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Stadt Bochum Infos:Festlicher Empfang für neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger

Einbürgerungsfeier - 19-06-2018
Einbürgerungsfeier - 19-06-2018
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Einbürgerungsfeier - 19-06-2018
Einbürgerungsfeier - 19-06-2018

Da stehen sie jetzt, vorne vor der Bühne im großen Ratssaal, und hören ein bisschen verlegen, aber ziemlich fröhlich aussehend zu, wie sie den übrigen Anwesenden vorgestellt werden. Die rund 80 Gäste erfahren dieses: Der Computerwissenschaftler Ashutosh Gandhi tanzt gerne und organisiert in seiner Freizeit Abende, wo er  seine Nachbarinnen und Nachbarn aus Bochum dazu bringt, komplexe Wissenschafts-Theorien in Tanzschritte zu übersetzen. Aneta Bulugea, neben sich ihre Töchter Sara und Maiam, kümmert sich als Tagesmutter um kleine Kinder in Bochum, auch das, sagt sie, habe ihr Bochum zur zweiten Heimat werden lassen. Der Auszubildende Jefferson Sosa, ein breitschultriger Mann, der vier Mal pro Woche in Wattenscheid zum Boxtraining geht, will gerne Feuerwehrmann werden und die Dolmetscherin Jialing Uhe hat als Sprach-Expertin viel Vergnügen an dem, was man landläufig wohl „Ruhrgebietsschnauze“ nennt.

 

Vier Geschichten, vier unterschiedliche Biographien, vier verschiedene Menschen, die aber alle seit diesem Dienstag, 19. Juni, etwas gemeinsam haben: die deutsche Staatsbürgerschaft.

 

Zum zweiten Mal hatte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zu einem festlichen Einbürgerungs-Empfang ins Rathaus eingeladen: Und zwar die jüngsten und die ältesten Neubürgerinnen und Neubürger aus jenen rund 40 Ländern, aus denen Menschen im vergangenen Jahr eingebürgert worden waren. „Die Rückmeldungen nach der ersten Einbürgerungsfeier waren durchweg so positiv, dass wir das auf jeden Fall wiederholen wollten“, so Eiskirch. Und so nahm er am Dienstag auch Aneta Bulugea aus Rumänien sowie ihren zwei Töchtern Sara und Maia, Ashutosh Gandhi aus Indien, Jefferson Sosa aus der Dominikanischen Republik und Jialing Uhe aus China das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland ab und überreichte ihnen die Einbürgerungsurkunden. „Ihnen allen danke ich sehr, dass Sie sich dafür entschieden haben, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen“, sagte Eiskirch. „Sie bekennen sich damit eindrucksvoll zu diesem Land und zu Werten wie Demokratie, Gleichberechtigung und Toleranz, die die Basis unseres Zusammenlebens sind.“ Rund 2.000 Menschen hätten in den vergangenen zwei Jahren denselben Schritt getan, so der Oberbürgermeister.

 

Eiskirch betonte, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, bedeute nicht, die Verbindung zur Kultur des Ursprungslandes zu kappen: „Die Wurzeln bleiben. Behalten Sie ihre Wurzeln, tragen Sie das mit in unsere Gesellschaft hinein.“

 

Für die musikalische Umrahmung des Empfangs sorgte ein Streichquartett aus Mitgliedern des Jugendsinfonieorchesters. Am Schluss spielten die jungen Musikerinnen und Musiker Beethoven. Die „Ode an die Freude“.