Vortrag im Stadtarchiv Duisburg: Die Zwangssterilisation in der Zeit des Nationalsozialismus
Um die Zwangssterilisation in Duisburg zur Zeit des Nationalsozialismus geht
es in einem Vortrag am Donnerstag, 19. Februar, in der DenkStätte im
Gebäude des Stadtarchivs am Karmelplatz 5 am Innenhafen. Dr. Bernd Kern
von der Universität Duisburg-Essen referiert ab 18.15 Uhr.
Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 und
seine Durchführung in den folgenden Jahren bis 1949 war ein arbeitsteilig
organisiertes Verbrechen von Juristen und Medizinern. Zunächst richtet der
Vortrag den Blick auf die allgemeine politische Entwicklung und die soziale
und ökonomische Lage in Duisburg in den Jahren des Nationalsozialismus
sowie die gesetzlichen Grundlagen und die administrative Umsetzung der
Gesetze. Die statistische Beschreibung zeigt das Ausmaß der Verfahren zur
Zwangssterilisation und die kritische Reflexion dieser Verfahren wird an
ausgewählten Beispielen vorgenommen.
Der Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Allerdings ist die
Teilnehmerzahl auf maximal 60 Personen beschränkt.
