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Gesundheit

Bundesministerin Schwesig spricht auf der 12. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft

 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig c PixelioDigitalisierung als Chance für das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern
Am Mittwoch, dem 13. Juli 2016, wird die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, auf der 12. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock/Warnemünde erwartet.

Vor den über 600 geladenen nationalen wie internationalen Teilnehmern der Konferenz wird die Bundesministerin im Rahmen des Abendempfanges in ihrer Keynote auf die Bedeutung des digitalen Wandels für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns und der Gesundheitswirtschaft eingehen. Gerade für die Versorgung von ländlichen Räumen bietet die Digitalisierung enorme Chancen. Ebenso hängt eine gute Gesundheitsversorgung von guten Arbeitsbedingungen für Fachkräfte und ihrer Möglichkeit ab, Familie und Beruf gut zu vereinbaren.

Wann:
Mittwoch, 13. Juli 2016, um 19:00 Uhr

Wo:
Kongresszentrum der Yachthafenresidenz,
Am Yachthafen 1, 18119 Rostock-Warnemünde

Im Anschluss an ihre Rede wird Bundesfamilienministerin Schwesig interessierten Medienvertretern für Nachfragen zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen sowie laufende Programmaktualisierungen unter http://www.konferenz-gesundheitswirtschaft.de.

Die 12.@NBK_GW auf Twitter #Gesundheit2016

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Was macht die Leber krank? – Arzt-Patienten-Seminar der Deutschen Leberstiftung in Berlin

Anatomisches menschliches Modell c PixelioExperten schätzen, dass es in Deutschland mindestens 5 Millionen Leberkranke gibt. Um die Früherkennung und die Behandlung von Lebererkrankungen sowie die Versorgung von Patienten mitLebererkrankungen zu verbessern, wurde die Deutsche Leberstiftung 2006 gegründet. Zum zehnjährigen Bestehen bietet die Stiftung am 1. Dezember 2016 ein Arzt-Patienten-Seminar in Berlin an.


Im Arzt-Patienten-Seminar „10 Jahre Deutsche Leberstiftung“ beantworten renommierte Experten die häufigsten Fragen zu Lebererkrankungen und stellen aktuelle Erkenntnisse in der Leberkunde vor. Daraus ergibt sich ein vielfältiges, hochinteressantes Programm. Den Vorsitz der Veranstaltung haben Prof. Dr. Fritz von Weizsäcker, Schlosspark-Klinik Berlin und Sabine von Wegerer, Berliner Leberring e. V.

Die Leber ist unser größtes inneres Organ und übernimmt in unserem Körper zahlreiche lebenswichtige Aufgaben. Ist die Leber krank, kann sie diese nicht mehr erfüllen. Oft werden Lebererkrankungen erst spät erkannt, könnten aber durch verschiedene Blutwerte frühzeitig entdeckt werden. Prof. Dr. Markus Cornberg von der Medizinischen Hochschule Hannover und medizinischer Geschäftsführer der Deutschen Leberstiftung erklärt die Aufgaben der Leber und stellt die Leberwerte sowie ihre Bedeutung vor.

Eine Hauptursache für die Erkrankung der Leber ist eine Infektion mit einem Hepatitis-Virus, die dann beispielsweise zu einer chronischen Hepatitis B oder C führen kann. Dr. Axel Baumgarten aus der Praxis Driesener Straße, Berlin und Dr. Ruth Zimmermann vom Robert Koch-Institut erklären, welche Viren esgibt, zu welchen Erkrankungen diese führen und wie diese behandelt werden können.

Auch eine kalorienreiche Ernährung und zu viel Alkohol können die Leber schädigen und zu schweren Erkrankungen des Organs führen. Prof. Dr. Eckart Schott von der Charité, Virchow Klinikum Berlin, erläutert die durch Fett und Gifte entstehenden Erkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten.

Ist die Leber länger krank, droht eine Veränderung des Lebergewebes bis zur Zirrhose, mit der die Leber ihre Aufgaben nur noch sehr eingeschränkt erfüllen kann sowie der Leberzellkrebs, weltweit eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Prof. Dr. Elke Roeb von der Justus-Liebig-Universität Gießen erläutert den Verlauf von Lebererkrankungen, deren Spätfolgen und zeigt Möglichkeiten der Therapie auf.

In den jeweils anschließenden Diskussionen können Fragen von Teilnehmern zu den Themen der Vorträge von den Experten besprochen und beantwortet werden. In der Pause wird ein kleiner Imbiss gereicht.

„Mit diesem Arzt-Patienten-Seminar bieten wir Patienten und Interessierten spannende und gut verständliche Vorträge zu den wichtigsten, meist gefragten Themen im Bereich der Lebererkrankungen“, betont Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. „Ich freue mich, dass wir so hochkarätige Referenten und Vorsitzende gewinnen konnten. Mit dieser Veranstaltung erfüllt die Stiftung im Jubiläumsjahr ihren Satzungsauftrag in ganz besonderer Weise. Wir hoffen, dass viele Teilnehmer die Gelegenheit nutzen, sich über die Leber und Lebererkrankungen zu informieren“, lädt er zum Seminar ein.

Das Arzt-Patienten-Seminar „10 Jahre Deutsche Leberstiftung“ findet am 1. Dezember 2016 ab 17:30 Uhr in Berlin, Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, Charitéplatz 1 (auf dem Gelände: Virchowweg 16) statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen und das komplette Programm des Arzt-Patienten-Seminars können unter: http://www.deutsche-leberstiftung.de/aktuelles/veranstaltungen abgerufen werden. Dort besteht auch die Möglichkeit, sich anzumelden. Eine Anmeldung kann auch telefonisch in der Geschäftsstelle der Deutschen Leberstiftung unter Telefon 0511 532 6819 erfolgen.

10 Jahre Deutsche Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheiltwerden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information undBeratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker inmedizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung seit ihrer Gründung vor zehn Jahren sehr erfolgreich. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien – jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-642-1, € 16,95: www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

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Gesundheitswesen: Ostfalia erprobt berufsbegleitende Module im Studium

Teilnehmerinnen undn Teilnehmer für PuG-Teilprojekt "Bachelor Upgrade Angewandte Pflegewissenschaften" gesucht!

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Wettbewerbs "Aufstieg durch Bildung" werden im „Verbundprojekt Pflege und Gesundheitswissenschaften PuG“ qualitativ hochwertige berufsbegleitende, wettbewerbsfähige, wissenschafts- und forschungsnahe Studienangebote entwickelt. In diesem Zusammenhang erprobt die Fakultät Gesundheitswesen der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften im PuG-Teilprojekt "Bachelor Upgrade Angewandte Pflegewissenschaften" aktualisierte und modifizierte Studienschwerpunkte in den Bereichen "Pflege im Kontext geriatrischer Phänomene" sowie „Versorgung von Menschen mit Beeinträchtigungen aus multidisziplinärer Perspektive“ im berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang "Angewandte Pflegewissenschaften".

Der innovative Lehr- und Lernprozess im Blended Learning Format berücksichtigt individuelle Lernerfahrungen und integriert unterschiedliche Arbeitsphasen, Lehr- und Lernstrategien, Bildungstechnologien und Lernorte. Neben einem geringen Anteil an Präsenzphasen an der Hochschule wird von zu Hause aus gearbeitet.

Projektziele sind die Versorgungsqualität von älteren Menschen sowie von Menschen mit Beeinträchtigungen und ihrem helfenden Umfeld zu optimieren bzw. Bildungschancen bei Berufstätigkeit, Berufsrückkehr, Vereinbarkeit von Berufstätigkeit, Familie und hochschulischer Weiterqualifizierung zu stärken und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Interessierte, die sich an der Gestaltung neuer berufsbegleitender Qualifizierungsangebote beteiligen wollen, können sich ab sofort für einzelne Erprobungs-Module anmelden, ebenso für weitere neue Module, die ab September angeboten werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.ostfalia.de/g/forschungs-entwicklungsprojekte

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Elektrostimulation: Kribbeln statt brennendem Schmerz

Dank der rückenmarksnahen Elektrostimulation (englisch: Spinal Cord Stimulation – SCS) können die Experten der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ausgewählten Patienten mit Rücken- und Nervenschmerzen – Neuropathien – nachhaltig helfen. Seit 1995 werden am Uniklinikum SCS-Systeme implantiert. Über Elektroden regen diese bestimmte Nervenfasern entlang des Rückenmarks an und unterdrücken so die Weiterleitung von Schmerzmeldungen ans Gehirn. Diese Behandlungsmethode ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden und wird erst dann erwogen, wenn sich mit anderen Therapieformen keine Besserung erzielen lässt.


Bei der rückenmarksnahen Elektrostimulation werden über einen kleinen Eingriff Elektroden implantiert, die elektrische Impulse von geringer Spannung epidural – über die harte Hirnhaut des Rückenmarks – an die Hinterstränge des Rückenmarks abgeben. Auf diese Weise lassen sich Missempfindungen und Schmerzen, die über diese Nervenbahnen ins Gehirn gelangen, unterdrücken. Die Experten der Klinik für Neurochirurgie haben auf diese Weise bereits vielen Patienten helfen können. So auch Sylvia Hesse. Die heute 50-Jährige erlitt vor mehr als 15 Jahren einen schweren Bandscheibenvorfall. Eine Operation konnte ihr die Schmerzen nur knapp drei Jahre nehmen. Die Ärzte bekamen den heftigen Schmerz danach weder durch weitere Therapien noch durch starke Medikamente in den Griff. Verstärkt wurde das Leiden durch Veränderungen eines Wirbels. Zwar ließ sich diese zusätzliche Schmerzquelle durch eine zweite Operation ausschalten, doch danach sorgte Narbengewebe dafür, dass Sylvia Hesse weiterhin litt.

„Das waren brennende Schmerzen vom unteren Rücken bis zu den Zehen“, erinnert sie sich. Ihr Leben drehte sich nur noch um die Angst vor noch stärkeren Schmerzattacken. An eine reguläre Arbeit als Altenpflegerin war nicht mehr zu denken. Erst vor sechs Jahren erfuhr sie von der Rückenmarkstimulation. Und schnell stellten die Neurochirurgen des Uniklinikums fest, dass bei ihr die Erfolgschancen dieser Methode gut waren. So entschied sich Sylvia Hesse für eine OP. Dabei wurde ihr über einen kleinen Schnitt am Rücken eine Elektrode am Rückenmark implantiert. Hinzu kam ein kleiner, ebenfalls implantierter Impulsgeber. Mit einem Handgerät kann die Patientin die Stärke der Stimulation selber einstellen. Die Elektroden des SCS senden elektrische Impulse geringer Intensität aus, um bestimmte Nervenfasern entlang des Rückenmarks anzuregen. Auf diese Weise werden Schmerzmeldungen nicht mehr an das Gehirn übertragen. Dank der elektrischen Impulse spüren die Patienten anstatt des Schmerzes ein angenehmeres Kribbeln oder eine Empfindung wie bei einer Massage – der sogenannte Parästhesie-Effekt tritt ein.

„Die Schmerzen sind da, aber sie treten in den Hintergrund“, schildert Sylvia Hesse den Effekt. Die SCS schalte den Schmerz im Kopf ab. Ein Befreiungsschlag für die 50-Jährige: Heute braucht sie kaum noch Medikamente, kann ganz normal ihre Hausarbeit verrichten und sich um ihre beiden erwachsenen Kinder kümmern. Da das Schmerzempfinden am Morgen häufig geringer als abends ist, braucht sie den Stimulator auch nicht den ganzen Tag angeschaltet lassen. Trotzdem spürt die Schönaerin, die heute in Rheinland-Pfalz lebt, die Elektroden im Rücken. Eingeschränkt ist sie dadurch nur, dass sie extreme sportliche Belastung unterlassen und die Nähe zu stärkeren elektromagnetischen Feldern – etwa Induktionskochherde – meiden sollte. Auch muss sie alle acht Tage den implantierten Impulsgeber aufladen. Dass Sylvia Hesse nach sechs Jahren zurück in die Klinik für Neurochirurgie des Dresdner Uniklinikums kam, lag daran, dass die Batterie erschöpft war. Deshalb implantierten ihr die Neurochirurgen Anfang April unter lokaler Betäubung ein neues Gerät.

Eine Erst-Implantation des SCS erfolgt in zwei Schritten: Nachdem die Spezialisten entschieden haben, dass ein Patient für die Stimulation geeignet ist, testeten sie die Rückenmarkstimulation bei ihm. Dazu werden erst einmal nur die Elektroden implantiert. Dies geschieht unter laufender Röntgenkontrolle, um die richtige Position der Elektroden zu finden. Parallel wird getestet, ob die elektrische Stimulation die Schmerzgebiete des Patienten erreicht. Dazu schließen die Neurochirurgen bereits während des Eingriffs die Elektrode an einen externen Stimulator an. Um die Elektroden optimal platzieren zu können, muss der Patient bei vollem Bewusstsein sein. Allerdings sind an diesem Eingriff Narkoseärzte beteiligt, so dass die Implantation schmerzfrei verläuft. Nach erfolgreichem Test wird das akkugetriebene Stimulationsgerät mit den bereits eingebrachten Elektroden verbunden.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.uniklinikum-dresden.de/nch

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