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Gesundheit

„MonKey Desk“ – Pappe gegen Rückenschmerzen

Neu auf Kickstarter: Mobiler Steharbeitsplatz aus Wellpappe

Die Gründer von ROOM IN A BOX haben am Mittwoch ihr neues Produkt „MonkeyDesk“ auf Kickstarter.com vorgestellt. „MonKey Desk“ ist ein mobiler Steharbeitsplatz aus Wellpappe, der jeden Schreibtisch in Sekundenschnelle in einen Steharbeitsplatz verwandelt. Eine Kampfansage an Rückenschmerzen und Trägheit im Büro. Den Produktionsstart finanzieren die Studenten auch dieses Mal per Crowdfunding-Kampagne. MonKey Desk ist seit dem 15. Juni auf Kickstarter.com verfügbar.

Das Berliner StartUp liegt mit diesem Produkt voll im Trend der Zeit. Die Bundesagentur für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie die Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (GDUV) empfehlen in aktuellen Publikationen (http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/215-410.pdf und http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Bueroarbeit/Steh-Sitzdynamik.html) die sogenannte „Steh-Sitzdynamik“, die MonKey Desk ermöglicht.

Ein mechanisch höhenverstellbarer Schreibtisch ist ab rund 500 Euro zu haben – oder mit Attest, wenn es schon zwickt. Abhilfe schafft der neue „Volks-Stehtisch“. Er entlastet nicht nur den Rücken, sondern auch das Portemonnaie. MonKey Desk gibt es für schnell Entschlossene zum Einstiegspreis von 25 Euro.

MonKey Desk ist ein Tischaufsatz, der bei Bedarf jeden Tisch zu einem Steharbeitsplatz macht. Der Aufsatz besteht aus zwei flach zusammenfaltbaren Podesten aus Pappe. Eines für den Monitor oder Laptop, eines für die Tastatur und die Maus. MonKey Desk ist in den Größen M und L erhältlich. Das ermöglicht Menschen unterschiedlichster Größen ergonomisch korrektes Arbeiten im Stehen. Wird der Aufsatz nicht mehr benötigt, kann er flach zusammengefaltet und platzsparend verstaut werden.

Die drei Gründer von ROOM IN A BOX Christian Hilse (37, Verpackungsingenieur), Gerald Dissen (31, Absolvent der Uni Witten/Herdecke) und Lionel Palm (25, Student der UW/H) stellen Pappmöbel für den modernen Nomaden her. Mit ihrem Bett aus Wellpappe haben die Berliner Designer bereits mehrere Preise wie den Crowdfunding-Preis der Landesinitiative Projekt Zukunft (2015) und die Auszeichnung Kultur und Kreativpiloten (2014) gewonnen. Nun knöpfen sich die drei das Thema flexibleres Arbeiten vor.

Wie das Bett besteht der neue Steharbeitsplatz zu 85 Prozent aus recycelten Rohstoffen und fließt später zu 100 Prozent zurück in den Wertstoffkreislauf. Der CO2-Fußabdruck des Möbelstücks ist bis zu 75 Prozent geringer als bei vergleichbaren Produkten. Produziert wird ausschließlich mit heimischen Rohstoffen in Deutschland. „Unsere Stärke ist das Gestalten von praktischen Gegenständen aus dem nachhaltigen Material Wellpappe, die das Leben einfacher machen“, sagt Gerald Dissen stolz und ergänzt: „Ich glaube, dass uns das auch dieses Mal wieder gelungen ist.“

Die Designs von ROOM IN A BOX orientieren sich dabei konsequent an den Lebensumständen der Generation Y zwischen Karriere und Kreativität, Alltag und Abenteuer – und das nicht nur beim Preis. „Neben dem Aspekt der Mobilität wollen wir auch bei der Nachhaltigkeit und Produkttransparenz neue Maßstäbe setzen“, erklärt Christian Hilse.

Weitere Informationen: http://roominabox.de/pages/monkeydesk  Universität Witten/Herdecke,

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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Neues Diagnostik-System - Richtungshören bei Kindern wichtig für Sicherheit im Alltag

Wissenschaftler_innen der Jade Hochschule haben ein weltweit einmaliges Diagnostik-System entwickelt, mit dem gemessen werden kann, ob und wie gut Kinder hören können, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Dieses System wird jetzt an sechs Uni-Kliniken installiert, um in den kommenden drei Jahren mehr als 45.000 Normdaten zu sammeln. Fraglich ist: Lernen wir das Hören so wie wir die Sprache erlernen? Gibt es besondere Faktoren, die die Entwicklung des Richtungshörens beeinflussen? Das Richtungshören ist für Kinder zum Beispiel für die Sicherheit im Alltag wichtig, weil mögliche Gefahrenquellen beispielsweise im Straßenverkehr besser geortet werden können.


Oldenburg. Um herauszufinden, ob Kinder Schallereignisse lokalisieren können, hat das Institut für Hörtechnik und Audiologie (IHA) der Jade Hochschule jetzt ein weltweit einmaliges Diagnostik-System entwickelt. Dieses System wird künftig im Medizinischen Versorgungszentrum in Oldenburg und in fünf weiteren Uni-Kliniken deutschlandweit installiert. „Bisher ist die Fähigkeit des Richtungshörens von Kindern nicht ausreichend erforscht“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Karsten Plotz vom IHA. Ziel des Projektes sei es, möglichst viele Daten zu sammeln, die zeigen, ob und wie gut Kinder hören können, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. „Besonders wichtig ist das Richtungshören zum Beispiel für die Sicherheit im Alltag, weil mögliche Gefahrenquellen beispielsweise im Straßenverkehr besser geortet werden können“, erklärt der Mediziner. „Auch wenn wir ein Gespräch in einer geräuschvollen Umgebung führen, ist das Richtungshören von großer Bedeutung.“

Als Grundlage dient der „Mainzer Kindertisch“, der für Hörtests zum Beispiel für Sprachverständlichkeitsmessung

en bei Kindern in Kliniken verwendet wird. Bei dem Messaufbau sind fünf Lautsprecher im Halbkreis um den Sitzplatz des Kindes positioniert. Die Lautsprecher sind durch einen undurchsichtigen Akustikstoff verdeckt. Das neue System zur Erfassung des Richtungshörens von Kindern (ERKI) kann als Zusatzmodul unkompliziert auf den „Mainzer Kindertisch“ aufgebaut werden. Während der Messung hat das Kind die Aufgabe, einen LED-Leuchtpunkt mit einem Drehregler in eine der 37 möglichen Schallrichtungen zu drehen. Die hohe Zahl an Schallquellen entsteht dadurch, dass die Lautsprecher mit wissenschaftlich begründeten Verfahren virtuelle Schallquellen erzeugen - ähnlich dem heimischen Stereo.

„Beim Richtungshören werden die unterschiedlichen Schallereignisse beider Ohren vom Gehirn verarbeitet. So können wir die Richtungen erkennen und die Schallquellen orten“, erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Katharina Schmidt. Sie hat das ERKI-System maßgeblich mitentwickelt und es mit vielen Studierenden und über 100 Grundschüler_innen getestet. Im Rahmen ihres Promotionsvorhabens „Entwicklung des binauralen Hörens bei Kindern im Alter von 4 bis 8 Jahren (binEARi)“ beschäftigt sich die Wissenschaftlerin insbesondere mit den Fragenstellungen: Ist das binaurale (Stereo-)Hören altersabhängig? Lernen wir das Hören so wie wir die Sprache erlernen? Und: Gibt es eine sensitive Phase oder besondere Faktoren, die die Entwicklung des Richtungshörens beeinflussen? „Nach dem Hörsrceening bei Neugeborenen wird das Hörvermögen von Kindern oft erst zur Einschulung wieder überprüft“, erklärt Schmidt. „Zudem existieren in der Praxis keine Tests für binaurales Hören im Freifeld. Die üblichen diagnostischen Hörprüfungen finden mit Kopfhörer statt.“ Besonders interessant sei auch die Frage, ob die bei kleinen Kindern häufigen Mittelohrprobleme („Paukenergüsse“) eine Auswirkung auf die Hörentwicklung von Kindern haben. „Ein Paukenerguss tut nicht weh, daher sagen Kinder manchmal nichts und die Hörstörung bleibt unerkannt. Und das, obwohl ein Hörverlust von 20 bis 30 Dezibel damit einhergeht - so als würde man sich die Ohren zuhalten." Auch inwieweit sich das Richtungshören von Patienten mit Hörgeräten oder Cochlea-Implantat - Hörprothesen - entwickelt, möchte die 30-Jährige herausfinden.

Um diese Fragen beantworten zu können, sollen in den nächsten drei Jahren bis zu 45.000 Daten erhoben werden. Hierfür wird das neue ERKI-Diagnosesystem bis Ende des Jahres in sechs Partnerklinken installiert – neben dem Medizinischen Versorgungszentrum in Oldenburg auch an den Unikliniken Mainz, Münster, Lübeck, Köln und Düsseldorf.

Das IHA stellt das ERKI-System ab dem 16. Juni in Berlin auf der PHONAK Pädaudiologie-Konferenz einem internationalen Publikum vor.Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth,

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Forschung, die Gefäße schützt

Den mit 5.000 € dotierten Förderpreis des Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. erhielt in diesem Jahr Frau Diplom-Trophologin Petra Hartmann vom Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislauferkrankungen der Ludwig Maximilians Universität München. Bei der Dreiländertagung ERNÄHRUNG 2016 in Dresden wurde die Nachwuchsforscherin für ihre molekularbiologischen Forschungen zur Bedeutung eines speziellen Enzyms im Entstehungsprozess der Atherosklerose ausgezeichnet. Frau Petra Hartmann zeigte damit auch einen vielversprechenden Ansatz für die Behandlung dieser Krankheit auf.


Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:
(1) Die Bedeutung des Enzyms mit dem Namen Dicer bei der Entstehung von hronischen, vaskulären Entzündungen und Atherosklose wird erstmalig beschrieben. (2) Ein Ausschalten des Dicer-Wirkmechanismus in den Zellen der Innenwände von Gefäßen hemmt die Ausbildung atherogener Veränderungen auf bzw. in den Gefäßwänden.
(3) Es wurde eine Möglichkeit aufgezeigt, solche entzündungsvermittelnden Interaktionen zu blockieren.

Atherosklerose entsteht, wenn Ablagerungen von Lipiden, Bindegewebe und Immunzellen in den Gefäßwänden zu chronischen Entzündungen mit Bildung von Ablagerungen führen und die Gefäße verengen. Das kann den Blutfluss behindern oder ganz blockieren und schließlich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen. Die Entstehung von atherosklerotischen Ablagerungen wird durch die Anheftung von Monozyten an entzündlich aktivierte Endothelzellen in der Gefäßinnenwand vermittelt. Die Monozyten wandern in die Gefäßwand ein, werden zu Makrophagen und bewirken die Bildung von atherosklerotischen Plaques. Dieser als Monozytenadhäsion bezeichnete Vorgang wird durch bestimmte Signalstoffe (Chemokine) induziert, deren Bildung in den Endothelzellen durch pro- und anti-inflammatorische Prozesse reguliert werden. Ist diese Regulation gestört, bahnt sich eine Kaskade entzündlicher Aktivierungsprozesse an den Zellen der Gefäßinnenwände ihren Weg und schädigt sie letztlich dauerhaft. Das Enzym Dicer entstammt der Enzymgruppe der Endoribonukleasen. Es kann die doppelsträngige RNA in kurze Stücke „schneiden“, die als MicroRNAs beschrieben werden. Die Rolle von Dicer innerhalb der Entzündungsprozesse während der Atherosklerose war bisher unbekannt. Das Ziel der Forschungsarbeit war es, diese Wissenslücke zu schließen.

Dazu wurden Mäuse, denen das Dicer-Gen in den Endothelzellen fehlte, mit einer cholesterinreichen Diät gefüttert. Die Analyse der Entzündungsparameter zeigt: Im Vergleich zu den Mäusen, die das Gen hatten, war die Freisetzung bestimmter Signalstoffe, das Anhaften von Monozyten an Endothelzellen und die Anreicherung von Makrophagen in der Gefäßwand reduziert. Im Ergebnis bewirkte die Ausschaltung des Dicer-Gens eine Verminderung der Ausbildung atherosklerotischer Ablagerungen.

Im Detail zeigt die Forschungsgruppe um Frau Petra Hartmann, wie Dicer durch die Bildung von MicroRNAs die entzündliche Aktivierung von Endothelzellen sowie die Ausbildung von Atherosklerose fördert. MicroRNAs bestehen aus Nucleinsäuren, die im Erbgut kodiert sind. Sie können die Genaktivität durch das Binden an Zielgene blockieren und sind deshalb am biomolekularen Krankheitsgeschehen beteiligt. Gleichzeitig setzten die Forscher erstmalig bestimmte Substanzen (TSB, Target Site Blocker) in vivo ein, die die Interaktion dieser miRNAs mit ihren Zielgenen verhindern. Das Besondere an diesen TSBs ist, dass diese spezifisch die Bindung einer miRNA an eines ihrer Zielgene blockiert ohne Einfluss auf weitere Zielgene der miRNA zu haben. Das Hemmen bzw. Blockieren des Zusammenspiels solcher Entzündungsvermittler mittels spezifischer TSB stellt somit einen viel versprechenenden Ansatz für die Behandlung von Atherosklerose dar.

Das Preiskomitee des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit e.V. mit seinem Vorsitzenden Prof. Dr. Günther Wolfram, würdigt die Arbeit der diesjährigen Preisträgerin: „Eine ausgezeichnete, innovative Untersuchung mit systematischer Herausarbeitung der Hypothese und schlüssiger Argumentation der Mechanismen. Der Erkenntnisgewinn und das Anwendungspotential bringen uns dem Verständnis der Entstehung von Atherosklerose und ihrer Behandlung auf molekularbiologischer Ebene ein weiteres Stück näher. “
Weitere Informationen finden Sie unter
dazu unter: http://www.institut-danone.de/forschung-foerderung/foerderpreis/http://
Informationen zu aktuellen Projekten des IDE erhalten Sie auf www.institut-danone.d

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Physiotherapie ausbildungsintegrierend an der OTH Regensburg studieren

In vier Jahren zum examinierten Physiotherapeut und gleichzeitig den Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) erwerben: Das ist an der OTH Regensburg in Kooperation mit einer Berufsfachschule möglich.


In vier Jahren zum examinierten Physiotherapeut und gleichzeitig den Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) erwerben: Das ist für viele Studieninteressenten im Fach Physiotherapie sehr attraktiv: Die mit der OTH Regensburg in diesem Studiengang kooperierenden Berufsfachschulen berichten aktuell von zahlreichen Anfragen zu dem ausbildungsintegrierenden Modell, das die praktische Ausbildung an den Berufsfachschulen mit der wissenschaftlichen Fundierung an der Hochschule verbindet.

„Die Möglichkeit zu studieren, steigert die Attraktivität der Berufsbilder durch neue Berufsperspektiven für Frauen und Männer. Nicht zuletzt wird so die internationale Anschlussfähigkeit hergestellt, denn in den europäischen Nachbarländern sind die Gesundheitsberufe bereits weitgehend akademisiert“, sagt Vizepräsidentin der OTH Regensburg und Studiengangleiterin Prof. Dr. Klaudia Winkler.

Gestartet ist der Bachelorstudiengang Physiotherapie erstmals im Wintersemester 2015/2016. Mit diesem und den Studiengängen Biomedical Engineering, Logopädie, Medizinische Informatik, Medizintechnik, Pflege (dual) und Pflegemanagement bietet die OTH Regensburg inzwischen bereits sieben Studiengänge im Bereich Gesundheit an.

Mit der Besetzung einer eigenen, neuen Fachprofessur zum 1. September werde zudem ein weiterer „Meilenstein“ in der Entwicklung des Studiengangs Physiotherapie erreicht, sagt Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, Dekanin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften. Die neue Professorin habe selbst viele Jahre lang als Physiotherapeutin gearbeitet und dann eine akademische Laufbahn eingeschlagen – insofern sei sie auch ein „role model“ für die angehenden „Reflective Practitioners“ im Bachelorstudiengang. „Reflektierende Praktiker/innen“ entwickeln durch kontinuierliche Reflexion und Evaluation ihrer Handlungen die physiotherapeutische Praxis weiter und professionalisieren sie.


Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

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