Stadt Duisburg Infos:Vortrag in der DenkStätte zu Roma in Marxloh: „Ausgrenzung und Antiziganismus in Duisburg-Marxloh“
Das Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie und das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung laden am kommenden Freitag, 22. Juni, um 14 in die zu einem Vortrag in die DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg (Karmelplatz 5) am Innenhafen ein.
Referentin Sylvia Brennemann ist engagierte Marxloherin und spricht über ihren Stadtteil, der überregional als „Problemstadtteil“ stigmatisiert wird. In den letzten Jahren gelangte Marxloh immer wieder in die Schlagzeilen, wenn es darum geht, mit der Zuwanderung von Roma-Familien Stimmungsmache gegen selbige zu produzieren. Aus Sicht von Sylvia Brennemann handelt es sich um ein Ablenkungsmanöver, um von den eigentlichen Problemen, wachsender Armut, Ausgrenzung und Rassismus abzulenken. Die Referentin beschreibt in ihrem Vortrag die alltäglichen Probleme der betroffenen Roma-Familien. Ein Großteil der Duisburger Roma ist von staatlich existentiellen Leistungen ausgeschlossen, Tausenden fehlt der Zugang zu einer Krankenversicherung und somit zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung. Menschenwürdiger und bezahlbarer Wohnraum steht ihnen zumeist nicht zur Verfügung, noch immer fehlen hunderte Schulplätze.
Die Kinderkrankenschwester Sylvia Brennemann lebt in Marxloh und setzt sich seit Jahren im Stadtteil ein, unter anderem im Petershof und in der Praxis für Menschen ohne Krankenversicherung, die im Petershof angesiedelt war.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
