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Auto/Motor

Dynamische Wildunfallwarnung - Projekt Kick-off mit Bundesminister Alexander Dobrindt

Am 21. September 2017 startet offiziell das Projekt WilDa (Dynamische
Wildunfallwarnung unter Verwendung heterogener Verkehrs-, Unfall- und
Umweltdaten sowie Big Data Ansätze) am Technologie Campus der Technischen
Hochschule Deggendorf (THD) in Freyung. Bundesminister Alexander Dobrindt
wird den offiziellen Startschuss für das BMVI-geförderte Projekt geben und
den Bescheid in Höhe von 1,1 Millionen Euro im Rahmen einer Kick-off
Veranstaltung an die Projektbeteiligten überreichen.

Wildunfälle sind für Mensch und Tier ein großes Gefahrenpotential und
lassen Politik, Verkehrs- und Straßenbaubehörden sowie die Jägerschaft
nach besseren Schutzmaßnahmen streben. Unter der Leitung des Technologie
Campus Freyung beschäftigt sich eine interdisziplinäre Forschergruppe aus
den Bereichen der Geoinformatik, Informatik, Wildtierökologie sowie der
Unternehmensförderung im Projekt WilDa mit der Identifikation von
Faktoren, die Wildunfälle beeinflussen. Verkehrs-, Unfall- und Umweltdaten
werden dafür umfassend berücksichtigt. Die Erkenntnisse sollen den
Verkehrsteilnehmern in einer dynamischen, das heißt orts- und
zeitabhängigen Wildunfallwarnung zur Verfügung gestellt werden.

Nach einer kurzen Vorstellung des Projektes wird Bundesminister Dobrindt
am 21. September den Förderbescheid an die Technische Hochschule
Deggendorf und die Universität Freiburg übergeben und das Projekt
offiziell starten. Es werden circa 30 Vertreter von Ministerien und
Verbänden (u.a. ADAC, Bayerischer Jagdverband, wuidi GmbH, Bayerisches
Staatsministerium des Innern, Bayerische Polizei, …) anwesend sein, die
das Projekt als assoziierte Partner oder durch die Bereitstellung von
Daten und Expertise unterstützen.

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Ablenkung am Steuer – eine große Gefahrenquelle im Straßenverkehr: BMVI und DVR starten Aktion #FingervomHandy

Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ wurde heute die Aktion #FingervomHandy gegen Ablenkung am im Straßenverkehr vorgestellt. Ein emotionaler Kinospot sowie umfangreiche Social-Media-Aktionen machen auf die Gefahr von Handynutzung im Straßenverkehr aufmerksam und rufen zu verantwortungsbewusstem Verhalten auf. Eine repräsentative Umfrage liefert zudem aktuelle Zahlen zum Thema Ablenkung im Straßenverkehr.

Nur schnell eine Nachricht beantworten, ein Telefonat führen oder das Navi einstellen: Am Steuer können bereits kurze Momente der Ablenkung lebensgefährlich sein. Laut einer Studie der Allianz Versicherung aus dem Jahr 2016 ist jeder zehnte Verkehrstote auf Ablenkung zurückzuführen. Die neue Aktion #FingervomHandy des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) macht auf die Gefahr von Ablenkung durch Handys und Smartphones im Straßenverkehr aufmerksam. Unterstützt wird diese Aktion unter anderem von YouTuber Oguz Yilmaz und Rapper Kay One, die bereits in den vergangenen zwei Wochen ihre Fans auf eine vermeintlich falsche Fährte lockten: Nutzer von Facebook, Twitter und Instagram waren aufgerufen, unter dem Hashtag #backseatthursday Fotos schöner Kindheitserinnerungen von Fahrten oder Erlebnissen im Auto zu teilen.

 

Anlässlich des heutigen Pressetermins in München löste Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, die erste Phase der Aktion auf. Sie präsentierte den neuen Spot für Kino und Social Media, der die kindliche Geborgenheit im Auto aufgreift und zeigt, wie schnell diese durch Ablenkung am Steuer zerstört werden kann. „Mit diesem Spot möchten wir den Menschen die Gefahr von Ablenkung im Straßenverkehr vor Augen führen. Aufs Handy soll und muss im Alltag niemand verzichten. Aber die Nutzung im Straßenverkehr stellt eine riesige Gefahr dar – für mich selbst, aber auch für alle anderen um mich herum“, erklärt Bär.

 

Inhalt der Aktion sind neben dem Kinospot auch zahlreiche Shareables und GIFs für Social Media mit knackigen Sprüchen und eindeutigen Botschaften gegen Ablenkung im Straßenverkehr. Der Film sowie die animierten Bilder können auf der Website www.runtervomgas.de/ablenkung heruntergeladen und in den sozialen Netzwerken geteilt werden. „Wir glauben an einen Viral-Effekt im Netz und rufen die Online-Community dazu auf, unseren Spot und das Bildangebot in den sozialen Netzwerken zu teilen und so ein deutliches Zeichen gegen Ablenkung im Straßenverkehr zu setzen. Wir freuen uns, dass wir dabei von zahlreichen bekannten Persönlichkeiten unterstützt werden“, so Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des DVR.

 

Eine Sekunde Engagement statt eine Sekunde Ablenkung

Unterstützt wird diese Aktion unter anderem von YouTuber Oguz Yilmaz und Rapper Kay One. „Es verärgert mich, wenn bekannte YouTuber Selfies und Videos beim Fahren posten. Daher rufen wir im Rahmen der Aktion dazu auf, das Handy während der Fahrt in den Flugmodus zu stellen“, so Yilmaz, einer der bekanntesten YouTuber Deutschlands, der vor knapp zwei Wochen den Startschuss für #backseatthursday gegeben hatte. Wie schnell es gehen kann und was es bedeutet, einen wichtigen Menschen bei einem Verkehrsunfall zu verlieren, haben der Rapper Kay One und die Psychologin Katharina Körner am eigenen Leib erfahren müssen. Daher unterstützen auch sie, wie viele weitere bekannte Persönlichkeiten, die Aktion #FingervomHandy. „Eine falsche Entscheidung im Straßenverkehr kann fatale Folgen haben. Wer Auto fährt, sollte sich daher voll auf den Straßenverkehr konzentrieren“, so Kay One, der sich seit dem Verlust eines guten Freundes bei einem Verkehrsunfall für mehr Verkehrssicherheit engagiert. Auch Körner, die ihren Ehemann, Bruder und Sohn durch einen schweren Unfall verlor, ruft zum Mitmachen auf: „Ich weiß, dass eine Sekunde alles für immer verändern kann. Unterstützt die Aktion mit nur einem Klick und sensibilisiert eure Familie und Freunde für die Unfallursache Ablenkung!“

 

Mehr als jeder Zweite lässt sich ablenken

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Kantar TNS unter mehr als 2.500 Personen im Auftrag der Kampagneninitiatoren gaben insgesamt 61 Prozent der Pkw-Fahrer an, sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich in bestimmten Situationen das Mobiltelefon am Steuer zu nutzen: darunter die meisten, wenn sie in einem Stau (52 Prozent) oder an einer roten Ampel (30 Prozent) stehen. Dies, obwohl 92 Prozent aller Befragten das Bedienen von Mobiltelefonen im Straßenverkehr als gefährlich einschätzen. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der befragten Handybesitzer gibt an, durch das Nutzen des Mobiltelefons im Straßenverkehr bereits in eine gefährliche Situation geraten zu sein; davon erlitten sieben Prozent sogar bereits einen Unfall durch Ablenkung.

 

 

Hintergrund „Runter vom Gas“:

Initiatoren der Kampagne „Runter vom Gas“ sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Mit einer emotionalen Ansprache sensibilisiert „Runter vom Gas“ seit 2008 für Risiken im Straßenverkehr sowie eine Vielzahl von Unfallursachen und will damit für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen sorgen.

 

Im Jahr 2016 verloren 3.206 Personen ihr Leben im Straßenverkehr. 2011 waren es noch 4.009 Getötete. Im selben Jahr wurde im nationalen Verkehrssicherheits­programm das Ziel von 40 Prozent weniger Todesopfern im Straßenverkehr bis 2020 definiert.

 

Mehr Informationen zur Kampagne auf:

www.runtervomgas.de 
www.facebook.com/RunterVomGas

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Mehrheit für Tempolimit auf Autobahnen Sind Sie für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen?

 52 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer haben bei einer Befragung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen befürwortet, bei den befragten Frauen lag der Anteil der Befürworterinnen sogar bei 67 Prozent. (Quelle für Foto: DVR, Pixabay)
52 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer haben bei einer Befragung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen befürwortet, bei den befragten Frauen lag der Anteil der Befürworterinnen sogar bei 67 Prozent. (Quelle für Foto: DVR, Pixabay)

Über die Hälfte der Autofahrerinnen und Autofahrer (52 Prozent) ist der Meinung, dass es in Deutschland ein generelles Tempolimit auf Autobahnen geben sollte. Dies ergab eine repräsentative Befragung, die im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) im Juni 2017 vom Marktforschungsinstitut Ipsos bei 2.000 Personen über 18 Jahren durchgeführt wurde. Nur eine geringe Minderheit (ein Prozent) hat zu der Frage keine Meinung. Ebenfalls 52 Prozent aller Befragten gaben an, dass mit einem Tempolimit die Zahl der Verkehrstoten gesenkt werden könnte. Im Jahr 2016 sind 393 Menschen auf deutschen Autobahnen ums Leben gekommen.

Die Ansichten von Männern und Frauen unterscheiden sich erheblich: Bei den Frauen befürworten zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) ein Tempolimit, bei den Männern sind lediglich 38 Prozent dafür. Auffällig sind auch die Unterschiede in den Altersgruppen: Während sich 67 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer ab 55 Jahren für ein Tempolimit aussprechen und 32 Prozent diese Frage mit Nein beantworten, sind bei den 18- bis 34-Jährigen nur 38 Prozent dafür, 61 Prozent dagegen.

Von den Befürwortern eines Tempolimits sprachen sich die meisten (59 Prozent) für Tempo 130 als verbindliche Vorgabe aus.

Der DVR weist darauf hin, dass zu schnelles Fahren eine der Hauptunfallursachen darstellt und – auch auf Autobahnen – für zahlreiche schwere Unfälle ursächlich ist. Zudem erinnert der DVR daran, dass die bereits seit vielen Jahren auf Autobahnen geltende Richtgeschwindigkeit von 130 km/h keine unverbindliche Empfehlung darstellt. Vielmehr könne eine erhebliche Überschreitung der Richtgeschwindigkeit bei einem Unfall als Teilschuld gewertet werden.

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Fahrerassistenzsysteme: Sicherheit in doppelter Hinsicht Aktive und passive Unterstützung beim Autofahren

Der Spurwechselassistent warnt den Fahrer vor einem Fahrzeug auf der Nebenspur Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)
Der Spurwechselassistent warnt den Fahrer vor einem Fahrzeug auf der Nebenspur Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)

Fahrerassistenzsysteme (FAS) unterstützen passiv und aktiv: Der Fahrer behält jederzeit die volle Kontrolle über sein Fahrzeug und bleibt stets verantwortlich. FAS assistieren ihm und unterstützen ihn, wenn zum Beispiel die Konzentration einmal schwindet und die Aufmerksamkeit nachlässt – oder auch, wenn andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen.

FAS sind „beste beifahrer“

Der Mensch handelt nicht immer perfekt: Das Ergebnis sind Unfälle durch zu hohe Geschwindigkeit, mangelnden Sicherheitsabstand, Unachtsamkeit oder Müdigkeit. Für Fahrfehler gibt es geeignete FAS, die uns auf die Gefahr, in die wir uns unbemerkt begeben, aufmerksam machen können. Notbrems-, Spurwechsel- und Spurhalteassistenten korrigieren Fahrfehler und helfen uns in den Momenten, in denen uns die Konzentration kurz verlassen hat. Geschwindigkeitsassistenten warnen bei zu hoher Geschwindigkeit, Abstandsregler passen den Abstand zum Vordermann dem fließenden Verkehr an und Müdigkeitswarner erinnern uns daran, eine Pause einzulegen, bevor wir in den gefährlichen Sekundenschlaf fallen. Das hat nichts mit einer Abhängigkeit von der Technik zu tun, im Gegenteil: FAS sind „beste beifahrer“ – sie entlassen uns nicht aus unserer Verantwortung.

 

Das Fahrerassistenzsystem kontrolliert nicht, es assistiert

Der Begriff „Assistent“ drückt es schon aus: Der Fahrer behält auch bei Aktivierung mehrerer Fahrerassistenzsysteme die volle Kontrolle über seinen Wagen. Die Technik greift nur dann für ihn ein, wenn die Sicherheit dadurch erhöht wird.

 

Zusätzliche Sicherheit durch Entlastung

Auch der sichere, erfahrene Fahrer, der schon viele unfallfreie Jahre absolviert hat, profitiert von der Unterstützung, die die Fahrerassistenzsysteme bieten. Jeder kann in eine Situation kommen in der eine zusätzliche Absicherung, z.B. durch Fahrerassistenzsysteme nötig wird. Zumal die eigene selbstempfundene Unfehlbarkeit nicht ausschließt, dass andere Autofahrer Fehler machen, die einem Schaden zufügen können.

 

FAS in Zahlen

Wen diese Argumente nicht überzeugen, den können vielleicht Zahlen umstimmen: Studien zeigen, dass die Zahl schwerer Unfälle durch breiten Einsatz von Fahrerassistenzsystemen halbiert werden könnte. [1] Ein Viertel der Kollisionen infolge eines Spurwechsels könnte verhindert werden. [2] Damit nicht genug: Im Stop & Go von Anfahren und Anhalten, wie es in Staus oder zähfließendem Verkehr typisch ist, ließen sich mit Fahrerassistenzsystemen zehn Prozent Kraftstoff sparen.[3] Das ist echte Nachhaltigkeit.

 

 

Abbildung: Der Spurwechselassistent warnt den Fahrer vor einem Fahrzeug auf der Nebenspur
Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)

 

 

[1] DEKRA Verkehrssicherheitsreport: http://www.dekra.de/de/verkehrssicherheitsreport-2016

2 Insurance Institute for Highway Safety, Crash Avoidance Potential of Five Vehicle Technologies, IIHS 2008: http://www.iihs.org/frontend/iihs/documents/masterfiledocs.ashx?id=1826

3 Studie der Technischen Universität Dresden, Verkehrliche Auswirkungen von ACC auf den Kraftstoffverbrauch, 2004: https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivw/osv/die-professur/beschaeftigte/martin.treiber/publikationen/document_view?fis_type=forschungsprojekt&fis_id=6931&set_language=en

 

 

Über „bester beifahrer“:

Die Kampagne „bester beifahrer“ des DVR und seiner Partner setzt sich für mehr Sicherheit auf den Straßen durch den Einsatz von FAS ein. Einen Überblick über die Funktionsweise dieser und weiterer FAS bietet die Informationsplattform www.bester-beifahrer.de. Autofahrer finden auf der Webseite die bundesweit einzige Abfragedatenbank zur typengenauen Verfügbarkeit von FAS. Alle Informationen sind auch als App verfügbar: http://app.bester-beifahrer.de/

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