Auszeichnung für Kinder und Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Die Landessiegerinnen und Landessieger zum Thema „Bis
hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte” stehen
fest Die aktuelle Wettbewerbsrunde
ist die erfolgreichste seit 30 Jahren: Über 6.720 Kinder und
Jugendliche haben mit 2.289 Beiträgen am Geschichtswettbewerb
teilgenommen.
Damit folgten sie dem Aufruf von Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier, in der eigenen Familien- und
Regionalgeschichte auf Spurensuche zu gehen. Die meisten
Einsendungen kamen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen,
Baden-Württemberg und Hamburg.
In Nordrhein-Westfalen wurden 621 Beiträge von 1776
Teilnehmenden eingereicht. Neben den 68 Landes- und 68
Förderpreisen, die nach Nordrhein-Westfalen gehen, darf sich das
Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster über die
Auszeichnung als landesbeste Schule freuen. Der Gruppenpreis
geht an 14 Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse des
Gymnasiums Schloss Holte-Stukenbrock. Mithilfe einer Website
zeigen sie die wechselvolle Geschichte des Ortes auf.
Historische Spurensuche in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen hat mit insgesamt 136 vergebenen Landes-
und Förderpreisen die meisten Auszeichnungen im bundesweiten
Vergleich zu verzeichnen. Dementsprechend groß ist die Vielfalt
der Themen und der Beitragsformate.
So geht ein Landessieg an 22 Schülerinnen und Schüler einer
vierten Klasse. In Form eines „Lap-Books“ erforschten sie die
Dhünntalsperre in ihrer Region und fanden heraus welche
geografischen, aber auch gesellschaftlichen Grenzen diese bis in
die heutige Zeit prägt. Eine Gruppe von 13 Teilnehmenden einer
13. Klasse erarbeite in einer Ausstellung die Geschichte des
Paragrafen 175 vom Kaiserreich bis zur Aufhebung des Paragrafen
im Jahr 1994 – mit einem Bezug zur queeren Community in ihrer
Heimatstadt Oberhausen. Dafür erhielten sie einen weiteren
Landessieg. Einer mittelalterlichen Grenze in Broichweiden bei
PRESSEMITTEILUNG
Würselen gingen 23 Teilnehmende einer neunten Klasse auf den
Grund. Für einen Film erstellte die Gruppe ein dreidimensionales
Modell einer Kirche, in der damals die Grenze zwischen der
Reichsstadt Aachen und dem Herzogtum Berg lag. Mit diesem
Beitrag gewinnt die Gruppe ebenfalls einen Landessieg.
Auszeichnung der besten Beiträge auf Landesebene
Am 8. September wurden die Preisträgerinnen und Preisträger im
Rahmen der feierlichen Landespreisverleihung im Haus der
Geschichte in Bonn ausgezeichnet. Die nordrhein-westfälische
Bildungsministerin Dorothee Feller und der Leiter der Stiftung das
Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Harald
Biermann sowie Eva Nemela, Mitglied des Vorstands der Körber-
Stiftung, überreichten auf der Bühne die Urkunden. Eva Nemela
hielt die Laudatio auf die landesbeste Schule und überreichte die
Urkunde an den Schulleiter des Annette-von-Droste-Hülshoff-
Gymnasiums in Münster, Jochen Wilsmann. Die Gewinnerinnen
und Gewinner der 68 in Nordrhein-Westfalen ausgezeichneten
Landessiege haben zudem die Chance auf einen der 50
Bundespreise. Die fünf Ersten Preise auf Bundesebene werden am
11. November 2025 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
im Schloss Bellevue in Berlin vergeben.
Über den Geschichtswettbewerb
1973 gründeten Bundespräsident Gustav Heinemann und der
Stifter Kurt A. Körber den Geschichtswettbewerb des
Bundespräsidenten. Mit bislang knapp 163.000 Teilnehmenden
und rund 38.800 Projekten ist er der größte historische
Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Mehr
Informationen unter www.geschichtswettbewerb.de.
