche Inhalte einordnen und verlässliche Gesundheitsinformationen
erkennen können.

Informationsdienst auch auf Instagram

Gerade wegen der Desinformation auf Instagram launcht der
Informationsdienst Psychische Gesundheit begleitend zum Online-Start auch
einen eigenen Kanal auf der Plattform. Er vermittelt wissenschaftliche
Erkenntnisse in kompakter Form, greift Fragen und aktuelle Themen rund um
psychische Gesundheit auf und führt zu vertiefenden Informationen auf www
.info-psyche.org.

Über den Informationsdienst Psychische Gesundheit

Der Informationsdienst Psychische Gesundheit ist ein Angebot des Deutschen
Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG). Er stellt wissenschaftlich
fundierte, allgemeinverständliche und unabhängige Informationen über
psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen zur Verfügung. Die
Inhalte entstehen unter Beteiligung von Wissenschaftler:innen sowie
Betroffenen und Angehörigen aus dem Trialogischen Zentrumsrat des DZPG.

www.info-psyche.org