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Gesundheit

„Hirntumorchirurgie gestern, heute, morgen“

125 Jahre Hirntumorchirurgie in Deutschland und 50 Jahre Lehrstuhl für Neurochirurgie in Heidelberg: Jubiläumssymposium der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg am 27. November 2015 / Interessierte Bevölkerung ist herzlich eingeladen


Im November dieses Jahres feiert die Neurochirurgische Universitätsklinik Heidelberg ihr 50-jähriges Bestehen. Gleichzeitig jährt sich die erste erfolgreiche Hirntumoroperation in Deutschland, von Vincenz Czerny in Heidelberg durchgeführt, zum 125. Mal. Zu diesen Anlässen veranstaltet die Klinik am Freitag, 27. November 2015, ein Jubiläumssymposium rund um das Thema Hirntumorchirurgie im Wandel der Zeit. Von 15 bis 18 Uhr erhalten die Besucher Einblicke in die Entwicklung des Fachs in den letzten 125 Jahren, in aktuelle Behandlungsansätze sowie Herausforderungen und Ziele der nächsten Jahre. Ehrengast ist Professor Dr. Linda M. Liau, Neurochirurgin an der University of California, San Francisco, USA. Sie wird über neueste Erkenntnisse aus der Forschung und deren Konsequenzen für die chirurgische Behandlung von Hirntumoren sprechen. Veranstaltungsort ist der große Hörsaal der Kopfklinik, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg. Die interessierte Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Vor 125 Jahren, am 21. November 1890, entfernte der renommierte Heidelberger Chirurg Vincenz Czerny deutschlandweit erstmals einen Gehirntumor unter der Schädeldecke – ohne Röntgenbild, ohne sterilen Operationssaal, wie wir ihn heute kennen, und mit der einfachen Narkose der damaligen Zeit. Den Sitz des Tumors leitete er aus den aufgetretenen Bewegungseinschränkungen des Patienten ab, den Schädel öffnete er mit Knochenbohrer (Trepan) und -zange. Der Eingriff verlief erfolgreich: Der Patient überlebte nicht nur deutlich gebessert und ohne Bewegungseinschränkungen – Mitte 1892 findet er mit einer dritten Nachoperation nochmals Erwähnung in den Aufzeichnungen Czernys ¬-, der Eingriff hatte auch seine Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt und den Patienten damit sozial reintegriert.

Neue Einsicht Ende des 19. Jahrhunderts: Das Gehirn kann operiert werden

Vergleichbare Operationen waren bereits wenige Jahre zuvor besonders in England und Nordamerika durchgeführt worden und es ist sicher anzunehmen, dass Czerny die Fachberichte dazu gut kannte. Dies musste als Vorbereitung genügen. Nicht nur die Eingriffe an sich waren eine Sensation, sie markierten außerdem einen grundlegenden Wandel im Krankheitsverständnis dieser Zeit. Voraussetzung war die Einsicht, dass bestimmte Erkrankungen ihren Ursprung im Gehirn nehmen, der Erkrankungsherd dort lokalisiert und das Gehirn, der Sitz der Seele, wie jedes andere Organ operiert werden kann, um diese Erkrankungen zu lindern. Zugleich warf die neue Behandlungsmöglichkeit die Frage auf, ob Geisteskrankheiten als Erkrankungen des Gehirns dann ebenfalls operabel seien. Wie diese Diskussion weiter verlief und welches Echo sie in einer von Nervosität geprägten Zeit der Umbrüche hervorrief, wird Professor Dr. Wolfgang U. Eckart, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin zu Beginn des Symposiums schildern.

Waren Operationen am Gehirn in der Zeit Czernys noch höchst riskante und daher seltene Eingriffe mit ungewissem Ausgang, so etablierte sich im Laufe des 20. Jahrhundert schließlich die Neurochirurgie als eigenständige neue Fachdisziplin. 75 Jahre nach Czernys erster Hirntumoroperation richtete die Medizinische Fakultät Heidelberg 1965 einen eigenen Lehrstuhl ein, die Geburtsstunde der heutigen Universitätsklinik für Neurochirurgie. Erster Lehrstuhlinhaber war Professor Dr. Helmut Penzholz, der zuvor eine neurochirurgische Klinik in Berlin geleitet hatte. Sein Nachfolger, Professor Dr. Stefan Kunze, der die Heidelberger Klinik von 1982 bis 2003 leitete, wird die wichtigsten Fortschritte in der Hirntumorchirurgie bis zur Jahrtausendwende vorstellen.

Bestrahlung oder Operation?

Die weiteren Vorträge des Tages widmen sich aktuellen Fragen aus Forschung und Klinik. So wird beispielsweise Professor Dr. Dr. Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie Heidelberg, Operation und Bestrahlung in der Hirntumorbehandlung gegeneinander abwiegen: Wann ist eine Therapieform überlegen? Wo ergänzen sie sich sinnvoll? Kann eine Bestrahlung z.B. mit Schwerionen die Operation ersetzen? Professor Dr. Andreas Unterberg, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Neurochirurgie Heidelberg, wird die Ziele vorstellen, die sich Neurochirurgen und Radiologen für die nächsten fünf Jahre in der Therapie von Hirntumoren gesetzt haben.

Tag der offenen Tür am 28. November 2015

Einen Tag später, am Samstag, 28. November 2015, lädt die Neurochirurgische Universitätsklinik zu einem Tag der offenen Tür ein. Von 10 bis 13 Uhr informiert das Team um Professor Unterberg, wie Neurochirurgen heute operieren und welche Technik ihnen dabei zur Verfügung steht. Geboten werden u.a. Expertenvorträge mit Filmen aus dem OP und Führungen durch den modern ausgestatteten Operationssaal mit OP-Mikroskopen, Navigationssystem und intraoperativer Magnetresonanztomographie. Die Vorträge finden im großen Hörsaal der Kopfklinik, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, statt, die Führungen starten im Foyer des Hörsaals.

Die Neurochirurgische Universitätsklinik Heidelberg ist eines der führenden neurochirurgischen Zentren Europas. Pro Jahr behandelt das erfahrene Behandlungsteam der Klinik rund 12.000 Patienten und führt mehr als 3.500 Operationen durch.

Auskünfte und Anmeldung:
Carolin Goth
Sekretariat Professor Dr. Andreas Unterberg
Tel.: 06221 56-5736
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg. www.klinikum.uni-heidelberg.de
Weitere Informationen finden Sie unter
Programm-Flyer Jubiläumssymposium und Tag der offenen Tür
Neurochirurgische Universitätsklinik Heidelberg

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Vorhofflimmern früher erkennen – Schlaganfälle besser verhindern

Alle zehn Minuten ereignet sich in Deutschland ein Schlaganfall, der durch die Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern verursacht ist. Viele dieser schweren Hirninfarkte wären vermeidbar, wenn die zugrundeliegende Rhythmusstörung rechtzeitig erkannt würde. Das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET) nutzt die heute beginnende Aktionswoche „Vorhofflimmern erkennen und richtig handeln“, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen und über die Behandlungsmöglichkeiten informieren.


Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern. Auch wenn die Rhythmusstörung nicht unmittelbar lebensbedrohlich ist, kann sie doch schwere Komplikationen mit sich bringen, vor allem Schlaganfälle. Da sich durch Vorhofflimmern im Herzen Blutgerinnsel bilden und mit dem Blutstrom ins Gehirn gespült werden können, haben die Betroffenen ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.

Rund ein Fünftel der etwa 240.000 Schlaganfälle, die sich jährlich in Deutschland ereignen, ist durch Vorhofflimmern bedingt. Da Vorhofflimmern nicht immer mit spürbaren Symptomen verbunden ist, wissen viele Betroffene gar nicht, dass sie an dieser gefährlichen Rhythmusstörung leiden. Immer wieder kommt es vor, dass erst nach einem schweren Schlaganfall festgestellt wird, dass der Patient Vorhofflimmern hat. Um solche Fälle zu verhindern, kommt es darauf an, die Rhythmusstörung frühzeitig zu erkennen, damit sie angemessen behandelt werden kann, bevor es zu spät ist.

Der erste Schritt, um eine Rhythmusstörung zu entdecken, ist eine Pulsmessung, zum Beispiel beim Hausarzt oder auch, indem man selbst seinen Puls fühlt. Ist dabei ein unregelmäßiger Pulsschlag zu spüren, sollte ein EKG geschrieben werden, um zweifelsfrei festzustellen, ob es sich um Vorhofflimmern handelt.

Ist Vorhofflimmern erst einmal erkannt, kann das Schlaganfallrisiko durch gerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien) gesenkt werden. Dafür stehen heutzutage neben dem altbekannten Phenprocumon (Handelsname: Marcumar) auch sogenannte nicht-Vitamin K-basierte orale Antikoagulanzien (NOAKs) zur Verfügung. Der behandelnde Arzt entscheidet dabei individuell, welches Medikament für den betreffenden Patienten am besten geeignet ist.

„Durch eine bessere Früherkennung von Vorhofflimmern ließen sich viele schwere Schicksalsschläge vermeiden und enorme Kosten im Gesundheitssystem einsparen. Deshalb ist es wichtig, dass Ärzte gezielt nach Vorhofflimmern suchen, indem sie bei ihren Patienten den Puls messen. Und wenn Vorhofflimmern vorliegt, sollte es rechtzeitig und konsequent mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden“, empfiehlt Prof. Dr. Andreas Goette, Chefarzt der Kardiologie im St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn und Vorstandsmitglied des AFNET.

Auf den Internetseiten des AFNET stehen weitere Informationen über Vorhofflimmern und die Behandlung zum Download bereit:

Patienteninformationsbroschüre Vorhofflimmern
http://www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de/de/vorhofflimmern/broschuere-vorhoffl...

Anleitung zum Pulsmessen
http://www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de/sites/default/files/dateien/seiten/pu...

Fragebogen zu Herzrhythmusstörungen
http://www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de/sites/default/files/dateien/seiten/he...

Die Aktionswoche „Vorhofflimmern erkennen und richtig handeln“ (AF Aware Week) ist eine internationale Aufklärungskampagne, die ursprünglich von der britischen Atrial Fibrillation Association (AFA) ins Leben gerufen wurde, siehe
http://www.atrialfibrillation.org.uk/campaigns/afawareweek.html

Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET)
Das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET) ist ein interdisziplinäres Forschungsnetz, in dem Wissenschaftler und Ärzte aus Kliniken und Praxen deutschlandweit zusammenarbeiten. Ziel des Netzwerks ist es, die Behandlung und Versorgung von Patienten mit Vorhofflimmern in Deutschland und Europa durch koordinierte Forschung zu verbessern. Dazu führt das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. wissenschaftsinitiierte klinische Studien (investigator initiated trials = IIT) und Register auf nationaler und internationaler Ebene durch. Der Verein ist aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetz Vorhofflimmern hervorgegangen. Seit Januar 2015 werden einzelne Projekte und Infrastrukturen des AFNET vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) gefördert.
http://www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de

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Bundesweite Datenbank für Vergiftungsfälle startet

Woran vergiften sich die Deutschen? Welche Altersgruppen sind betroffen? Was sind häufigste Vergiftungsumstände? Antworten auf diese und ähnliche Fragen gibt künftig die Falldatenbank der acht deutschen Giftinformationszentren (GIZ), die bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Klinische Toxikologie in Mainz offiziell vorgestellt wurde. Diese Datenbank enthält erste Übersichtsdaten der GIZ zum Expositions- und Vergiftungsgeschehen in Deutschland. Sie ist wichtig, um Programme zur Vergiftungsprävention optimal zu planen, um zukünftig schwere und tödliche Vergiftungen zu vermeiden. Darüber hinaus ein nicht unwesentlicher Aspekt: um unnötige Behandlungen und damit auch Kosten zu vermeiden.


„Mit der Einrichtung dieses gemeinsamen Datenregisters haben die acht deutschen Giftinformationszentren einen wichtigen Schritt erreicht“, sagt der Leiter der Giftinformation Mainz und gleichzeitig Präsident der Gesellschaft für Klinische Toxikologie (GfKT), Dr. Andreas Stürer, und ergänzt: „Die Falldatenbank versetzt uns in die Lage, erstmals einen nationalen Bericht über das Expositions- und Vergiftungsgeschehen in Deutschland zu erstellen.“
Seit wenigen Tagen sind mit 204.923 Fällen alle humanen Expositions- und Vergiftungsfälle des Jahres 2014 aller acht deutschen GIZ in der Datenbank der Fachgesellschaft erfasst. Dies entspricht einer Anzahl von 2,6 Vergiftungsfällen pro 1.000 Einwohner pro Jahr. Derzeit laufen noch interne Qualitätskontrollen, bevor die Daten als erster gemeinsamer Jahresbericht der deutschen GIZ veröffentlicht werden.
Die Vorteile der neuen Falldatenbank der GfKT liegen auf der Hand:
Künftig lässt sich leicht erkennen, welche Gifte und gegebenenfalls Produkte zu bestimmten Vergiftungserscheinungen geführt haben. Auf Basis dessen kann die Produktsicherheit erhöht werden. Auch lässt sich schnell eine Aussage darüber treffen, welche Altersgruppen von Vergiftungen betroffen sind. Das wiederum ist potentiell eine Grundlage dafür, Präventionsmaßnahmen in den betreffenden Altersgruppen anzustoßen. Des Weiteren liefert die Datenbank Erkenntnisse über die Aufnahmerouten von Giften in den Körper. „Auch erlaubt uns die Datenbank aus der Kenntnis von großen Fallzahlen beispielsweise bei Medikamentenüberdosierungen Dosen festzustellen, die keine Schäden verursachen und damit keiner besonderen Behandlung bedürfen“, erklärt Dr. Stürer. Dies spare langfristig nicht unerhebliche Kosten im Gesundheitssystem.
„Die Falldatenbank wird uns sicherlich dabei behilflich sein können, Tendenzen im Expositions- und Vergiftungsgeschehen in Deutschland zu erkennen. Darauf aufbauend lassen sich Programme zur Vergiftungsprävention optimal planen“, betont Dr. Stürer und ergänzt: „Sinnvoll wäre zudem in einer zweiten Stufe eine Erweiterung des Datenspektrums um weitere Parameter.“ Dazu zählen laut Dr. Stürer beispielsweise Detailangaben zu den aufgenommenen Giften und exponierten Produkten wie Handelsnamen, Produktidentifikatoren und eine Klassifizierung in detailliertere Produktgruppen. Auch sollten Mengenangaben, zeitliche Verläufe, Symptome und Klassifizierung nach internationalen Schweregraden, diagnostische und therapeutische Maßnahmen, sowie der Ausgang eines Vergiftungsfalls dokumentiert werden. Diese Daten erfordern jedoch eine aufwändige Qualitätskontrolle in den Giftinformationszentren vor Übertragung in die gemeinsame Datenbank. „Das notwendige Personal hierfür steht in den GIZ derzeit leider noch nicht zur Verfügung“, weiß Dr. Stürer. „Aus diesen Daten ließen sich noch präzisere Angaben ableiten, um zukünftig noch mehr schwere und tödliche Vergiftungen zu vermeiden“, so der Leiter der Giftinformation Mainz. Auch ließe sich anhand umfangreicherer Daten eine optimale Risikobeurteilung vornehmen. Mit einer besseren Risikobeurteilung ließen sich wiederum Kostenersparnisse im Gesundheitssystem erzielen.
Darüber hinaus ist langfristig der Ausbau des Gesamtsystems zum Monitoring mit tagesaktuellem oder stundenaktuellem Datentransfer aus den GIZ in die gemeinsame Datenbank geplant, sofern eine Finanzierung sichergestellt ist. „Wir bekämen so ein Frühwarnsystem für Vergiftungserscheinungen in Deutschland. Damit ließen sich insbesondere gleichzeitige, an verschiedenen Orten in Deutschland auftretende versehentliche oder beabsichtigte Vergiftungen deutlich schneller erkennen als bei einer nur regionalen Datensammlung. Durch diese Früherkennung wäre ein rascheres Eingreifen und damit die Verminderung von schweren oder sogar tödlichen Vergiftungen möglich“, unterstreicht Dr. Stürer.
Die richtungsweisende Entscheidung, eine solche Falldatenbank zu etablieren, fiel mit dem 50sten Geburtstag der Giftinformation Mainz und dem 30-jährige Bestehen der GfKT zusammen, die letzte Woche an der Universitätsmedizin Mainz gefeiert wurden.

Bildunterzeile: Vergiftungen von Kleinkindern mit Putzmitteln sind leider keine Seltenheit. Die GIZ informieren am Telefon, was im Vergiftungsfall zu tun ist.
Quelle: fotolia-redpepper82
Für eine eventuelle Nutzung dieses Fotos bitten wir Sie die Bildrechte mit der Bildagentur Fotolia abzuklären.
URL: www.klinitox.de



Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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Wenn das Baby zuckt und zittert

Baby-GesundheitSchrecksekunden und Anlass für frisch gebackene Eltern sich Sorgen zu machen: Das Baby zuckt aus dem Nichts heraus zusammen. Die Ärmchen oder Beinchen zittern kurz, der Unterkiefer vibriert. Keine Sorge, das ist vollkommen harmlos, erklärten Kinderärzte im Apothekenmagazin "Baby und Familie".

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