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Lifestyle

Kopfhörer von Beats by Dr. Dre fallen bei Stiftung Warentest durch

KopfhörerEin guter Kopfhörer muss nicht teuer sein. Die Stiftung Warentest hat für die Mai-Ausgabe der Zeitschrift test 20 Kopfhörer für den mobilen Einsatz getestet. Einige teure Produkte enttäuschen, während der Testsieger dem Ohr und dem Geldbeutel gleichermaßen Freude bereitet. Der Testsieger der Marke Sennheiser kostet gerade mal 59 Euro und kann mit seiner Klangqualität Geräte hinter sich lassen, die mehr als doppelt so viel kosten. So unter anderem ein Modell des angesagten Herstellers Beats by Dr. Dre. Bei Fußballspielern und Schülern gleichermaßen beliebt, enttäuschte der hochpreisige Kopfhörer mit dem markanten roten Logo vor allem beim Falltest aus 180 cm Höhe auf einen Holzboden.

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Schweiz: Osterkonzert in der Zürcher Tonhalle, ein Event der Concert Media AG, 20. April 2014, besucht von Léonard Wüst

Der grosse Konzertsaal der Zürcher TonhalleBesetzung

Prague Festival Orchestra, Dirigentin Rimma Sushanskaya, Solist Kirill Troussov, Violine

Konzertprogramm:

„Die Moldau“ (Bedrich Smetana, 1824 – 1884)

„Violinkonzert in D – Dur“ (Pjotr Ilijtsch Tschaikowski, 1840 – 1893)

„Bilder einer Ausstellung“ (Komposition für Klavier Modest Mussorgsky, 1839 – 1881), Bearbeitung & Interpretation für Orchester von Maurice Ravel

„Boléro“ (Maurice Ravel, 1875 – 1937)

Prague Festival Orchestra

 

Normalerweise wurde noch nie etwas Gutes daraus, wenn die Russen den Tschechen ihren Stempel, ihr Dirigat und Stil aufdrücken wollten. Dass das ausnahmsweise auch mal sehr gute Resultate ergibt, wurde aber an diesem Spätnachmittag sehr schnell deutlich.

Rimma Sushanskaya, Dirigentin

 

Die gebürtige Sankt Petersburger Dirigentin Rimma Sushanskaya startete mit der heimlichen tschechischen Nationalhymne „Die Moldau“ aus Smetana`s symphonischer Dichtung „Ma Vlast“ (Mein Vaterland), wohl eine der weltbekanntesten klassischen Melodien überhaupt, nebst Mozart`s kleiner Nachtmusik und vielleicht noch die Melodie in F von Franz Liszt.

Raffiniert süffig und elegant die Bläser, weich die Streicher im Zeichnen der böhmischen Landschaft, zügig und stringent das von Rimma Sushanskaya mit dem Dirigentenstab vorgegebene Tempo. Genuss für Ohr und Auge, da sich die Musiker im wahrsten Sinne des Wortes auch ins Zeug legten.

Solist Kirill Troussov,Violine

 

Dann betrat Kirill Troussov (*1982) mit seiner Stradivari „Brodsky“, gebaut im Jahre 1702.die Bühne. Auch er kommt aus Sankt Petersburg und war u.a. schon Gewinner des Yehudi Menuhin Violinwettbewerbes und des europäischen Kulturpreises „Pro Europa“. Er spielte das von Tschaikowski am Genfer See nach einer längeren Schaffenskrise komponierte Violinkonzert feinfühlig und doch fulminant wo angezeigt, sanft und aufmüpfig wo angedacht. Der Solist erhielt nach seinem Auftritt statt des obligaten Blumenstrauss` dem Tag entsprechend einen schön verpackten Schokoladenosterhasen. Natürlich forderte das Publikum stürmisch eine Zugabe, die Troussov auf seine Art humorvoll erklärte und gewährte. So kamen wir in den Genuss des bekannten Kinderliedes „Mein Hut der hat drei Ecken“, spitzbübisch zelebriert im Stile Niccolò Paganinis, sehr zur Freude auch des Orchesters.

Nach der Pause führte Sushanskaya durch die Bilder einer Ausstellung, d.h. sie führte nicht nur, sie packte sie aus und erklärte sie mithilfe ihrer brillanten Mitmusiker auf eindrückliche, packend intensive Art, entsprechend ergriffen und begeistert waren die Anwesenden. Der abschliessende „Boléro“ von Maurice Ravel war dann noch ein Schaulaufen, der Höhepunkt eines aussergewöhnlichen, aufwühlenden Konzertes, das noch lange nachwirken wird.

Text:  www.leonardwuest.ch

Veranstalter und Fotos:  http://www.concertmedia.de/?lang=de

 


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Schweiz: Lucerne Festival an Ostern 2014: Sinfoniekonzert 4, Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks | Andris Nelsons | Solisten

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

 

Parsifal, Richard Wagner (1813-1883) Konzertante Aufführung des dritten Aufzugs

 

Kurze Werkbeschreibung:

Richard Wagners letztes Werk, sein Bühnenweihfestspiel Parsifal, feiert das Christentum als Mythologie. Im dritten Akt, im balsamischen «Karfreitagszauber», kommen sogar noch pantheistische Momente ins Spiel, die romantische Naturfrömmigkeit in der Tradition Joseph von Eichendorffs. Im Grunde aber zelebriert Wagner die Musik selbst als eine Art Religion: Auf dem Grünen Hügel in Bayreuth hatte er sich sogar einen exklusiven «Tempel» für sein eigenes Bühnenschaffen errichtet, und ausschliesslich dort sollte der Parsifal aufgeführt werden – so jedenfalls war es Wagners Wunsch. Das Werk huldigt seinem mystischen Ideal eines unsichtbaren Theaters: Da Wagner die Musik für eine nächtliche, verborgene Kunst hielt, gibt es hier wenig zu sehen, für das Ohr jedoch alles zu entdecken. «Der Parsifal ist die Erweckung des modernen Orchesters zu sich selbst», weiss Andris Nelsons, der in Bayreuth als Dirigent des Lohengrin für Furore gesorgt hat. «Als hätte Wagner sich mit seinem letzten Musikdrama von allen Äusserlichkeiten befreit.»

Musik kann schmerzen, wenn bei einem Popkonzert die Verstärkeranlage zu laut eingestellt ist und die Bässe so dröhnen, dass Dir fast das Trommelfell platzt.

Dass Musik aber auch auf eine angenehme Art weh tun kann, bewiesen die Protagonisten des Konzertes im Luzerner KKL  am 12. April anlässlich des Lucerne Festivals an Ostern 2014.

Andris Nelsons, Dirigent

 

Besonders gespannt auf den „Neuen“, den wahrscheinlichen Nachfolger von Claudio Abbado für die Leitung des „Lucerne Festival Orchestra“, den 1978 in Riga geborenen Letten Andris Nelsons, begab ich mich nach Luzern.

Zusammen mit dem Symphonieorchester und dem Chor des Bayerischen Rundfunks zelebrierte er den dritten Aufzug des „Parsifal“. Als Solisten wirkten mit: der Neuseeländer Simon O’Neill, Parsifal (Tenor), der aus Deutschland stammende Georg Zeppenfeld, Gurnemanz, (Bass), sowie der Pole Tomasz Konieczny, (Bassbariton), als Amfortas.

Tenor Simon O’Neill, Parsifal

 

Die Solisten, obwohl  wahrscheinlich nur Wagnerianern schon hinlänglich bekannt, waren absolute Weltklasse, auch bar jeglicher Gestik physisch unglaublich präsent, nicht im Geringsten angestrengt.

Tomasz Konieczny, Bassbariton,Amfortas

 

Auf mich wirkte das Gebotene fast beängstigend betörend und physisch, als auch psychisch sehr anstrengend. In etwa gleich erging es wohl den meisten der Anwesenden, wie unschwer festzustellen war.

Georg Zeppenfeld, Bass, Gurnemanz

 

So spendete man auch nicht rauschenden Beifall, sondern applaudierte irgendwie abgehoben und entgeistert. Beim Verlassen des Konzertsaales grüsste ich kurz einen Bekannten, dem entfuhr nur ein „unglaublich“ anstelle eines Grusses. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Text: www.leonardwuest.ch Fotos: www.lucernefestival.ch

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Schweiz: Lucerne Festival an Ostern 2014: Chorkonzert 3 in der Jesuitenkirche, 10. April, Junge Philharmonie Zentralschweiz, Akademiechor Luzern, Marcus Creed (Dirigent) und Solisten

Die Jesuitenkirche in Luzern

 

Belshazzar fast unaussprechlich schon der Name des Oratoriums, zu dem Charles Jennens (1770 – 1773), nach den Büchern: Daniel, Jeremia und Jesaja den Text verfasste und das Georg Friedrich Händel euphorisch vertonte. Das «Menetekel», (die nicht dechiffrierbare Schrift an der Wand), ist im Sprachgebrauch bis heute geblieben als Synonym für drohendes Unheil. Dargeboten wurde das Werk in der Originalsprache, also auf Englisch. In der prachtvollen Jesuitenkirche,  gleich neben dem Luzerner Theater an der Reuss gelegen, erwartete das zahlreich erschienene Publikum einmal mehr eine Meisterleistung der einheimischen jungen Philharmonie Zentralschweiz und des ebenso in Luzern gegründeten und beheimateten Akademiechors, geführt vom Dirigenten

Marcus Creed, Dirigent

 

Marcus Creed (bekannt als ausgewiesener Barockmusikspezialist)  und unterstützt von ausgezeichneten Solisten.

Auch von den fünf Solisten sind zwei aus der Region, der Countertenor Peter Kennel (gebürtiger Luzerner) in der Rolle des Daniel und der sehr junge (Jahrgang 1990) Bassbariton Jonathan Prelicz aus Arth -Goldau als Gobrias. Die vorgesehene Sopranistin Gabriela Bürgler, aufgewachsen im Kanton Schwyz, musste infolge Erkrankung kurzfristig absagen, sonst wären sogar 3 der 5 Solisten aus der Innerschweiz gekommen.

 

 

Der Akademiechor Luzern

 

Für Bürgler fand man erfreulicherweise mehr als nur valablen Ersatz. Die aus den USA stammende Kimberly Brockmann wurde der schwierigen Aufgabe in der Rolle der Königsmutter Nitocris mehr als gerecht, sowohl stimmlich wie auch mimisch. So blieben noch Lisa Wedekind als Altistin in der Rolle von König Cyrus und der glänzend aufgelegte polnische Tenor als Belshazzar als Nichteinheimische, nicht aber als Fremdkörper.

 

 

 

Die Junge Philharmonie Zentralschweiz

 

Marcus Creed führte zügig und gestenreich durch das opulente Drama, das durchaus auch in der heutigen Zeit spielen könnte. Der Geschichten von Aufstieg, Hochmut gepaart mit Arroganz und darauffolgendem Absturz gibt’s ja zur Genüge, sei es in Politik, Wirtschaft, Sport oder in der High Society. Händel schrieb ja total drei verschiedene Fassungen des Epos, aufgeführt wurde das Oratorium in Luzern in zwei Teilen, was etwas über 2 Stunden dauerte. Schwere aber schöne Kost, die auch dem Publikum einiges an Konzentration und Aufmerksamkeit abforderte.

Text: www.leonardwuest.ch Fotos: www.lucernefestival.ch


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