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Gesundheit

Neubau des Universitätsklinikums Jena: Umzugsphase beginnt Ende August

Blick auf die neue Frontseite des Universitätsklinikums Jena: Rechts Gebäudeteil „A“ mit dem künftigen Haupteingang, links Gebäudeteil „E“.  Foto: UKJ/SzaboÜber 500 Patienten werden schrittweise an neue Standorte verlegt

Der Umzugsplan für das Universitätsklinikum Jena (UKJ) steht. Die neuen Gebäude am Klinikstandort Lobeda werden ab Ende August/Anfang September in mehreren Schritten bezogen. Umziehen werden über 500 Patienten, etwa die Hälfte davon aus jetzigen Innenstadtkliniken. Auch rund 7.500 Gegenstände, vom OP-Roboter über Patientenbetten bis hin zum Schreibtisch, werden zum neuen Klinikstandort transportiert. Der anstehende Umzug von u.a. zwei Instituten und elf Kliniken soll im Februar 2017 abgeschlossen sein.

Der Neubau des UKJ umfasst mehrere Bauprojekte: Ein Forschungs- und Institutsgebäude und ein zweiteiliges Gebäude zur Krankenversorgung mit den beiden Häusern „A“ und „E“. Hinzu kommen ein zusätzliches Bettenhaus mit zwei Stationen und das neue Parkhaus, das seit Mai im Betrieb ist. Nach dem Umzug wird die jetzige „Klinik für Innere Medizin“, seit 1980 in Betrieb, abgerissen und an dieser Stelle das Haus „A“ bis 2019 komplettiert.

Mit dem zweiten Bauabschnitt wächst das einzige Thüringer Universitätsklinikum auch räumlich als Klinikum zusammen: Mit Ausnahme der bereits sanierten Psychiatrie werden alle klinischen Disziplinen, nahezu alle klinisch relevanten Diagnostikleistungen und ein großer Teil der klinischen Forschung am Standort in Jena-Lobeda vereint. Aktuell sind viele der teils historischen Klinikbauten des UKJ noch über das Stadtgebiet verteilt.
Neues Bettenhaus macht den Anfang

Ende August/Anfang September werden zuerst zwei Stationen mit 68 Betten für krebskranke Patienten in Betrieb genommen. Diese Patienten werden dabei innerhalb des Klinikums in Lobeda verlegt.
Im gleichen Monat startet der Bezug des neuen Forschungs- und Institutsgebäudes, das direkt an der Erlanger Allee liegt. Neben verschiedenen Forschungslaboren werden hier das Institut für Rechtsmedizin und das Institut für Humangenetik ihre neuen Standorte haben.
Für Mitte November ist dann die Inbetriebnahme des Gebäudekomplexes „E“ geplant. Dort werden zukünftig u.a. Frauen, Schwangere, Neugeborene, Kinder und Jugendliche unter einem Dach betreut. Bislang sind Kinderklinik, Kinderchirurgie, Kinderradiologie und Geburtshilfe auf vier Standorte in der Jenaer Innenstadt bzw. Lobeda verteilt. Dies bedeutete bislang zum Teil aufwändige Transporte zwischen den einzelnen Bereichen. Während des Umzugs werden über 100 Patienten verlegt.

Der letzte Umzugsschritt für den Gebäudekomplex „A“ in Lobeda wird dann nochmals in zwei Phasen unterteilt. Er umfasst zum einen die Umzüge aus der Augenklinik, der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, der Urologie und der Frauenklinik (alle in der Innenstadt verteilt, ca. 140 stationäre Patienten) und zum anderen den Umzug von über 200 Patienten der Kliniken für Innere Medizin, die innerhalb von Lobeda umziehen. Dieser Schritt ist für Anfang Februar geplant. Mit der kompletten Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnittes des UKJ in Jena-Lobeda werden zudem etwa 1.300 Mitarbeiter an den neuen Standort wechseln.

„Der Umzug bei laufendem Klinikbetrieb ist ein logistischer Kraftakt. Alle umziehenden Kliniken und Einrichtungen sind eng in die Vorbereitungen eingebunden. Jeder Patient wird bei der Verlegung durch qualifiziertes Personal im Krankenwagen begleitet, wie bei einer normalen Verlegung in ein anderes Krankenhaus“, erklärt Dr. Brunhilde Seidel-Kwem, Kaufmännischer Vorstand und Sprecherin des UKJ-Vorstandes. Die Patientenverlegungen werden jeweils samstags durchgeführt. Hierzu werden rund 20 Krankenwagen zwischen Lobeda und dem Innenstadtbereich pendeln. Bis der letzte Patient eine Station verlassen hat, bleibt diese Station voll betriebsbereit, gleichzeitig muss die aufnehmende Station im Neubau bereits vor Eintreffen des ersten Patienten in voller Bereitschaft sein. Erst dann wird mit dem Umzug begonnen. Die konkreten Umzugstermine werden mit Blick auf die Verkehrssituation auch mit der Stadt Jena abgestimmt.

Bislang rund 32.000 Patiententransporte pro Jahr

„Mit dem zweiten Bauabschnitt können wir die Versorgung unserer Patienten entscheidend verbessern. Das betrifft nicht nur den Komfort auf den neuen Stationen. Auch die vielen Transporte zwischen den Standorten entfallen. Durch die räumliche Nähe wird sich auch die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen noch weiter vertiefen“, betont Privatdozent Dr. Jens Maschmann, Medizinischer Vorstand der Thüringer Uniklinik. Bislang mussten jährlich aufgrund der dezentralen Gebäudestruktur des UKJ rund 32.000 Patiententransporte zwischen den einzelnen Klinikstandorten durchgeführt werden. Hin- und Rückfahrt zählen dabei jeweils als ein Transport. Alleine zwischen dem Bachstraßenareal in der Innenstadt und dem Klinikcampus in Lobeda beträgt die einfache Wegstrecke 8,2 Kilometer. Ein enormer Vorteil sei zukünftig auch die direkte Nachbarschaft der Pflegestationen in einem Gebäudekomplex, so Maschmann: „Ist eine Station stark ausgelastet, können Patienten bei Bedarf im direkt angrenzenden Stationsbereich versorgt werden. So können wir bei hohen Patientenzahlen flexibel und schnell reagieren.“

Praxisbezogene Forschung und Lehre

Forschung und Lehre werden ebenso von der neuen räumlichen Nähe profitieren. Bis zu 300 Wissenschaftler und Doktoranden werden im modernen, 90 Meter langen Forschungs- und Institutsgebäude ein neues Domizil finden. „Ein großer Vorteil ist, dass zentrale Infrastruktureinrichtungen, z.B. Kühlzellen oder besonders ausgestatte Funktionsräume nun gemeinsam verwaltet und genutzt werden können. Die Forscher arbeiten Tür an Tür auf dem neuen Medizin-Campus“, erläutert Prof. Dr. Klaus Benndorf, Dekan der Medizinischen Fakultät und Wissenschaftlicher Vorstand des UKJ. Zudem entstehen im Neubau auch zwei Hörsäle und neue Seminarräume, die direkt in den Klinikbereichen liegen und damit eng mit der Krankenversorgung verzahnt sind. „Für den ausgeprägten Praxisbezug des reformierten Medizinstudiums hier in Jena ist das ein wichtiger Faktor“, so der Medizin-Dekan.

Positive Entwicklung während der Bauphase fortgesetzt

Wie wichtig der Bau eines weiteren Bettenhauses war, belegen auch die Patientenzahlen des UKJ für das Jahr 2015. Stationär wurden 52.915 Menschen an der Jenaer Uniklinik behandelt, 308 mehr als 2014. Noch ausgeprägter war der Anstieg bei den ambulant versorgten Patienten der Thüringer Uniklinik: Hier gab es einen Anstieg um fast 4.000 auf 275.800 ambulante versorgte Patienten. Rein rechnerisch betrachtet wäre damit jeder siebte Thüringer 2015 einmal Patient am UKJ gewesen. Allerdings nur im Rechenmodell: In der Realität ist es so, dass es viele Patienten gibt, die mehrmals oder regelmäßig am UKJ versorgt werden müssen. „Diese Zahlen zeigen aber eindrucksvoll, wie groß das Vertrauen der Patienten in das UKJ ist“, betont Vorstandsprecherin Dr. Seidel-Kwem.
Daher konnte das UKJ auch 2015 eine stabile Finanzlage verzeichnen. So wurden alleine in den letzten drei Jahren, ohne Drittmittelprojekte, am UKJ über 80 neue Stellen geschaffen. Der Anstieg der Personalkosten, bedingt durch Einkommenszuwächse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einem weiteren Aufbau des Personals, wurde erfolgreich kompensiert.

 
Der zweite Bauabschnitt des UKJ kompakt

2. April 2012: Übergabe des Zuwendungsbescheides
2. Oktober 2013: Grundsteinlegung
11. November 2014:Richtfest

Das Projekt zählt zu den größten Klinikneubauten in Deutschland. Es bietet auf rund 50.000 Quadratmetern Nutzfläche Platz für insgesamt 15 Kliniken und Institute. In mehreren Gebäudeteilen entstehen Flächen für 710 Betten und 12 Operationssäle. Dem steigenden Raumbedarf für patientenorientierte Forschung und Lehre wird der zweite Bauabschnitt u.a. mit einem Forschungsgebäude direkt an der Erlanger Allee gerecht.
Das Bauprojekt umfasst auch größere Maßnahmen im Außenbereich und die Neugestaltung des Drackendorfer Parks. Vor der Gebäudefront entsteht ein öffentlicher Platz als Campus und 350 neue Bäume werden gepflanzt.

Die Investitionskosten für den zweiten Bauabschnitt des UKJ belaufen sich auf 310 Millionen Euro. Davon trägt das Land 223 Millionen Euro, das UKJ ca. 87 Millionen Euro.
Zudem investierte das UKJ aus eigenen Mitteln weitere 10,5 Millionen Euro in das neue Bettenhaus. Der externe Betreiber Contipark errichtete in Eigenregie das neue Parkhaus für rund 13 Millionen Euro. Weitere Investitionen dienen zur Integration neuester Medizin- und Betriebstechnik in den zweiten Bauabschnitt, z.B. für neue minimal-invasive Verfahren, zur hochauflösenden Bilddarstellung oder zur erforderlichen Anpassung an geänderte gesetzliche Normen, die zum Abschluss der Planung noch nicht absehbar waren. So gab es z.B. neue Anforderungen bei der Verkürzung der Unterbrechungszeiten bei Stromausfällen. Diese Investitionen werden vom UKJ und vom Land getragen.

Umziehende Einrichtungen

In das Forschungs- und Institutsgebäude:
Institut für Rechtsmedizin
Institut für Humangenetik

Forschungseinrichtungen der Kliniken

In das Haus „E“

Frauenklinik – Abteilung Geburtshilfe
Frauenklinik – Abteilung Gynäkologie

Kinderchirurgie
Kinderklinik (Allgemeine Pädiatrie, Hämatologie/Onkologie, Neonatologie, Neuropädiatrie)
Kinderradiologie

In das Haus „A“

Klinik für Augenheilkunde
Klinik für Nuklearmedizin
Klinik für Urologie
Klinik für HNO

Klinik für Innere Medizin I
Klinik für Innere Medizin II (KMT-Station zusammen mit der Kinderklinik)
Klinik für Innere Medizin III
Klinik für Innere Medizin IV

In das neue Bettenhaus

Stationen der Klinik für Innere Medizin II (Hämatologie/Onkologie)

Schritte nach dem Umzug
- Abriss der alten Klinik für Innere Medizin (KIM) in 2017
- Fertigstellung von Haus „A“ mit dem Gebäudeteil „A5“ auf dem Standort der alten „KIM“ bis 2019
- Nach Fertigstellung von Gebäudeteil „A5“: Umzug der Hautklinik (Erfurter Straße), der Klinik für Geriatrie und der Klinik für Strahlentherapie (beide Bachstraße).
- An ihren jetzigen Standorten in der Stadt verbleiben dauerhaft:
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
- Der Gebäudekomplex „Alte Chirurgie“ in der Bachstraße wird auch zukünftig durch das UKJ genutzt (Zahnmedizin, Lehre, Verwaltung), für die Augenklinik besteht aktuell noch kein abgestimmtes Nachnutzungskonzept. Alle weiteren Liegenschaften, die zukünftig nicht mehr durch das UKJ genutzt werden, werden dem Land Thüringen übergeben.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.uniklinikum-jena.de

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Klinische Prüfungen an dementen Menschen? Ein Thema im Studiengang Clinical Trial Management

Um Demenzerkrankungen künftig besser heilen zu können, diskutiert die
Bundesregierung derzeit über eine „Probandenverfügung“. Mit einer solchen
Verfügung soll es Probanden ermöglicht werden, der Teilnahme an einer
klinischen Studie im Vorfeld einer Demenzerkrankung zuzustimmen.


Um Demenzerkrankungen künftig besser heilen zu können, diskutiert die
Bundesregierung derzeit über eine „Probandenverfügung“. Mit einer solchen
Verfügung soll es Probanden ermöglicht werden, der Teilnahme an einer
klinischen Studie im Vorfeld einer Demenzerkrankung zuzustimmen.

Die Probanden wissen zum Zeitpunkt der Einwilligung nur wenig über die
potenziellen Nebenwirkungen. Sicher ist allerdings, dass ihnen selbst der
mögliche Nutzen des getesteten Medikaments nicht mehr helfen wird. Es
handelt sich um einen Gruppennutzen: Der Einzelne willigt in einen Versuch
ein, während positive Erkenntnisse erst zukünftigen Patienten mit dem
gleichen Krankheitsbild zugutekommen.

Kann man einer Teilnahme an einer klinischen Studie per Verfügung vorab
zustimmen? Ist dies ethisch vertretbar? Um die Risiken für Probanden
möglichst gering zu halten und eine sichere Versorgung mit Arzneimitteln und
Medizinprodukten zu gewährleisten, gibt es zahlreiche Regularien. Dies sind
Themen, mit denen sich der Fernstudiengang Clinical Trial Management der
Beuth Hochschule für Technik Berlin beschäftigt.

Der Master Clinical Trial Management wird seit dem Wintersemester
2010/2011 am Fernstudieninstitut der Beuth Hochschule für Technik Berlin
angeboten. Das Studium führt zum international anerkannten Grad Master of
Science und ist speziell auf Teilnehmer/-innen ausgerichtet, deren fachlicher
und/oder beruflicher Hintergrund den Naturwissenschaften zuzuordnen ist.
Das Studium startet am 1. Oktober 2016, Anmeldungen sind noch bis zum 1.
September 2016 möglich.

Kontakt:
Tel. (030) 4504-2100 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.beuth-hochschule.de/ctm

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Pflegeausbildung auf Studium anrechnen lassen

Pflegestudiengang SymbolbildPflegestudiengänge an Frankfurt UAS vereinfachen Berufserfahrenen den Zugang. Zur Förderung der Durchlässigkeit von der beruflichen in die hochschulische Bildung hat die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) im Rahmen des Projekts „MainCareer – Offene Hochschule“ pauschale Anrechnungsverfahren umgesetzt und weiterentwickelt. Durch das pauschale Anrechnungsverfahren verringert sich neben dem Arbeitspensum des Studiums auch der Aufwand für die Studierenden bei der Antragstellung. Im Bereich der Pflege bestehen diese für die Bachelor-Studiengänge Pflege- und Case Management sowie Pflege.
Für das kommende Wintersemester 2016/17 wurde die pauschale Anrechnung auf den Bachelor-Studiengang Pflege von 30 Credit Points (CP) auf 35 CP erhöht, wodurch die Zeitersparnis sich von rund 900 Stunden (30 CP) auf ca.1.050 Stunden (35 CP) erhöht. Parallel besteht die Möglichkeit, das individuelle Anrechnungsverfahren zu nutzen, um weitere bereits erworbene Kompetenzen anrechnen zu lassen. So lassen sich einzelne Leistungen im Studium bis hin zu ganzen Semestern einsparen.

„In der pflegeberuflichen Bildung ist die Verbindung des berufsfachschulischen Bildungswegs mit dem Hochschulstudium von besonderer Bedeutung, weil zukünftig immer mehr studierte Pflegefachpersonen benötigt werden. Empfehlungen des Wissenschaftsrats zufolge sollen zehn bis 20 Prozent der Pflegefachpersonen über einen akademischen Abschluss verfügen. Hintergrund ist, dass Anzahl und Bedeutung chronisch- und mehrfacherkrankter Menschen zunehmen und die dadurch komplexen Versorgungsbedarfe von hochschulisch qualifizierten Pflegefachpersonen umfassender bewältigt werden können“, so Prof. Dr. Klaus Müller, Studiengangsleiter Pflege. „Ein wesentlicher Bestandteil einer qualifizierten professionellen Pflege besteht in der Zusammenarbeit, Beratung und Anleitung von Betroffenen und Angehörigen in verschiedenen Zusammenhängen“, erklärt Hilde Schädle-Deininger, Leiterin der Weiterbildung „Staatlich anerkannte/-r Fachpfleger/-in für Psychiatrische Pflege“.

Im Rahmen des Projekts „MainCareer – Offene Hochschule“ wurde anhand eines inhaltlichen sowie niveaubezogenen Abgleichs geprüft, welche Anteile von bisher erworbenen Qualifikationen pauschal auf ein Studium angerechnet werden können. Die Vermittlung wichtiger Studieninhalte sollte dabei gewährleistet bleiben.

Für den Studiengang Pflege können 35 Credit Points pauschal angerechnet werden, zunächst ausschließlich für Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen und Altenpfleger/-innen aus den sechs kooperierenden hessischen Pflegefachschulen der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege, die an der Umsetzung des Verfahrens beteiligt waren. Perspektivisch soll das Angebot auf weitere Pflegefachschulen ausgeweitet werden. Kooperierende Pflegefachschulen sind: Altenpflegeschule am MainInstitut, Friedberg und Wiesbaden; Katholische Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Katharina-Kasper-Schule und Regina-Protmann-Schule, Frankfurt; Mission Leben – Lernen gGmbH, Altenpflegeschulen Wiesbaden, Groß-Gerau und Darmstadt; Agaplesion Bildungszentrum für Pflegeberufe Rhein-Main gGmbH, Frankfurt; Altenpflegeschule im Hufeland-Haus, Frankfurt; Krankenpflegeschule der Rotkreuz-Schwesternschaften in Frankfurt.

Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung „Staatlich anerkannte/-r Fachpfleger/-in für Psychiatrische Pflege“ der Frankfurt UAS können sich pauschal 90 Credit Points auf den Studiengang Pflege- und Case Management anrechnen lassen; dies entspricht der Hälfte der im Studiengang zu erwerbenden Credit Points. Voraussetzungen sind der nicht länger als fünf Jahre zurückliegende Weiterbildungsabschluss an der Frankfurt UAS sowie die erfolgte Einschreibung in den Studiengang.

Für eine individuelle Anrechnung werden die außerhochschulisch erworbenen Lernergebnisse, beispielsweise aus absolvierten Aus- und Weiterbildungen, den Lernergebnissen des Studiengangmoduls, das angerechnet werden soll, gegenübergestellt. Anschließend erfolgt die individuelle Prüfung der Anrechenbarkeit durch die Hochschule. Studieninteressierte haben auch die Möglichkeit, ohne Abitur zu studieren. Aktuell ermöglicht ein Modellversuch in Hessen Personen, die nach der mittleren Reife eine mindestens dreijährige Berufsausbildung (Abschlussnote von 2,5 und besser) abgeschlossen haben, unter bestimmten Voraussetzungen an hessischen Hochschulen alle Bachelor-Studiengänge zu studieren.

Kontakt Berufsanerkennung Pflege: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Infos zum Anrechnungsverfahren allgemein: http://www.frankfurt-university.de/index.php?id=5548
Anrechnungsverfahren Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt UAS: http://www.frankfurt-university.de/index.php?id=9299
Pauschale Anrechnung: Pflege (B. Sc.): http://bit.ly/MC1508; Pflege- und Case Management (B. Sc.): http://bit.ly/MC1509
Individuelle Anrechnung: http://bit.ly/MC1507

Infos zur Weiterbildung „Staatlich anerkannte Fachpflegerin, staatlich anerkannter Fachpfleger für Psychiatrische Pflege“: http://www.frankfurt-university.de/fachpflege_psychiatrie

Projekt „MainCareer – Offene Hochschule“:
Mit der Teilnahme am Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ verfolgt das Projekt „MainCareer – Offene Hochschule“ an der Frankfurt UAS das Ziel, sowohl die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und akademischen Bildung zu fördern als auch Angebote zu etablieren, die der Idee des Lebenslanges Lernens gerecht werden. Das Projekt berücksichtigt die vielfältigen (Bildungs-)Biografien der Studierenden und Studieninteressierten. Hierfür bündeln sich Kompetenzen aus den Bereichen Anrechnungsverfahren, Studiengangsentwicklung sowie aus dem Gebiet der Weiterbildungen. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und während der ersten Phase durch den Europäischen Sozialfonds. Weitere Infos: http://www.maincareer.de; Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Bachelor-Studiengänge im Bereich Pflege an der Frankfurt UAS:

Pflege (B. Sc.):
Zentrales Anliegen des Studienprogramms stellt die Befähigung der Studierenden für die wissenschaftlich fundierte und theoriegeleitete Arbeit mit von Krankheit, Behinderung und Alter betroffenen Menschen sowie die evidenzbasierte Gestaltung von Pflegeprozessen unter Einbezug der aktuellen Gesundheits- und Pflegeforschung dar. Daneben eignen sich die Studierenden grundlegende Methoden der interpretativ-hermeneutischen und standardisierten Pflegeforschung an, die ihnen als grundlegende Basis ermöglichen, u. a. an der Entwicklung von Versorgungskonzepten und an der Forschung zur Pflegequalitätsentwicklung mitzuwirken. Das Studium zielt neben der Vermittlung von Handlungskompetenzen auf die Ausbildung einer kritisch-reflexiven Haltung, die dazu befähigt, die eigenen Handlungen sowie die Rahmenbedingungen der pflegerischen Praxisfelder zu hinterfragen.

Pflege- und Case Management (B. Sc.):
Das Studienprogramm richtet sich an Personen mit einer bereits abgeschlossenen Ausbildung in einem Pflegeberuf. Es verknüpft die Ebene des pflegerischen Fallverstehens und des Fallmanagements in unterschiedlichen Feldern der Pflege mit den Aufgaben und Funktionen der mittleren Führungsebenen in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung. Der Studiengang fokussiert auf die Ansprüche, einerseits eine hohe Pflegequalität bereitzustellen, andererseits Wirtschaftlichkeit und Effizienz in der Gesundheitsversorgung zu berücksichtigen. Beispielsweise sollen so in Patientenversorgungsprozessen Kontinuitätsabbrüche in Kooperationen und Kommunikationen vermieden werden. Daher sind die Absolventinnen und Absolventen befähigt, Bedarfe und Bedürfnisse von Menschen mit Pflegebedarf oder Pflegebedürftigkeitsrisiko und gesundheitlichen Einschränkungen oder Gefährdungen zu analysieren sowie die Pflege und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Pflegebedarfen in übergeordneten Prozessen eigenständig zu koordinieren. Zugleich erwerben die Studierenden grundlegende Kernkompetenzen im Bereich der Betriebswirtschaft, des Personal-, Projekt- und Qualitätsmanagements sowie der Beratung und Moderation.

Master-Studiengänge im Bereich Pflege an der Frankfurt UAS:

Pflege – Advanced Practice Nursing (M. Sc.)
Als eine Antwort auf die Zunahme von chronischen Erkrankungen innerhalb der Bevölkerung und dem damit verbundenen Anstieg an hochkomplexen Bedarfslagen von Pflegebedürftigkeit versteht sich das Master-Studienprogramm zugleich als Ausgangspunkt der Entwicklung innovativer Pflegepraxis. Advanced Practice Nurses werden dort gebraucht, wo bei hochkomplexen bzw. spezifischen Pflegebedarfen wissenschaftlich fundierte Konzeptionen der Versorgung zu entwickeln und in die Anwendung zu bringen sind. Die Kompetenzvermittlung orientiert sich an der Erweiterung von Rollen und Aufgaben der Pflege, der Vertiefung klinischer Praxis sowie der Entwicklung von Versorgungsstrukturen. Innerhalb dieses Rahmens erwerben die Studierenden Kompetenzen zur Diagnostik und Begutachtung bei komplexem Hilfe- und Pflegebedarf und der bedarfsgerechten Bestimmung von Zielvorgaben der Leistungserbringung. Weiterhin erwerben die Studierenden erweiterte Kompetenzen im Bereich der Gesundheits- und Pflegeforschung.

Pflege- und Gesundheitsmanagement (M. A.)
Angesichts der zunehmenden Komplexität der Gesundheitswirtschaft und der Notwendigkeit zunehmender Vernetzung von Dienstleistungen und Versorgungsformen im Gesundheits- und Sozialwesen besteht ein Bedarf an hochqualifizierten Personen für herausgehobene Fach- und Leitungsfunktionen, die die Zukunft der Gesundheitswirtschaft und die Rahmenbedingungen für qualitative hochwertige Pflege proaktiv und innovativ mitgestalten. Zentrale Studieninhalte stellen Unternehmensführung, Qualitätsmanagement und Qualitätsmanagementsysteme, Controlling und Marketing, aber auch Methoden des Projektmanagements und Konzepte des Change Managements dar. Daneben erwerben Studierende umfassendes Wissen zu Prozessen der Vertrags- und Vergütungspolitik. Auch Versorgungskonzepte der Pflege- und Gesundheitswissenschaften sind Bestandteil der Auseinandersetzung innerhalb des Studiums.

Weiterbildung „Staatlich anerkannte/-r Fachpfleger/-in für Psychiatrische Pflege“ an der Frankfurt UAS:
Durch die Weiterbildung „Staatlich anerkannte/-r Fachpfleger/-in für Psychiatrische Pflege“ verfügen die Teilnehmenden im Sinne von Schlüsselqualifikationen über Einstellungen, Fähigkeiten und Strategien, die dabei helfen, Probleme zu lösen und neue Kompetenzen zu erwerben. Damit verbunden ist das Interesse des eigenständigen Lernens und der Verbesserung der eigenen Lernprozesse durch Erkenntnisse, Reflexion, Flexibilität aber auch der Fähigkeit zur Kommunikation und Zusammenarbeit oder zu kreativem Denken. Mit der Fachweiterbildung werden teils Kompetenzen erworben, die mit dem Bachelor-Studium Pflege sowie Pflege- und Case-Management vergleichbar sind. Die Weiterbildung dauert berufsbegleitend zwei Jahre und umfasst einen Gesamtworkload von 2.610 Stunden. Davon bilden 810 Stunden den theoretischen Unterricht, 1800 Stunden werden in unterschiedlichen Praxisfeldern mit pädagogischer Anleitung absolviert. Hierzu bestehen vielfältige Kooperationen, die sich auffächern in die Kooperationspartner, die Teilnehmende in die Fachweiterbildung entsenden und in die Kooperationspartner, die Praktikumsstellen für die unterschiedlichen Bereiche der berufspraktischen Anteile mit entsprechender Anleitung nach der WPO-Pflege zur Verfügung stellen sowie die für die Einsätze geforderten Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter. Derzeit bestehen rund 40 Kooperationen.

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mein-Schmerz.de jetzt online: Schmerzdokumentation – einfach gemacht

Online-Tool für SchmerzpatientenOberursel. Mit „mein-Schmerz.de“ steht ab sofort eine neue Plattform für chronische Schmerzpatienten zur Verfügung, auf der die individuellen Beschwerden online erfasst und ausgedruckt werden können. Der Bericht gewährt dem behandelnden Arzt einen schnellen Überblick über die verschiedenen bio-psycho-sozialen Aspekte der zugrunde liegenden Schmerzerkrankung und erleichtert die Auswahl einer geeigneten Therapie sowie zusätzlich sinnvoller Begleitmaßnahmen. Das Portal ist ein kostenloses Angebot der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und der Deutsche Schmerzliga e.V., (DSL) und stellt eine wertvolle Ergänzung des DGS-PraxisRegister Schmerz dar.


Mit der neuen Plattform „mein-Schmerz.de“ planen die beiden großen Schmerzorganisationen in Deutschland die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen weiter zu verbessern. Ab sofort können alle Schmerzpatienten kostenlos und unabhängig vom Versicherten-status ihre Therapieverläufe digital festhalten. „Damit stärken wir die Autonomie der Schmerzpatienten. Sie werden zum aktiven Partner in der differenzialdiagnostischen Evaluation und Therapie ihrer Beschwerden werden und können so dem Therapeuten auf Augenhöhe begegnen“, fasst PD Dr. Michael A. Überall (Präsident der Deutschen Schmerzliga) die Kernidee des neuen Konzeptes zusammen. Darüber hinaus bietet die Verlaufsdokumentation neue Ansätze zur Evaluation von Wirksamkeit und Verträglichkeit neuer Behandlungsmaßnahmen.

Alles was die Patienten benötigen sind ein internetfähiges Endgerät, die Bereitschaft zur akti-ven Teilhabe und Interesse, selbst aktiv zu werden. Sowohl Datenrückverfolgungen als auch Identifizierungen personenbezogener Angaben und/oder Krankheitsverläufe sind absolut aus-geschlossen und damit der Schutz individueller Daten gewährleistet.

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Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS)

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) ist mit rund 4.000 Mitgliedern die größte Gesellschaft praktisch tätiger Schmerztherapeuten in Europa. Sie setzt sich für ein besseres Verständnis und für bessere Diagnostik und Therapie des chronischen Schmerzes ein. Bundesweit ist sie in 129 regionalen Schmerzzentren organisiert, in denen interdiszipli-näre Schmerzkonferenzen veranstaltet werden. Oberstes Ziel der DGS ist die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Um die Bedürfnisse von Patien-ten noch besser zu verstehen, arbeitet die DGS eng mit der Patientenorganisation Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL) zusammen, die sich seit über 25 Jahren stark macht für die Belange von Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden und steht Patienten als zentrale An-laufstelle zur Verfügung.

Überblick Aktivitäten der DGS

Im Laufe der Jahre konnte die Fachgesellschaft viele ihrer Ziele realisieren. Dazu gehören der Aufbau des bundesweiten Versorgungsforschungsprojekts „DGS PraxisRegister Schmerz“ und die Entwicklung von „DGS PraxisLeitlinien“, die neue Standards für eine patientenorien-tierte schmerzmedizinische Versorgung setzen. Die DGS gibt den „Schmerztherapieführer“ heraus, in dem alle Mitglieder aufgelistet sind. Außerdem wurden nichtärztliche Berufsgruppen wie Physiotherapeuten und Apotheker in schmerzmedizinische Aus- und Weiterbildungen in-tegriert („NetzwerkApotheke Schmerz“). Ende 2015 fand das erste „Nationale Versorgungsforum Schmerz“ im Rahmen des „Innovationsforums Schmerzmedizin“ in Berlin statt. Einbezogen in die Diskussion um die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen waren Schmerzmediziner, Parlamentarier des Deutschen Bundestages, Vertreter von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen, Wissenschaftler und Patientenvertreter. Gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga e.V. organisiert die DGS den jährlich statt-findenden „Deutschen Schmerz- und Palliativtag“ in Frankfurt/Main.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.mein-Schmerz.de
http://www.dgschmerzmedizin.de
http://www.schmerzliga.de
http://www.forum-schmerzmedizin.de
http://www.schmerz-und-palliativtag.de

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