Feuerwehr Duisburg: Erfolgreiche Übung im Mercatortunnel
Die Feuerwehr Duisburg nutzte die gestrige planmäßige Sperrung des
Mercatortunnels auf der A59 durch die Autobahn GmbH, um ein nicht
alltägliches, aber durchaus mögliches Einsatzszenario unter realistischen
Bedingungen zu trainieren. Zwischen 22 Uhr und 3 Uhr morgens probten rund
70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst das Zusammenspiel im
Ernstfall.
Im Mittelpunkt der Übung stand ein fiktiver Verkehrsunfall im Tunnel mit zwei
beteiligten Pkw und sechs verletzten Personen. Zusätzlich wurde ein
Fahrzeugbrand mit starker Rauchentwicklung simuliert. Statistinnen und
Statisten mit realistisch geschminkten Verletzungen sorgten dafür, dass auch
der Rettungsdienst unter möglichst authentischen Bedingungen trainieren
konnte. Der Rauch wurde mithilfe professioneller Rauchtöpfe erzeugt, welche
die Sichtweite im Tunnel deutlich reduzierten.
Ziel der Übung war es, Abläufe und Kommunikationswege zwischen den
eingesetzten Einheiten zu überprüfen und zu optimieren. Ein besonderer
Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei,
Rettungsdienst und Tunnelleitzentrale. Außerdem sollte die Übung
Erkenntnisse darüber liefern, welche Auswirkungen eine Rauchentwicklung
im Tunnel auf die Umgebung - insbesondere den Bahnhofsvorplatz - hat.
Übungsleiter Thomas Krandick von der Feuerwehr Duisburg zeigte sich
zufrieden: „Eine solche Übung im Mercatortunnel hat zum ersten Mal
stattgefunden. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten hat sehr
gut funktioniert. Wir konnten wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns im
Ernstfall dabei helfen, noch schneller und effizienter zu reagieren.“
Nach Abschluss der Übung bauten die Einsatzkräfte sämtliches Material
zurück und reinigten den Tunnel gründlich. Für die Entrauchung wurde ein
mobiler Großlüfter auf dem neuen Löschroboter „LUF 60“ der Duisburger
Feuerwehr eingesetzt. Dieser wurde auf einem Raupenfahrwerk per
Fernsteuerung in den Tunnel gefahren. Auch die Werksfeuerwehr von
ThyssenKrupp Steel konnte ihren stationären und sehr leistungsstarken
Großlüfter erstmalig im Mercatortunnel testen.
Hintergrund der Übung: Gemäß den Richtlinien für den Entwurf, die
konstruktive Ausbildung und Ausstattung von Ingenieurbauten (RE-ING) ist
alle vier Jahre eine realitätsnahe Vollübung vorgeschrieben. So soll
sichergestellt werden, dass Einsatzkräfte auf unterschiedliche Gefahrenlagen
vorbereitet sind und die hohen Sicherheitsstandards in NRW eingehalten
werden.
