Stadt Bochum Infos:Die VHS Bochum lädt zur Diskussion: „Wohnen in Großstrukturen – nur Probleme?“
Die Volkshochschule (VHS) lädt zur kostenfreien und offenen Diskussion „Wohnen in Großstrukturen – nur Probleme?“ am Donnerstag, 26. Juli, um 18.30 Uhr im VHS-Clubraum des Bildungs- und Verwaltungszentrum, Gustav-Heinemann-Platz 2–6 ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der dreitägigen Sommerschule „Zukunft von Gestern für Morgen – Nachkriegsmoderne im Ruhrgebiet“ in der VHS Bochum statt. Anmeldungen für das gesamte Programm oder einzelne Tage und weitere Informationen unter www.vhs-bochum.de. Kursnummer 13028. Die Sommerschule ist eine Kooperation der TU Dortmund (Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung) mit der VHS Bochum und weiteren Partnern.
Seit den 1980er Jahren stehen große Wohnstrukturen aus den 1960er und 1970er Jahren – ob Einzelgebäude oder Großwohnsiedlungen – immer wieder in der Kritik. Dabei werden vielfach Verallgemeinerungen vorgenommen, die bei genauer Betrachtung weniger mit der Architektur
als vielmehr mit dem Erhaltungszustand und der Bewirtschaftung zu tun haben. In jüngster Zeit haben Sanierungsmängel an einigen großen Wohngebäuden zu kurzfristigen Räumungen geführt. So beispielsweise Ende letzten Jahres der „große Hannibal“ mit über 420 Wohneinheiten im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld und ganz aktuell ein Hochhaus in der Bochumer Innenstadt. Diese Tragweite des Umgangs hat neue Debatten um das Wohnen im großen Maßstab angefacht. Es werden Stimmen laut, die den vollständigen Abbruch oder einen Teilrückbau fordern. Sind das die richtigen Ansätze? Denn gleichzeitig ist ein neues Interesse an hochgeschossigen Wohnanlagen im Neubau erkennbar. Oder lohnt ein Blick in die Geschichte auf die ursprünglichen Ideen und Konzepte? Und: Gibt es aktuelle Strategien jenseits renditeorientierter Ansätze zum Umgang mit dem Wohnen in Großstrukturen?
