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Stadt Dortmund Infos:Nordwärts wirkt: Der Grünzug „Emscher nordwärts“ nimmt Gestalt an

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Nordwärts kümmert sich auch um vergessene Stadträume. Dies zeigt sich insbesondere in dem Konzept Grünzug „Emscher nordwärts“. Eingebettet in das Dekadenprojekt „nordwärts“ rückt die Stadt Dortmund ein großräumiges, innovatives und zukunftsweisendes Wohn-, Gewerbe- und Freizeitband in den Fokus.

 

 

 

 

Entlang der Emscher, von der Rheinischen Straße und den Brachflächen der ehemaligen Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP), über die Kokerei Hansa, den Deusenberg, bis hin zum Bahnhof Mooskamp im Norden, entsteht eine Entwicklungsachse, die Tradition mit Moderne und montanindustrielle Geschichte mit zukunftsweisenden Lebensräumen verbindet.

Das Projekt versteht sich dabei als Beitrag der Stadt Dortmund zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027. Ein Angebot an das Land NRW, im Rahmen internationaler und deutschlandweiter Aufmerksamkeit Synergien effektiv und unter höchstem Qualitätsanspruch zu nutzen, um so in einer vom Strukturwandel geprägten Region wesentliche Potenziale zwischen Naturraum und urbanen Gebieten hervorzuheben und zu aktivieren.

Das Konzept Grünzug „Emscher nordwärts“ wurde bereits dem Ältestenrat der Stadt Dortmund vorgestellt. Dem Rat wird das Konzept in seiner Sitzung am 12.07.2018 vorgelegt.

Im Zuge der jüngsten Projektkonkretisierung entstand ein Rahmenplan, der die Grundlage für die weitere integrierte Entwicklung des gesamten Raumes bildet. Die räumlich-inhaltlichen Schwerpunkte der Gesamtkonzeption untergliedern sich dabei in drei Teilräume:

 

Teilraum Süd

Auf der Brachfläche des ehemaligen Werkes Hoesch Spundwand Profile entsteht ein neuer Stadtteil. Kleinteiliges, hochwertiges Gewerbe, innovatives Wohnen in Verbindung mit Wasserelementen und Grünstrukturen sind die Zielvorstellungen für diesen Bereich. Das neue urbane Quartier bildet zum einen die Schnittstelle zu Dorstfeld und zum Emscherraum, zum anderen fördert es die Potenziale des Unionviertels im Süden, sowie über die Rheinische Straße als Verbindungsachse in Richtung Innenstadt.

 

Die Flächen des ehemaligen Werkes Hoesch Spundwand Profile wurden im Jahr 2016 durch die Thelen Holding GmbH erworben. Stadt und Eigentümer sind seitdem regelmäßig über konzeptionellen Nutzungsvarianten im Gespräch um Machbarkeiten zu prüfen.

 

Teilraum Nord

Der Fokus im nördlichen Bereich liegt auf einer Stärkung und Weiterentwicklung der Angebote aus den Bereichen Kultur/Tourismus, Freizeit/Erholung und Wirtschaft/Gewerbe.

Das industriehistorisch bedeutsame Gesamtensemble der Kokerei Hansa, das Energiequartier - ein zukunftsweisender Technologie- und Gewerbepark, die rekultivierte Mülldeponie Deusenberg, die über einen hohen potenziellen Freizeit- und Erholungswert für die Bürgerinnen und Bürger verfügt, das Nahverkehrsmuseum Mooskamp mit der dazugehörenden Gleisinfrastruktur und den Exponaten Dortmunder Nahverkehrsgeschichte sowie der Stadtteil Huckarde bilden den nördlichen Ankerpunkt des Projektgebietes.

 

Teilraum Mitte

Zwischen den Ankerpunkten im Norden und Süden des Plangebietes spannt sich ein grünes Band entlang der renaturierten Emscher, die sog. Emscherpromenade. Durch ihre Freiraumqualitäten lädt sie Stadtbewohner und Gäste zu Aktivitäten, zum Verweilen und Erholen ein. Im zentralen Bereich befindet sich mit dem Hansa-Brückenzug ein monumentales Brückenbauwerk aus vier hintereinander angeordneten und auf Betonpfeilern ruhenden Parallelfachwerkträgern aus den Jahren 1924/25. Dieser einzigartige Ort, ein Zeitzeuge der Verbundwirtschaft in der Industriegeschichte, wird zugänglich und erlebbar gemacht. Hiermit wird die einzige noch bestehende Barriere eines durchgängigen Fuß- und Radweges entlang der Emscher von Holzwickede im Osten bis zur Stadtgrenze Castrop-Rauxel im Nordwesten überwunden.

Die Entwicklung der Teilräume stellt eine einmalige Chance dar, neue Verknüpfungen herzustellen und die verschiedenen Stadtteile und Stadtquartiere zu verbinden. Der Landschaftsraum nimmt dabei stadtklimatische, soziale und ökologische Funktionen wahr und fungiert als Verbindung zwischen Stadtkörper und offener Kulturlandschaft.