Stadt Bochum Infos:Letzter Bauabschnitt Kortumstraße stellt Logistik vor große Herausforderungen
Kortumstraße
Da die Straße in diesem Abschnitt nur zwischen elf und zwölf Metern breit ist, stellt dieser Bauabschnitt eine besondere Herausforderung für die Logistik der Baustelle dar. Besucherinnen und Besucher müssen trotz laufender Arbeiten die Geschäfte erreichen können, vor allen Dingen aber muss gewährleistet sein, dass die Feuerwehr im Notfall mit ihren Drehleitern jedes Gebäude ohne Probleme erreichen kann. Daher ist in diesem Bauabschnitt ein maximal 25 Meter langes Baufeld möglich, was die Bauzeit insbesondere bei den Kanal- und Leitungsbauarbeiten deutlich verlängert.
Der Erneuerung des Mischwasserkanals ist voraussichtlich in zwei Wochen abgeschlossen. Die Kanalhausanschlüsse (insgesamt 54) auf der Westseite wurden bereits an den neuen Kanal angeschlossen, die Anschlüsse der Ostseite werden in den kommenden Wochen nach und nach fertiggestellt. Unmittelbar nach Einbau des Kanals beginnen die Arbeiten der Stadtwerke Bochum Netz GmbH an der Fernwärmeleitung, kurz vor der Eimündung zur Bongardstraße. Diese werden abschnittsweise bis zum Husemannplatz durch das Baufeld „wandern“. Danach werden vor Beginn der eigentlichen Straßenbauarbeiten noch etwa 1,2 Kilometer neue Kabel und rund 1,1 Kilometer Leerrohre in der Kortumstraße verlegt. Außerdem wird die Netzgesellschaft der Stadtwerke insgesamt 16 Hausanschlüsse unterschiedlichster Medien erneuern und umbinden.
Die bisher durchgeführten Arbeiten liegen weitestgehend im Zeitplan. Die Bombenentschärfung und der Orkan im Januar, die strenge Frostperiode im Februar, aber auch die immer wieder wegen des Untergrunds notwendigen Arbeiten in Handschachtung haben dafür gesorgt, dass die Baustelle aktuell zwei bis drei Wochen hinter dem Plan liegt. Die Netzgesellschaft der Stadtwerke und das Tiefbauamt der Stadt sind aber optimistisch, den Rückstand in den kommenden Monaten wieder aufzuholen – zumal sich die Zusammenarbeit mit der beauftragten Firma Könning sehr professionell und lösungsorientiert gestaltet.
Die Gestaltung der Kortumstraße in der Fußgängerzone setzt die Leitidee der ebenen „Gasse“ als mittige Laufzone mit rechts und links angrenzenden Seitenflächen um. Als Beleuchtung ist wieder die durchgängige, einseitige Anordnung von Lichtstelen geplant. In diesem Abschnitt werden die Lichtstelen auf der östlichen Seite aufgestellt.
Die rund fünf Meter breite Laufzone/Fahrgasse (im Dachprofil aus 15 mal 15 Zentimeter großen, anthrazitfarbenen Betonpflastersteinen) wird beidseitig durch 30 Zentimeter breite Naturbasaltbordsteine und ein fünf Zentimeter breites, schwarzes Natursteinband bündig, ohne Kante, eingegrenzt. Die angrenzenden Freisitzflächen und Aufenthaltszonen bis zu den Gebäuden sind in der Gasse beidseitig knapp drei Meter breit. Hier werden die anthrazitfarbenen Betonsteinplatten in einer Größe von 60 x 30 Zentimetern verlegt.
Die gesamten Baukosten der Stadt Bochum belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro, die der Stadtwerke Bochum Netz GmbH auf rund 600.000 Euro.
