Mehr Solarstrom für Bochumer Dächer – warum die richtige Pflege oft vernachlässigt wird
Photovoltaikboom im Ruhrgebiet nimmt weiter Fahrt auf Die Energiewende zeigt sich in Bochum besonders deutlich auf den Dächern der Stadt. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich für die Installation von Solaranlagen, um unabhängiger von steigenden Strompreisen zu werden. Das Ruhrgebiet entwickelt sich dabei zu einer Vorzeigeregion für erneuerbare Energien.
Die Stadtwerke Bochum verzeichnen eine stetig wachsende Nachfrage nach Beratungen zur Solarenergie. Besonders in den Stadtteilen Wattenscheid und Langendreer sind die blau schimmernden Module mittlerweile ein gewohnter Anblick. Doch mit der wachsenden Zahl der Anlagen offenbart sich ein Problem, das viele Besitzer unterschätzen: Die Module verlieren durch alltägliche Verschmutzungen erheblich an Leistung. Auch Altbauten mit unterschiedlichen Dachformen bieten geeignete Flächen, sofern Statik und Dachhaut intakt sind. Viele Eigentümer optimieren Ausrichtung und Verschattung, um den Tagesverlauf besser zu nutzen. Beratungsangebote der Stadt und regionale Handwerksbetriebe unterstützen bei Planung und Genehmigungen, wodurch Projekte zügig umgesetzt werden können. Mit der wachsenden Verbreitung steigt zugleich das Bewusstsein, dass Betrieb und Pflege ebenso wichtig sind wie die Anschaffung.
Unsichtbare Leistungsfresser auf dem Dach
Staub, Pollen und Vogelkot sind die natürlichen Feinde jeder Solaranlage. Was für das bloße Auge oft kaum sichtbar ist, kann die Stromproduktion empfindlich beeinträchtigen. Bereits eine dünne Staubschicht reduziert die Leistung spürbar, während hartnäckige Verschmutzungen durch Vogelkot einzelne Module komplett lahmlegen können.
Besonders in Bochum, wo Industrie und Natur aufeinandertreffen, sammeln sich verschiedenste Ablagerungen auf den Modulen. Die Nähe zu Verkehrswegen und die typischen Wetterlagen des Ruhrgebiets begünstigen eine schnelle Verschmutzung. Viele Anlagenbesitzer bemerken die schleichende Leistungsminderung erst, wenn die Stromrechnung trotz Solaranlage höher ausfällt als erwartet. Dabei ließe sich dieser Verlust durch regelmäßige Wartung vermeiden. Laub und Blütenstaub sammeln sich bevorzugt an Rahmenkanten und bilden mit Feuchtigkeit einen Film, der das Glas langfristig anraut. An stark befahrenen Straßen lagern sich zudem Rußpartikel ab, die das Licht streuen. Selbst kleine Verschattungen durch Schmutzränder können Reihenschaltungen ausbremsen, weil das schwächste Modul den Stromfluss begrenzt.
Warum Regenwasser allein nicht ausreicht
Ein weit verbreiteter Irrglaube unter Solaranlagenbesitzern ist, dass Regen die Module ausreichend reinigt. Tatsächlich kann Regenwasser lose aufliegende Partikel wegspülen, doch gegen hartnäckige Verschmutzungen ist es machtlos. Gerade in den Sommermonaten, wenn die Solarerträge am höchsten sein sollten, fehlt oft der reinigende Niederschlag.
Zudem hinterlässt Regenwasser beim Verdunsten Kalkablagerungen, die sich mit der Zeit zu einer milchigen Schicht aufbauen. Diese Ablagerungen streuen das einfallende Sonnenlicht und mindern so die Effizienz der Photovoltaikmodule. In Industriegebieten wie dem Bochumer Westen verbinden sich Feinstaub und Feuchtigkeit zu besonders hartnäckigen Belägen. Ohne fachgerechte Reinigung verschlechtert sich die Leistung kontinuierlich, was die Amortisationszeit der Anlage unnötig verlängert. Im Winter können festgefrorene Schichten die Oberfläche über längere Zeit bedecken und so die Erträge in einer ohnehin lichtarmen Phase weiter senken. Ereignisse mit Wüstenstaub zeigen, dass großflächige Ablagerungen innerhalb kurzer Zeit entstehen können. Regelmäßige Sichtprüfungen vom Boden oder mit Fernglas helfen, solche Belastungen rechtzeitig zu erkennen, ohne das Dach zu betreten.
Professionelle Wartung sichert langfristige Erträge
Die regelmäßige Reinigung einer Photovoltaikanlage ist keine Liebhaberei, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit. Fachleute können Verschmutzungen erkennen und beseitigen, die dem Laien verborgen bleiben. Mit speziellen Reinigungsverfahren und entmineralisiertem Wasser werden die Module schonend von allen Ablagerungen befreit.
Für Hausbesitzer in Bochum bietet eine professionelle Photovoltaik Reinigung die Gewähr, dass ihre Anlage dauerhaft optimale Erträge liefert. Spezialisierte Dienstleister verfügen über die notwendige Ausrüstung und Erfahrung, um auch schwer zugängliche Dachflächen sicher zu reinigen. Die Investition in eine fachgerechte Wartung zahlt sich durch höhere Stromerträge schnell aus. Gleichzeitig wird die Lebensdauer der gesamten Anlage verlängert, da Verschmutzungen langfristig zu Schäden an den Modulen führen können. Zudem kennen Fachbetriebe die Vorgaben der Modulhersteller und arbeiten so, dass Garantieansprüche erhalten bleiben. Sie nutzen weiche Bürsten, angepassten Druck und vermeiden aggressive Chemie, die Dichtungen oder Beschichtungen angreifen könnte. Ein dokumentierter Wartungsbericht schafft Transparenz über Zustand und Maßnahmen und erleichtert spätere Vergleiche.
Zeitpunkt und Häufigkeit der Reinigung richtig wählen
Die Frage nach dem optimalen Reinigungsintervall beschäftigt viele Anlagenbesitzer. Pauschale Empfehlungen greifen hier zu kurz, da die Verschmutzungsintensität von verschiedenen Faktoren abhängt. Standort, Dachneigung und Umgebungsbedingungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Festlegung des Wartungsrhythmus.
In verkehrsreichen Gebieten Bochums oder in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen ist eine häufigere Reinigung ratsam. Experten empfehlen eine Sichtkontrolle im Frühjahr und Herbst, um den Zustand der Module zu beurteilen. Bei sichtbaren Verschmutzungen oder unerklärlichen Leistungseinbußen sollte zeitnah gehandelt werden. Eine professionelle Reinigung im Frühjahr bereitet die Anlage optimal auf die ertragreichen Sommermonate vor. Die Investition in regelmäßige Wartung schützt nicht nur vor Ertragsverlusten, sondern bewahrt auch den Wert der gesamten Solaranlage. Hilfreich ist ein Blick auf Monitoring-Daten des Wechselrichters: Auffällige Abweichungen bei ähnlicher Wetterlage deuten auf Verschmutzungen hin. Auch ungleichmäßige Schmutzsäume, Vogelnester in der Nähe oder neuer Baumbewuchs verändern die Situation am Dach. Wer die Anlage nicht selbst begutachten kann, beauftragt zunächst eine fachliche Einschätzung und entscheidet danach über den Umfang der Reinigung.
