Tag des offenen Denkmals® 2025 zeigt die Vielfalt und Einzigartigkeit der Denkmäler in Duisburg
Der Tag des offenen Denkmals® findet in diesem Jahr am 14. September
unter dem Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ statt.
Bundesweit öffnen wieder viele tausende Denkmäler ihre Türen für Besucher
und Besucherinnen. Koordiniert wird die größte Kulturveranstaltung
Deutschlands von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
„Interessierte sind eingeladen nach Duisburg zu kommen und die
Einzigartigkeit, die Vielfalt und den besonderen Wert von Denkmälern in
unserer Stadt kennenzulernen“, so der zuständige Beigeordnete Michael
Rüscher. „Zu entdecken gibt es Bauwerke aus verschiedenen Epochen, die
Geschichte erlebbar machen: von der mittelalterlichen Stadtmauer über
imposante Industriedenkmäler wie den Landschaftspark Duisburg-Nord oder
die Plange Mühle in Homberg bis hin zu außergewöhnlichen Bauten der
Nachkriegszeit wie dem Lehmbruck Museum mit seiner einzigartigen
Architektur.“
Besucherinnen und Besucher können auch herausfinden, welche Chancen
und Herausforderungen es im Umgang mit historischen Bauten gibt und wie
der Spagat zwischen Tradition und Fortschritt gelingen kann. Dazu gibt es ein
abwechslungsreiches und spannendes Programm mit Führungen,
Ausstellungen, Konzerten, Workshops, Vorträgen und vielem mehr.
Was macht ein Denkmal „Wert-voll“? Das Jahresmotto regt dazu an, den
besonderen Wert von Denkmälern und die gesellschaftliche Relevanz von
Denkmalschutz und Denkmalpflege sichtbar zu machen. Der Wert eines
Denkmals lässt sich kaum in Zahlen bemessen. Denkmäler sind Teil unseres
kulturellen Erbes. Sie bewahren Geschichten und Erinnerungen,
jahrhundertealtes Wissen und herausragende Handwerkskunst.
Sicherlich kann die Bewahrung von historischer Bausubstanz herausfordernd
sein: „Denkmalprojekte erfordern viel Sorgfalt in der Planung und Umsetzung.
Dabei müssen ökologische und wirtschaftliche Erwägungen und
Denkmalschutz nicht zwingend im Gegensatz zu einander stehen. Wer
Denkmäler schützt, bewahrt kulturelles Erbe für nachfolgende Generationen.
Insbesondere Eigentümerinnen und Eigentümer leisten mit ihrem
unermüdlichen Einsatz für ihre Denkmäler einen wichtigen Beitrag“, so Julia
Nückel von der Unteren Denkmalbehörde.
Veranstaltungshighlights
Die Plange Mühle Homberg bildet mit ihren aufragenden Mühlen- und
Silogebäuden eine prägnante städtebauliche Landmarke an der Homberger
Rheinfront. Das sogenannte Fabrikschloss, die ehemalige industrielle
Getreidemühle, wird aktuell aufwendig saniert und zu einem Wohn- und
Gewerbeensemble umgebaut. Das Projekt bewahrt die historische
Architektur, verbindet sie mit modernen Nutzungskonzepten und macht
Industriekultur so neu erlebbar. Interessierte erhalten die Gelegenheit, die
erstaunliche Transformation des Fabrikschlosses bei Führungen
mitzuerleben.
Auch das Schwelgernstadion in Hamborn öffnet seine Tore. Zur Eröffnung
am 20. September 1925 strömten 30.000 Menschen in das neue Stadion. In
den folgenden Jahren wurde das Stadion nicht nur für zahlreiche
Sportveranstaltungen wie Fußball, Radrennen, Leichtathletik oder Boxen,sondern auch als Bühne für politische Inszenierungen und
Schauvorführungen genutzt. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens
präsentiert der Heimatverein Hamborn e. V. an diesem Tag ein spannendes
Programm rund um das Schwelgernstadion und die Geschichte(n) dieses
historischen Ortes.
Die Stadtmauer ist eines der bedeutendsten Denkmäler in Duisburg und für
die Geschichte der Stadt unschätzbar wertvoll. Die mittelalterliche
Befestigungsanlage verbindet zentrale Orte in der Innenstadt miteinander.
Besucherinnen und Besucher sind am 14. September eingeladen, an einem
geführten Spaziergang entlang der Duisburger Stadtmauer teilzunehmen.
Dabei wird auf die Bedeutung und den Wert des Bau- und Bodendenkmals
sowie die Herausforderungen im Umgang mit diesem besonderen Bauwerk
eingegangen. Zudem werden neue Erkenntnisse über die Entstehungszeit
der Stadtmauer, deren Entwicklung und spätere Einbindung in die städtische
Bebauung vermittelt.
Mit dem Landesarchiv NRW öffnet ein weiteres imposantes Baudenkmal in
Duisburg und einer der größten Archivbauten Europas seine Türen. Bei
spannenden Entdeckungstouren durch den ehemaligen Getreidespeicher am
Innenhafen und Workshops erhalten Besuchende Einblicke in die Arbeit des
Landesarchivs und in die (Auf-)Bewahrung von unterschiedlichsten
Archivalien aus 1200 Jahren rheinischer Geschichte.
Der Landschaftspark Duisburg-Nord zählt zu den beliebtesten Natur- und
Kulturlandschaften in NRW. Hier verbinden sich Industriekultur, Natur und
Lichtkunst zu einer einzigartigen Parklandschaft. Zum Denkmaltag öffnet der
Landschaftspark Duisburg-Nord den Koksbrechturm für Besichtigungen und
neue Blickwinkel auf Hüttenwerk und Gartendenkmal. Mitarbeitende des
Landschaftsparks und Guides beantworten Fragen zur Industriegeschichte
und zum Gartendenkmal, erläutern die Entstehungsgeschichte der
Sintergärten und Hintergründe zu Windrad und Wasserpfad.
Diese und viele weitere Denkmäler in Duisburg laden am Tag des offenen
Denkmals® zum Besuch ein und ermöglichen erstaunliche Einblicke in
Geschichte, Architektur, Handwerk und Kunst sowie verschiedene
Perspektiven auf Denkmalschutz und Denkmalpflege.
Eine Übersicht über die geöffneten Denkmäler in Duisburg bietet das
Programmheft. Weitere Informationen sind online abrufbar unter
www.duisburg.de/tag_des_offenen_denkmals. Das bundesweite Programm
ist auf der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und über die App
zum Tag des offenen Denkmals® abrufbar.
Hintergrund:
Seit 1993 wird der Tag des offenen Denkmals® bundesweit von der
Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert und ist eine geschützte Marke
der Stiftung. Der Aktionstag findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im
September unter einem anderen Motto statt. Tausende Denkmäler in ganz
Deutschland öffnen an diesem Tag ihre Türen für Kultur- und
Denkmalinteressierte. Vor Ort wird der Aktionstag von vielen Veranstaltenden
– Denkmaleigentümern, Denkmalforschern und -pflegern, Vereinen und
Initiativen – gestaltet. Die Veranstaltung möchte ein breites Publikum
ansprechen und begeistern. Mit jährlich Millionen Besucherinnen und
Besuchern handelt es sich um die größte Kulturveranstaltung Deutschlands.
