VHS-Duisburg Vortrag zum Thema Kinderverschickungen
Zwischen 1950 und 1990 wurden mehr als zehn Millionen Kinder in der
Bundesrepublik Deutschland auf sogenannte Erholungskuren verschickt.
Statt gesund, kehrten aber viele traumatisiert zurück. Esszwang und
Toilettenverbot gehörten zum Alltag vieler Kinder – aber auch körperliche
Strafen, Demütigungen, Erniedrigungen, Medikamentenmissbrauch und
sexualisierte Gewalt.
Sogar Todesfälle sind dokumentiert. Viele Betroffene
leiden noch heute unter den Folgen der erlittenen Traumata.
Detlef Lichtrauter, 1. Vorsitzender des Vereins „Aufarbeitung
Kinderverschickungen NRW e.V.“, referiert am Montag, 8. Dezember, um 20
Uhr in der Volkshochschule (VHS) im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, über
die Geschichte der Kinderverschickungen und den aktuellen Stand der
Aufarbeitung im Bund und in NRW.
Das Teilnahmeentgelt beträgt fünf Euro, eine vorherige Anmeldung ist
erforderlich. Weiterführende Informationen gibt es bei Josip Sosic unter Tel.
0203 283 984617 oder
