Graphic Novel „DUISBURG 1933“: Umbruch, Freiheitsverlust und Widerstand – eine Comiclesung in zwei Teilen
Illustrator Jonas Heidebrecht und Historiker Robin Richterich lesen am
Sonntag, 7. Dezember, um 12 Uhr im Zentrum für Erinnerungskultur am
Duisburger Innenhafen aus der Graphic Novel „Duisburg 1933“ vor. Anhand
mehrerer Duisburger Biografien erzählen sie Geschichten von Verfolgung
und Flucht, vom Verlust der Freiheit für Andersdenkende, aber auch von
Widerstand und Opposition. Treffpunkt ist das Kultur- und Stadthistorische
Museum am Innenhafen, Johannes-Corputius-Platz 1. Die Teilnahme ist
kostenlos.
Eine Stadt im Frühjahr 1933: Seit wenigen Wochen regiert in Berlin die
NSDAP, Hitler ist Reichskanzler. Auch in Duisburg wird der Umbruch spürbar,
ob auf den Straßen, in den Betrieben oder in den Klassenzimmern. Nach
Jahren der instabilen Weimarer Republik ist unklar, wie lange die
freiheitsfeindliche NS-Herrschaft andauern wird, doch auf den Straßen macht
sich bereits der antisemitische Terror breit. Gleich zu Beginn der NS-Diktatur
werden zentrale Freiheitsrechte außer Kraft gesetzt. Auch der Druck auf
Gewerkschaften, Demokratinnen und Demokraten steigt mehr und mehr. Die
Brüche ziehen sich durch ganze Familien. Zugleich nimmt der Widerstand
gegen das faschistische Regime an Fahrt auf.
Die Graphic Novel „DUISBURG 1933“ untersucht aus unterschiedlichen
Perspektiven heraus, wie eine Stadtgesellschaft innerhalb weniger Monate in
den Faschismus absinkt und erweckt dabei lokalgeschichtliche Figuren zu
neuem Leben.
In der ersten Lesung widmen sich Jonas Heidebrecht und Robin Richterich
dem Thema Flucht in die Freiheit. Eine zweite Lesung am 25. Januar 2026
widmet sich dem Aufbau von Widerstandskreisen zur Bekämpfung der NS-
Diktatur.
Die Graphic Novel ist ein Projekt des Duisburger Zentrums für
Erinnerungskultur und wird im Mercator Verlag erscheinen. Das vollständige
Programm ist im Internet unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.
