Klimaalarm Münster zur Roten Linie
Am Samstagmittag gingen zahlreiche Münsteranerinnen und Münsteraner auf die Straße und folgten dem Aufruf des neunen Bündnisses Klimaalarm Münster. Dieses hatte zu einer Roten Linie um die Innenstadt mobilisiert, um den Münsteraner Alltag zu unterbrechen und deutlich zu zeigen, „Die Klimakrise ist da, bis hierhin und nicht weiter!“.
Um fünf nach zwölf begann es mit einer Kundgebung auf dem Prinzipalmarkt, auf der unter anderem Michael Zobel, Waldführer im Hambacher Forst, sprach. „Der Klimaalarm muss die erste Welle von vielen dezentralen Aktionen sein. Wir müssen auf die Straße“, so Zobel. Vertreter des Bündnisses Sofortiger Atomausstieg machten deutlich: „Noch immer wird in Gronau Uran angereichert, auch nach dem Atomausstieg. Die Antiatombewegung gehört zur Klimabewegung“. Danach bewegten sich die Protestierenden, viele in roter Kleidung, in acht Gruppen Richtung Promenade.
Zwar gingen, wohl auch wegen des schlechten Wetters, mit knapp 2000 Menschen etwas weniger auf die Straße als erhofft, dennoch gelang es fast überall eine geschlossene rote Linie um die Promenade zu bilden. „Wir sind froh dass so viele Menschen an der Aktion teilgenommen haben. Dieses Wochenende war ja nur ein erster Auftakt. Wir machen weiter“ so die Pressesprecherin des Bündnisses Mia Kundy. Frustriert hingegen sind die Aktivist*innen von den Ergebnissen des Klimakabinetts. „Diese Beschlüsse sind in keiner Weise ausreichend. Dieses Klimaschmutzpaket hat uns noch mehr bestärkt, dass der Protest weiter gehen muss“. Und weitere Aktionen werden folgen, denn das Bündnis Klimaalarm ist Teil der europaweiten Kampagne „By2020Weriseup“. Die rote Linie Aktion fand im Rahmen der ersten Welle von By2020Weriseup statt. „Die zweite Welle wird im Januar 2020 Folgen, dann sind wir wieder dabei“ ist sich Kundy sicher.
