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Stadt Bochum Infos:Kaufvertrag für Telekom-Block unterzeichnet

Telekom-Block
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Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur weiteren Belebung der Innenstadt ist erreicht: Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke und Andor Baltz, Geschäftsführer des Modehaus Baltz, haben mit ihrer Unterschrift den Verkauf des Telekom-Blocks beurkundet. Damit gehört das zukünftige „Haus des Wissens“, in dem auch eine urbane Markthalle Platz finden soll, nun offiziell der Stadt.

 

„Mit dem Kauf der Immobilie erhalten wir die Gelegenheit, eine große Fläche in der Innenstadt im Ganzen als Handels-, Arbeits- und Freizeitbereich weiterzuentwickeln“, so Dr. Markus Bradtke. „Das wird ein bedeutender Schritt nach vorne, durchaus auch ästhetisch.“ Für Andor Baltz ist die Übernahme der Immobilie durch die Stadt „ein gutes Signal dafür, dass die Innenstadt klar im Fokus ist und die erhoffte Aufwertung nun erfolgen kann.“

 

Auch das Stadtbild wird merklich von der anstehenden Umnutzung und Neugestaltung des Telekom-Blocks geprägt werden. Das Telekomgebäude bildet mit dem historischen Rathaus am Willy-Brandt-Platz ein wichtiges städtebauliches Ensemble. Vis-à-vis zum Rathaus steht das Telekomgebäude an sowohl architektonisch als auch topographisch markanter Stelle in der Innenstadt. Mit seinem Innenhof kann es nun zu einem „Haus des Wissens" umgebaut werden. Bibliothek und VHS können hier ihre neue Heimat finden und als lebendiger Baustein zur Wissenskultur beitragen. Ergänzt wird das „Haus des Wissens“ durch eine Markthalle, die zu einem Treff- und attraktiven Anziehungspunkt für Bochumerinnen und Bochumer, aber auch für auswärtige Gäste werden soll.

 

Der Rat der Stadt hatte dem Kauf der Immobilie in seiner Sitzung im April zugestimmt. „Der Planungswettbewerb hat bereits begonnen“, so Dr. Bradtke. „Wir streben an, im nächsten Jahr einen Architekturwettbewerb starten zu können.“ Ein projektbezogener Beirat begleitet die Entwicklung. Seine Mitglieder sind: Antje Baltz, Unternehmerin; Andor Baltz, Unternehmer; Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum; Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D.; Aysel Osmanoglu, Vorstandsmitglied der GLS-Bank; Dr. Christina Reinhardt, Kanzlerin Ruhruniversität Bochum; Ute Schäfer, Staatsministerin a.D. für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie drei Ratsmitglieder, die im September vom Rat gewählt werden.

 

Stetige Gäste im Beirat sind: Dietmar Dieckmann, Stadt Bochum, Dezernent für Kultur, Bildung und Sport, Dr. Markus Bradtke, Stadt Bochum, Dezernent für Bauen, Umwelt und Mobilität und Ralf Meyer, Bochumer Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft, Geschäftsführer. 

 

Seit mehr als zehn Jahren wird über die Entwicklung der Innenstadt intensiv diskutiert. Die Erwartungen der Einzelhändler, Investoren, der Beschäftigten der Stadt, kurz: der Öffentlichkeit insgesamt sind sehr hoch. Nach einem intensiven Beratungsprozess hat der Rat der Stadt Bochum entschieden, auch das Umfeld des Historischen Rathauses baulich neu zu ordnen. Dort steht das stark sanierungsbedürftige Bildungs- und Verwaltungszentrum (BVZ). Statt für eine aufwändige Kernsanierung hat sich der Rat der Stadt für den Abriss der Immobilie aus-gesprochen – und damit für eine große bauliche Neugestaltung und starke Aufwertung der Bochumer Innenstadt.

 

So soll mit dem Telekom-Block und auf dem freiwerdenden Areal des ehemaligen Justizzentrums das neue Viktoria-Karree entstehen. Es will die dort bisher wenig frequentierte Viktoriastraße beleben und die Bochumer Innenstadt in ihrem Einkaufs- und Dienstleistungsangebot sowie mit einer Markthalle sinnvoll und hochwertig ergänzen.

 

Ziel ist es, den gesamten Bereich entlang der westlichen Seite der Viktoriastraße – zwischen Appolonia-Pfaus-Park, Technischem sowie Historischem Rathaus und Husemannplatz – mit Einzelhandel, Dienstleistungen, Verwaltungsangeboten, Bildungseinrichtungen, Wohnen und einer Markthalle neu zu beleben. Eingebettet werden diese verschiedenen Nutzungen in grüne „Inseln“ mit Verweilplätzen. Die neu gestaltete Viktoriastraße soll so zu einem starken Rückgrat für die Innenstadt werden und diese gegenüber der wachsenden Konkurrenz durch den jederzeit verfügbaren Online-Handel stärken.