Mehrheit ist füt Pkw-Maut auf Autobahnen
Die in den Koalitionsverhandlungen diskutierte PKW-Maut für die Benutzung der Autobahnen, für die deutsche Autofahrer einen finanziellen Ausgleich erhalten sollen, trifft mehrheitlich auf Zustimmung. 59 Prozent befürworten eine solche Maut, 39 Prozent lehnen sie ab. Ziel einer solchen Maut sollte nach Ansicht von 88 Prozent der Deutschen in erster Linie eine gerechte Verteilung der Kosten für Straßen und Brücken sein, indem Vielfahrer mehr und Wenigfahrer weniger zahlen. Zehn Prozent finden, das Ziel der PKW-Maut sollte in erster Linie sein, zusätzliche Einnahmen für die Staatskasse zu erzielen.
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Das Maut-Modell, das der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung der CSU gemacht hat, kostet unter dem Strich mehr als es bringt. Wie eine vom ADAC in Auftrag gegebene aktuelle Studie zeigt, belaufen sich die Brutto-Einnahmen einer möglichen Autobahn-Vignette für alle Pkw-Fahrer auf gut drei Milliarden Euro. Die erzielbaren Einnahmen von deutschen Pkw-Fahrern lägen bei 2,77 Milliarden Euro, von den ausländischen kämen 262 Millionen Euro in die Kassen. Die Erhebungskosten einer solchen Maut, die für den Vertrieb, die Erfassung und die Kontrollen anfallen, beliefen sich auf mindestens 300 Millionen Euro. Würde, wie Seehofer und die CSU die Autofahrer glauben machen wollen, den Deutschen über eine Kompensation bei der Kfz-Steuer die Maut-Ausgaben in voller Höhe zurückerstattet werden, müsste der Bund sogar noch Geld zuschießen. ADAC Präsident Peter Meyer: "Herr Seehofer ist mit dem Thema 'Ausländer-Maut' im Wahlkampf auf Stimmenfang gegangen. Sein Maut-Vorschlag entpuppt sich jetzt immer mehr als Schnapsidee. Ich fordere die Koalitionäre auf, endlich zur Sacharbeit zurückzukehren. Jetzt sind Realismus, Vernunft und Augenmaß gefragt, denn jetzt geht es um die Zukunft unserer Straßen.