Stadt Bochum Infos:350 Bochumerinnen und Bochumer zum Europatag in der Christuskirche
Rund 350 Menschen nahmen am Dienstag, 8. Mai, auf Einladung der evangelischen Kirche Bochum und der Stadt in der Christuskirche an einer Lesung mit Diskussion zum Europatag teil. Prominenter Gast bei der Veranstaltung war der Schriftsteller Robert Menasse, der Passagen aus seinem großen europäischen Roman „Die Hauptstadt“ vortrug und anschließend mit Zuhörerinnen und Zuhörern diskutierte.
Superintendent Dr. Gerald Hagmann eröffnete den Abend mit einer Erinnerung an die Gründung der Europäischen Union. „Vor 68 Jahren wurde die Idee geboren, dass wir uns fortan so in- und miteinander verwickeln, dass es nie wieder Krieg geben kann.“ Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch stellte den Bezug zum Ort der Veranstaltung her und verwies auf den Platz des Europäischen Versprechens vor der Christuskirche, in dessen Boden die Namen von Bürgerinnen und Bürgern eingelassen sind, die sich für Europa stark machen. „Es ist heute wieder deutlich geworden, wie sinnvoll es ist, ins Gespräch zu kommen über die dort gegebenen tausend stillen Versprechen“, so Eiskirch in seinem Schlusswort.
Nach der Lesung hatten sich zwei Schülerinnen und ein Schüler der Hildegardis-Schule, der Bochumer Unternehmer Michael Mauer und Nikolai Fuchs von der GLS Treuhand eine engagierte Diskussion mit Robert Menasse geliefert. Unter der Moderation von Dr. Ralph Köhnen von der Literarischen Gesellschaft Bochum ging es um Themen wie europäische Gemeinsamkeiten und Kulturpolitik, aber auch Kritik an der supranationalistischen Organisation der EU. Im Anschluss warb Menasse für das European Balcony Project: Auf geschichtsträchtigen Balkonen in ganz Europa soll im November die Republik Europa ausgerufen werden. Zur Durchführung des Projekts läuft derzeit – noch bis zum 19. Mai – ein Crowdfunding-Project. Der Autor freut sich über Unterstützung: https://wemakeit.com/projects/
Christuskirchen-Pfarrer Thomas Wessel zog nach der Veranstaltung ein positives Fazit: „Ich bin froh, dass die städtische Öffentlichkeit da war und gesagt hat: Wir sind eine europäische Stadt.“
