BVMW , Mittelstand warnt vor steigendem MindestlohnSchulte: Mindestlohn wird zum politischen Vehikel
Der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen sieht die Entscheidung zur Anhebung des Mindestlohns auf 9,35€ pro Stunde bis zum Jahre 2020 kritisch. Dazu erklärt NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW):
„Die Politik hat mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns eine Situation herbeigeführt, in der ein Teil des Arbeitsmarktes aus der Tarifautonomie herausgebrochen wurde. So ist erstmals ein lohnpolitisches Vehikel entstanden, das nur scheinbar dem Pfad der realen Lohnentwicklung folgt. In den kommenden Runden wird der politische Druck auf die Mindestlohnkommission kontinuierlich steigen. Die jüngste Anhebung des Mindestlohns durch die zuständige Kommission wird zahlreiche Betriebe des Dienstleistungssektors hart treffen. Es ist eine grobe Fehleinschätzung zu glauben, der konjunkturelle Aufschwung setze sich ewig in der Weise fort, dass auch trotz steigender Löhne am unteren Lohnende genügend Arbeitsplätze angeboten werden könnten, um die großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Gerade mit Blick auf die Integration von Migranten mit geringem Ausbildungsniveau kann sich der Mindestlohn in vielen Fällen als unüberwindbare Hürde beim Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt erweisen und so wie eine Integrationsbremse wirken.“
„Die Politik hat mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns eine Situation herbeigeführt, in der ein Teil des Arbeitsmarktes aus der Tarifautonomie herausgebrochen wurde. So ist erstmals ein lohnpolitisches Vehikel entstanden, das nur scheinbar dem Pfad der realen Lohnentwicklung folgt. In den kommenden Runden wird der politische Druck auf die Mindestlohnkommission kontinuierlich steigen. Die jüngste Anhebung des Mindestlohns durch die zuständige Kommission wird zahlreiche Betriebe des Dienstleistungssektors hart treffen. Es ist eine grobe Fehleinschätzung zu glauben, der konjunkturelle Aufschwung setze sich ewig in der Weise fort, dass auch trotz steigender Löhne am unteren Lohnende genügend Arbeitsplätze angeboten werden könnten, um die großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Gerade mit Blick auf die Integration von Migranten mit geringem Ausbildungsniveau kann sich der Mindestlohn in vielen Fällen als unüberwindbare Hürde beim Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt erweisen und so wie eine Integrationsbremse wirken.“
Mit den besten Grüßen
BVMW-Pressestelle NRW
Thomas Kolbe, Pressesprecher
Corneliusstr. 16, 40215 Düsseldorf
Tel: 0211/ 301391-31 Fax: 0211/ 301391-39
V.i.S.d.P.: Herbert Schulte
BVMW - Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V.
Eingetragen in das Vereinsregister Berlin-Charlottenburg Nr. 19361 Nz • Präsident: Mario Ohoven • Vizepräsidenten: Willie Grothe, Dr. Hans-Michael Pott• Vorstand: Dr. Helmut Baur, Jens Bormann, Dr. Jochen Leonhardt und Arthur Zimmermann• Bundesgeschäftsführung: Prof. Dr. h.c. Markus Jerger
Über den BVMW
Der BVMW spricht im Rahmen seiner Verbändeallianz als "Stimme des Mittelstands" für mehr als 530.000 Unternehmen deutschlandweit, die rund 10 Mio. Arbeitnehmer beschäftigen. Über 300 Geschäftsstellen im In- und Ausland setzen sich für die im Verband organisierten Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind die Bildung von Netzwerken, die Organisation von Veranstaltungen und die politische Interessenvertretung. Zusammen mit seinen über 40 angeschlossenen Fach- und Branchenverbänden ist der BVMW die größte freiwillig organisierte Kraft des deutschen Mittelstands. In NRW ist der BVMW mit 40 Kreisgeschäftsstellen in den Regionen präsent.
