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Wenn ein Schutzengel zum Tyrannen wird: Neue Erkenntnisse der Schmerzforschung

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Vortrag von Rohini Kuner im Mercedes-Benz Museum

Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe „Dialog im Museum“ statt.
24. September 2019 um 19 Uhr
im Mercedes-Benz Museum, Großer Saal
Mercedesstraße 100, 70372 Stuttgart

Mit dem Schmerz verhält es sich wie mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde: Er vermag
unseren Körper vor Schaden zu bewahren, kann aber auch zum unbarmherzigen
Tyrannen werden. Diese Janusköpfigkeit ist bis heute ein Rätsel: Wie kann
sich eine vitale Schutzfunktion in eine chronische Krankheit verwandeln?
Manche Betroffene empfinden chronische Schmerzen als tiefen persönlichen
Angriff auf ihr Selbst.

Ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit von Rohini Kuner liegt in
der Erforschung der molekularen Grundlagen von schwer zu behandelnden,
aber klinisch bedeutenden Schmerzkrankheiten. In ihrem Vortrag geht sie
der Frage nach, wie sich der Schmerz als Gedächtnisspur in das
Nervensystem eingräbt und wie das sogenannte „Schmerzgedächtnis“ entsteht;
aber auch wie bestehende neuronale Verbindungen wieder gelöscht werden
können und an welchen neuen Therapien die Forschung arbeitet.

Zur Person
Prof. Rohini Kuner, Ph.D., ist Direktorin des Pharmakologischen Instituts
der Medizinischen Fakultät Heidelberg, wo sie den Lehrstuhl für
Pharmakologie und Toxikologie innehat. Nach ihrem Bachelorabschluss in
pharmazeutischer Technologie an der Universität Bombay promovierte sie an
der University of Iowa (USA) und habilitierte sich an der Universität
Heidelberg. Für ihre Forschung wurde sie mit zahlreichen Preisen
ausgezeichnet und u. a. als Mitglied der Leopoldina, der Nationalen
Akademie der Wissenschaften, berufen.