Stadt Bochum Infos:„Hundert und sieben Sachen“ verabschieden sich mit Pauken und Trompeten
Die Jubiläumsausstellung „Hundert und sieben Sachen“ des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte – Stadtarchiv geht in den Endspurt. Nach rund einem Jahr ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Zehn Führungen, drei Exkursionen, zahlreiche Vorträge, ein Stadtrundgang, die Buchvorstellung zur „Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien“ sowie die Ausstellung selbst lockten rund 8.000 Besucherinnen und Besucher an.
Aufhänger der Vorträge und Exkursionen war jeweils ein Objekt aus der Ausstellung: Das Relief des „Löwen von Juda“ – Objekt Nr. 57 – führte Geschichtsinteressierte in die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen, wo sich eine zweite Kopie der Bronzeskulptur im Foyer befindet.
Das Modell des Musikforums – Objekt Nr. 107 – brachte Bochumerinnen und Bochumer in das nun erbaute Anneliese Brost Musikforum Ruhr, wo sie einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der neuen Heimstätte der Bochumer Symphoniker und der städtischen Musikschule bekamen.
Objekt Nr. 32 ist der Steckbrief eines „Lustmörders“ aus dem Jahr 1882 und war Anlass für den Vortrag „Die Lustmordserie im Landkreis Bochum im 19. Jahrhundert“. Über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten den Ausführungen von Andreas Halwer über die akribischen Ermittlungen und die damalige Berichterstattung.
Höhepunkt der „Hundert und sieben Sachen“ war die Vorstellung des gleichnamigen Buches im November 2017. Sie lockte mehr als 200 Besucherinnen und Besucher in die Lounge des VfL-Stadions, wo das Buch unter der Moderation des Journalisten Gerd Depenbrock präsentiert wurde und Frank Goosen, Werner Schmitz, Rainer Einenkel, Michael Farrenkopf und die Herausgeberin selbst, Dr. Ingrid Wölk, Einblicke in ihre Texte gaben. Erschienen im Klartext Verlag, dokumentiert es in Text und Bild sämtliche Ausstellungsobjekte und zählt ganze 78 Autorinnen und Autoren. Darunter beispielsweise Herbert Grönemeyer, der den Text zu „seinem“ Objekt, dem Album „4630 Bochum“, selbst geschrieben hat.
Leiterin Dr. Ingrid Wölk verabschiedet die „Hundert und sieben Sachen“ am Sonntag, 1. Juli, ab 11 Uhr, Wittener Straße 47, dank des Musikkorps der BOGESTRA, mit Pauken und Trompeten. Damit erweisen die Musiker/innen einer Trompete aus Sheffield Referenz, die als Objekt Nr. 95 in der Ausstellung vertreten ist. Sie leistete in ihrer aktiven Zeit der „Unite the Union Brass Band“ gute Dienste, zum Beispiel für die Filmmusik von „Ganz oder gar nicht“. Catherine Gregori und Herbert Schmitz liefern den inhaltlichen Input zur Geschichte. Im Archivkino können sich Interessierte von der Filmkomödie „Ganz oder gar nicht“ unterhalten lassen. Der Eintritt ist frei.
