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Gesundheit

Soll ich Zahnmedizin oder Humanmedizin studieren? Schnupperstudium bietet Entscheidungshil

Am 3. und 4. November 2016 können Interessierte an der UW/H probeweise Zahnmedizin studieren / Bewerbungen ab dem 15. Juli 2016 möglich

Den Beruf des Zahnarztes oder der Zahnärztin kennen die meisten nur aus der Patientenperspektive. Wie es sich auf der anderen Seite des Bohrers anfühlt und ob ein zahnmedizinisches Studium tatsächlich den eigenen Vorstellungen entspricht, will diese Veranstaltung vermitteln und klären.

50 Schnupperstudierende nehmen zwei Tage lang an fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen teil, probieren sich in praktischen Übungseinheiten und bekommen Einblicke in die speziellen Angebote der Universität, wie zum Beispiel dem interdisziplinären Studium fundamentale. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer Gelegenheit, sich mit Professoren und Oberärzten der Zahnklinik auszutauschen. Engagierte Zahnmedizinstudierende aus verschiedenen Semestern betreuen das Schnupperstudium und stehen mit Rat und Tat zur Seite, um alle Fragen der Teilnehmer zu beantworten.

Der Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung ist eine mehrstündige Praxisübung am Phantomkopf. Die Teilnehmer probieren ihre Fingerfertigkeit aus, um mit dem Bohrer neben dem Absauger in der engen Mundhöhle präzise zu arbeiten. Bohren, Füllen und Präparieren - Für diesen Selbsttest steht den Teilnehmern das Übungsmodell mit Gebiss als geduldiger und schmerzfreier Testpatient zur Verfügung.

„Mein Highlight war die Präparationsübung am Phantomkopf, aber auch der direkte Kontakt zu den Professoren und Studierenden. Ich wollte herausfinden, ob die Uni zu mir passt und ob ich mich hier wohlfühlen würde. Das Schnupperstudium kann ich nur jedem empfehlen, der klären möchte, ob ein Zahnmedizinstudium etwas für einen ist. Diese Einblicke und Möglichkeiten gibt es an keiner anderen Universität“ (Pinar Kaya/Berlin, 22 Jahre).

50 begehrte Teilnehmerplätze vergibt die Universität Witten/Herdecke in einem Auswahlverfahren an alle interessierten Schüler und Quereinsteiger. Die Kosten (inkl. Verpflegung, Unterbringung und Materialkosten) betragen 475 Euro. Zehn Plätze werden für Bildungs-Pioniere als Stipendien zur Verfügung stehen. „Bildungs-Pioniere sind für uns Menschen, die als Erste in ihrer Familie studieren“, erläutert Prof. Zimmer. „Ich komme selbst aus einer Arbeiterfamilie und begrüße die Regelung, zehn Interessenten ohne akademischen Hintergrund die Teilnahme zu ermöglichen. Damit möchten wir die gewünschte Heterogenität bei der Schnupperveranstaltung und auch später im Studium sicherstellen.“ Das Schnupperstudium organisiert das Team Campus Relations mit dem Departement Zahnmedizin und über 20 aktuellen Studierenden.

Interessierte können sich vom 15. Juli bis zum 31. August 2016 auf der Webseite www.uni-wh.de/schnupperstudium für die Teilnahme am Schnupperstudium Zahnmedizin bewerben.

Weitere Informationen:
zum Schnupperstudium: www.uni-wh.de/schnupperstudium
zum Studium der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde: www.uni-wh.de/zmk
zum Studium fundamentale: www.uni-wh.de/stufu

Weitere Informationen außerdem bei Sabine Stratmann unter 02302 / 926-901 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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Wissenschaftler diskutieren über neue Entwicklungen in der Infektionsforschung

Wie kann die pharmazeutische Forschung den Wettlauf gegen immer häufiger auftretende multiresistente Keime gewinnen? Um sich hierüber auszutauschen, werden führende Wissenschaftler aus aller Welt am Mittwoch, 29. Juni 2016, in Saarbrücken zusammenkommen. Das internationale Symposium des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) findet bereits zum sechsten Mal auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt (ab 9 Uhr in der Aula, Geb. A3 3). Auch Nachwuchsforscher werden dabei Gelegenheit haben, dem Fachpublikum ihre Forschungsarbeiten vorzustellen.


Die drei Forschungsschwerpunkte des HIPS stehen auch während der Konferenz im Fokus: Mikrobielle Naturstoffe, Wirkstoffdesign und -optimierung sowie Wirkstofftransport. Das HIPS ist ein Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und wurde 2009 gemeinsam mit der Universität des Saarlandes gegründet.

Im Kampf gegen multiresistente Keime spielen Naturstoffe eine große Rolle. Produziert werden sie beispielsweise von Pilzen oder Bodenbakterien. Axel Brakhage von der Universität Jena gibt in seinem Vortrag einen Einblick, wie man bestimmte Gene von Pilzen (sogenannte Naturstoff-Gencluster) so aktivieren und manipulieren kann, dass neuartige bioaktive Substanzen gewonnen werden können. Bei der Suche nach neuen Naturstoffen müssen vielversprechende chemische Substanzen, sogenannte Leitstrukturen, umfangreiche Testreihen durchlaufen. Einen Einblick in Screenings mit Zebrafischen gibt Alexander Crawford von der Universität Luxemburg. Der erste Konferenzteil schließt mit einem Vortrag, der auf den Erfahrungen und Herausforderungen des letzten Ebola-Ausbruchs in Westafrika beruht. Dabei berichtet Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wie wichtig es ist, über Notfallimpfstoffe zu verfügen.

Der zweite Teil des Symposiums wird von Markus Kalesse von der Leibniz Universität Hannover eröffnet. In seinem Vortrag berichtet er unter anderem über Synthese und Struktur von Aetheramiden, die für die Bekämpfung von HIV interessant sein könnten. Caroline Kisker von der Universität Würzburg wird eine neue und vielversprechende Zielstruktur in dem Erreger der Tuberkulose vorstellen, an der eine neuartige Behandlung ansetzen könnte. An Tuberkulose sterben jährlich weltweit mehr als eine Million Menschen. Hauptverursacher der Krankheit ist das Bakterium Mycobacterium tuberculosis, das in den letzten Jahren vermehrt Resistenzen entwickelt hat. Im Anschluss wird Rolf Apweiler als Vertreter des renommierten European Bioinformatics Institute (EMBL-EBI) im englischen Cambridge berichten, welchen Beitrag die bioinformatische Forschung seines Instituts leisten kann, um die moderne medizinische und pharmazeutische Forschung zu unterstützen.

Den dritten Konferenzteil wird Andreas Manz vom Koreanischen Institut für Forschung und Technologie (KIST) in Saarbrücken einleiten. Er wird eine Einführung in die Möglichkeiten von Analysegeräten im Miniaturformat vorstellen, die in der Lage sind, komplexe Laborprozesse zu bewältigen und in kurzer Zeit zuverlässige Messergebnisse zu liefern (Lab-on-Chip). Anschließend stellt Lorenz Meinel von der Universität Würzburg einen speziellen Kaugummi vor, der sich zur einfachen und schnellen Diagnose von Entzündungen im Mund eignet: Liegt eine orale Infektion vor (auch mit dem Bakterium Staphylococcus aureus), so wird eine chemische Verbindung in der Kaumasse abgebaut, was zu einer intensiven geschmacklichen Veränderung des Kaugummis führt. Beim abschließenden Vortrag wird Ingo Autenrieth von der Universität Tübingen seinen Ansatz zur Entwicklung neuartiger Strategien zur Behandlung von antibiotikaresistenten krankmachenden Keimen vorstellen.

Weitere Informationen und ein detailliertes Programm finden Sie unter:
http://www.helmholtz-hzi.de/hips-symposium

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Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses zur kontinuierlichen Glukosemessung

Deutsche Diabetes Gesellschaft und diabetesDE begrüßen Kostenübernahme von Kontinuierlichen Glukose-Mess-Systemen für Diabetespatienten als „Meilenstein“

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), diabetesDE – Deutsche Diabetes Hilfe und Deutsche Diabetes Hilfe – Menschen mit Diabetes begrüßen den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wonach für bestimmte Diabetespatienten künftig die Kosten für Systeme für ein Kontinuierliches Glukose-Monitoring von den Krankenkassen übernommen werden. „Das ist ein wichtiger Meilenstein in der Therapie des Diabetes mellitus und ein Segen für die Patienten“, sagt Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der DDG. „Die Entscheidung erleichtert insulinpflichtigen Patienten die Teilhabe an Bildung und Arbeit und bringt ihnen ein großes Stück Lebensqualität, was vor allem für betroffene Kinder erfreulich ist“, ergänzt Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Mit der am 16. Juni 2016 getroffenen Entscheidung ist der G-BA der Empfehlung seines Unterausschusses Methodenbewertung gefolgt, der eine Kostenübernahme befürwortet. Der Beschluss gilt für alle insulinpflichtigen Patienten mit Diabetes mellitus unter intensivierter Insulinbehandlung – „insbesondere, wenn sie geschult sind (…) und die Therapieziele nicht erreicht werden können“, führte der unparteiische Vorsitzende des G-BA aus, Professor Josef Hecken. Bei einer intensivierten Insulinbehandlung müssen Patienten mehrfach täglich ihren Blutzucker messen, um die erforderliche Insulindosis abschätzen zu können. Dazu müssen sich Menschen mit Diabetes mehrfach am Tag in die Fingerbeere stechen, um Blut für die Messung mit einem Teststäbchen zu bekommen.

Das Kontinuierliche Glukose-Monitoring mit Real-Time-Messgeräten (kurz: CGM) ermöglicht die Überwachung der Glukoseänderungen im Körper rund um die Uhr. Die Systeme bestehen aus einem Sensor, der ins Unterhautfettgewebe eingestochen wird und dort bis zu sieben Tage verbleibt. Alle fünf Minuten wird ein Messwert des Gewebezuckers drahtlos an einen Empfänger übermittelt, der diese Werte in Echtzeit aufnimmt und anzeigt. Ändert sich die Stoffwechsellage und sinken oder steigen die Glukosewerte unterhalb oder oberhalb von vorgegebenen Grenzwerten, wird automatisch Alarm ausgelöst und der Patient entsprechend informiert.

„Zwar sind diese Systeme noch kein vollständiger Ersatz für die herkömmliche ‚blutige‘ Blutzucker-Selbstkontrolle, weil der Patient noch ein bis zwei Mal täglich Selbstmessungen mit einem Blutstropfen aus dem Finger zur Kalibrierung des CGM-Systems vornehmen muss“, erläutert Professor Dr. Lutz Heinemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Technologie der DDG. „Doch die Überwachung des Glukoseverlaufs über die Zeit hinweg wird mit CGM enorm erleichtert.“ Dieser Einschätzung schließt sich Dr. Jens Kröger an, Vorstandsmitglied bei diabetesDE – Deutsche Diabeteshilfe, hier zuständig für Versorgung und Prävention. „Auf diesen Durchbruch haben wir seit über acht Jahren gewartet und begrüßen ihn sehr!“, kommentiert Kröger den G-BA-Entscheid. „Wichtig ist, dass die Patienten im Hinblick auf die kontinuierliche Glukosemessung geschult werden, um sicher mit dieser Methodik umgehen zu können“, betont der niedergelassene Diabetologe.

Für die Betroffenen bringt das CGM nicht nur ein einfacheres Handling ihrer Erkrankung, sondern auch deutlich mehr Sicherheit – gefährliche Unterzuckerungen werden früh erkannt und vermieden. „Patienten kommen so sicherer durch den Tag und können belastende Situationen im Alltag und im Beruf besser und sicherer meistern, etwa Berufskraftfahrer, Personen mit Überwachungsaufgaben oder Menschen, die hochkonzentriert an einem beruflichen Meeting teilnehmen müssen“, erklärt Jan Twachtmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M). „Es profitieren davon letztlich alle insulinpflichtigen Patienten, die ein intensives und erfüllendes Leben führen möchten, sei es durch Reisen, Schwangerschaft oder Prüfungen, die junge Menschen herausfordern. Die persönliche Lebensqualität steigt durch dieses Hilfsmittel enorm.“

Bisher wurden die Kosten für ein CGM-System nur in Einzelfällen übernommen, etwa im Fall einer Schwangerschaft oder bei häufigen Unterzuckerungen. „Leider waren diese Kostenübernahmen vielfach von rechtlichen Auseinandersetzungen begleitet, die bis vor das Bundessozialgericht führten“, berichtet Heinemann. „Wir sind froh, dass mit dem G-BA-Beschluss jetzt Klarheit geschaffen worden ist.“ Die Kosten für ein CGM liegen mit etwa zehn Euro pro Tag derzeit noch höher als bei der herkömmlichen Messung, die mit etwa ein bis zwei Euro pro Tag für die Teststreifen zu Buche schlägt. Insbesondere für Kinder und deren Eltern stellt diese Entscheidung einen sehr wichtigen Schritt dar, betont Dr. Ralph Ziegler, Münster, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Diabetologie der DDG.

Ein CGM-Gerät kann prinzipiell mit einer Insulinpumpe gekoppelt werden, eine Kombination, die wie eine künstliche Bauchspeicheldrüse arbeitet. Damit ist das CGM auch ein erster Schritt auf dem Weg zum „Closed-Loop-System“, der künstlichen Bauchspeicheldrüse.

Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG):
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit fast 9.000 Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zu diesem Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivitäten.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation, die Menschen mit Diabetes, Diabetesberater, Ärzte und Forscher vereint. Gemeinsam schaffen wir Öffentlichkeit für das Thema und vertreten die Interessen der Menschen mit Diabetes. Wir setzen uns für eine bessere Prävention, Versorgung und Forschung im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes ein. Die Krankheit breitet sich auch in Deutschland rasch aus. 6 Millionen Menschen sind in Behandlung, und jeden Tag kommen fast 1000 Neuerkrankte hinzu.

Gegründet wurde diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) www.ddg.info und dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) www.vdbd.de. Die Selbsthilfe ist innerhalb von diabetesDE durch die selbstständige Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) www.ddh-m.de vertreten.

Spendenkonto 60 60, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 100 20 500)

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Bundesweit einmaliges Modellvorhaben genehmigt: Studiengang „Evidenzbasierte Pflege“

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Studiengang "Evidenzbasierte Pflege" als Modellvorhaben der Medizinischen Fakultät Halle-Wittenberg genehmigt. Der Studiengang führt zu zwei Abschlüssen und ermöglicht heilkundliche Tätigkeiten.

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bietet ab sofort den primärqualifizierenden Bachelor-Studiengang „Evidenzbasierte Pflege“ an. Das Bundesgesundheitsministerium hat zudem die Genehmigung für den Modellstudiengang erteilt. Damit ist der Weg frei für einen deutschlandweit einzigartigen Studiengang, für den man sich bis 15. Juli 2016 an der Universität Halle bewerben kann. Beginn des Studiums ist dann zum Wintersemester 2016/17. Der bisherige Bachelorstudiengang „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ wird damit nicht mehr angeboten.

„Auch wenn in diesem Jahr nur ein Monat Zeit für die Bewerbung bleibt, freuen wir uns, dass wir das Bundesgesundheitsministerium von unserem Konzept überzeugen konnten und der Modellstudiengang genehmigt wurde“, sagt Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät. Die Universitätsmedizin Halle ist bisher die erste und einzige, die einen Antrag für einen solchen primärqualifizierenden Studiengang beim Bundesministerium für Gesundheit gestellt hat.

Sinn des Modellstudiengangs ist eine akademisierte Pflegeausbildung auf universitärem Niveau. Der Bachelor-Studiengang ist auf vier Jahre angelegt, an deren Ende die Absolventen nicht nur einen Berufsabschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger haben, sondern auch einen Bachelorabschluss. Für die Abschlüsse ist die Medizinische Fakultät zuständig. Zudem sollen Studierende des Studiengangs „Evidenzbasierte Pflege“ für die Übernahme heilkundlicher Tätigkeiten bei multimorbiden Patienten (metabolisches Syndrom/Diabetes mellitus Typ 2 und chronische Wunden) Diabetes-Patienten und bei chronischen Wunden qualifiziert werden. Alle Studien- und Ausbildungsziele werden dabei an der Medizinischen Fakultät auf demselben akademischen Niveau und unter anderem interprofessionell in gemeinsamen Unterrichtsveranstaltungen mit Studierenden der Humanmedizin vermittelt.

„Die Herausforderungen in der Pflege werden stetig komplexer, da die Menschen immer älter werden und an vielen Krankheiten gleichzeitig leiden. Wir möchten mit der Akademisierung der Pflegeausbildung dazu beitragen, dass auch künftig die Patienten optimal und anhand neuester, wissenschaftlich-fundierter, Erkenntnisse versorgt werden können“, so Prof. Gekle. Dazu gibt es eine Vereinbarung mit den gesetzlichen Krankenkassen, die das Modellvorhaben nach §63 SGB V unterstützen.

Die Berufsfelder für die Absolventen des neuen Studiengangs sind breitgefächert. Allen gemein ist eine höhere Verantwortung in der Versorgung der Patienten. Dazu gehören beispielsweise das Erstellen von Pflege- und Therapieplänen über die Dauer eines Krankenhausaufenthaltes, die fachliche Leitung der Pflege auf Augenhöhe mit den behandelnden Ärzten, aber auch die ganzheitliche Betrachtung insbesondere bei älteren Patienten, die an mehreren Krankheiten leiden. Hierbei kann der Pflegewissenschaftler oder die Pflegewissenschaftlerin anderen Pflegenden als Experte bzw. Expertin beratend zur Seite stehen. Zudem werden den Studierenden die Kompetenzen vermittelt, innerhalb der heilkundlichen Aufgaben beispielsweise auch die Medikamentierung anzupassen. Aber auch die berufliche Perspektive als Forschungsassistenz ist möglich sowie ein aufbauendes Masterstudium und eine anschließende Promotion.

Der Studiengang „Evidenzbasierte Pflege“ richtet sich an Interessierte mit Abitur und ohne vorherige Ausbildung in einem medizinischen bzw. pflegerischen Beruf. Die Bewerbung erfolgt über das Immatrikulationsamt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,

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